Grenzwertiges Videospiel
10-Millionen-Befürworter schlagen Zuwanderer mit Klick weg

Das Egerkinger Komitee sorgt mit einem umstrittenen Computerspiel zur 10-Millionen-Initiative für Kritik. Spieler müssen «muslimische Asyl-Zuwanderer» und «Kriminal-Touristen» stoppen, was SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer als Hetze gegen Ausländer verurteilt.
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Mit einem Computerspiel wirbt das Egerkinger Komitee für die 10-Millionen-Initiative.
Foto: zVg

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Egerkinger-Komitee erstellt Spiel zur Unterstützung der 10-Millionen-Initiative
  • Kritik wegen fremdenfeindlichen Inhalten und Gewalt-Vermittlung im Spiel
  • SP-Co-Präsidentin Meyer: Spiel normalisiert Gewalt gegen Ausländer
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Tobias BruggmannRedaktor Politik

Der Kampf um die 10-Millionen-Initiative wird schmutzig. Das Egerkinger Komitee um alt Nationalrat Walter Wobmann (68) wirbt mit einem umstrittenen Computerspiel für das SVP-Anliegen.

Beim Game steht die Spielfigur an der Grenze. Sie muss verhindern, dass verschiedene Leute in die Schweiz einreisen. In verschiedenen Kategorien muss man «muslimische Asyl-Zuwanderer» oder «Kriminal-Touristen» abfangen. Dafür schlägt man mit dem Stoppschild auf die Personen, diese zerploppen.

Gegen das Spiel kommt jetzt Kritik auf. SP-Co-Präsidentin Mattea Meyer (38) sagt: «Was das Egerkinger Komitee hier aufgeschaltet hat, ist entlarvend und zeigt, dass es ihnen nur darum geht, gegen Ausländer:innen zu hetzen. Dabei schrecken sie auch nicht davor zurück, pure Gewalt zu normalisieren.»

Wobmann wehrt sich

Stefan Manser-Egli (33), der ehemalige Präsident der Operation Libero, schreibt auf Instagram, das Egerkinger Komitee mache fremdenfeindliche Ressentiments mehrheitsfähig. Niemand könne seine Zustimmung zur Initiative hinter vollen Zügen oder hohen Mieten verstecken. «Es wird einzig und allein Fremdenfeindlichkeit und Rassismus bedient.»

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Wobmann wehrt sich gegen die Vorwürfe. «Ich sehe das Problem nicht. Wir haben freie Meinungsäusserung und benennen hier nur die Tatsachen.» Dass Menschen im Spiel mit einer Tafel geschlagen werden und zerploppen, habe nicht mit Gewalt zu tun. «Die Schweiz zerploppt, wenn immer mehr Menschen hier reinkommen.» 

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