Darum gehts
- Bundesrat äussert sich zu Schweizer Olympia-Kandidatur 2038 in Medienkonferenz
- Organisationen laut Vernehmlassung mehrheitlich positiv zur Olympia-Bewerbung eingestellt
- Schweiz hat gute Chancen, wenn sie Bewerbung wirklich will
Reichen 2,2 Millarden für die Spiele?
Andere Spiele hätten teils über 5 Milliarden gekostet, nun sollen für die Schweiz 2,2 Milliarden reichen. Der Bund habe diese Zahlen nicht hinterfragt, räumt Pfister ein, das sei Sache des zuständigen Vereins. Der Bund werde aber nicht mehr als 200 Millionen Franken zahlen und übernehme auch keine Defizitgarantie.
Die Medienkonferenz ist beendet. Demnächst liest du hier eine Zusammenfassung.
Pfister will Freude entfachen
«Ich gehe davon aus, dass die Freude am Projekt nun entfacht wird», zeigt sich Pfister zuversichtlich. Er glaubt auch, dass die betroffenen Kantone diese Aufgabe mit Freude übernehmen werden. Allerdings ist er sich auch bewusst, dass das Projekt scheitern kann, wenn die kantonalen Behörden und die Bevölkerung nicht mitziehen.
Pfister will nachhaltige Spiele
Die in der Schweiz geplanten Spiele seien nicht mit früheren Spielen vergleichbar, die in der Kritik stehen. Die Schweiz könne zeigen, dass nachhaltige Spiele möglich seien, ist Pfister überzeugt..
«Projekt des nationalen Zusammenhalts»
«Wir brauchen positive Veranstaltungen in unserem Land, die den Gemeinsinn fördern», sagt Pfister zur Kostenfrage. «Es ist ein Projekt des nationalen Zusammenhalts, das dient auch der Sicherheit.» Es gehe hier auch um eine gesellschaftliche Frage. «Wir müssen Dinge durchführen, die Freude bereiten.»
Kritische Fragen zu fehlendem Referendum
In der Fragerunde werden kritische Fragen bezüglich des nicht vorgesehenen Referendums gestellt. Ob er eine Angst vor einer Niederlage habe? «Nein», sagt Pfister. Aber ein Planungsbeschluss sei in der Regel nicht dem Referendum unterstellt. Die Bevölkerung vor Ort habe aber eine Mitsprache, da seien auch Volksabstimmungen möglich. Niemand werde zum Mitmachen gezwungen. Man werde sich sonst nach Alternativen umsehen.
Kandidatur ohne Konkurrenz
Bis Ende 2027 kann die Schweiz ihr Dossier ohne Konkurrenz einreichen. Er füllt es die Anforderungen des IOK, dann erhält es den Zuschlag für die Durchführung der Spiele.
Wichtig für Sportler
Pfister hebt hervor, wie wichtig der Anreiz gerade auch für junge und künftige Sportlerinnen und Sportler sei.
Kein Referendum vorgesehen
Für den Bundesbeitrag ist kein fakultatives Referendum vorgesehen.
Bundesbeitrag von 200 Millionen Franken
Pfister verweist auch auf die Kosten seitens des Bundes, der 200 Millionen Franken beisteuern will. Der Bundesbeitrag wird verwendet für die Mitfinanzierung der Paralympischen Spiele (60 Millionen), die Verbilligung der ÖV-Nutzung durch Besucherinnen und Besucher (50 Millionen), die Mitfinanzierung von weiteren Aufwänden der Trägerorganisation (80 Millionen) sowie die Deckung möglicher, heute noch nicht absehbarer Aufwände (10 Millionen). Nicht enthalten ist in diesem Betrag die Finanzierung der Sicherheitsaufgaben, die der Bund im Rahmen seiner üblichen Zuständigkeiten übernehmen wird. Eine Defizitgarantie übernimmt der Bund nicht. Diese wird privat finanziert.
Auch die Kantone und Gemeinden sollen 200 Millionen Franken beitragen.
«Keine Spuren in Landschaft hinterlassen»
«Wir möchten Olympische Spiele, die keine Spuren in der Landschaft hinterlassen, sondern viele positive Erinnerungen», sagt Pfister. Er hebt dabei den dezentralen Charakter der Spiele hervor.
Gerade läuft die Fussball-WM auf Hochtouren. Doch die Schweiz macht dieser Tage den nächsten Schritt Richtung Olympische Winterspiele 2038! Der Bundesrat informiert heute Montag über seine Botschaft zur Unterstützung der Schweizer Kandidatur.
Grundsätzlich ist die Landesregierung schon im Boot. Im Zentrum steht jetzt etwa die finanzielle Beteiligung des Bundes: Wie und unter welchen Bedingungen wird Bern die Vorbereitung und Durchführung der Winterspiele unterstützen? Und wie sieht der weitere Fahrplan aus?
Die Chancen auf den Zuschlag sind einmalig – wenn die Schweiz wirklich will. Zieht sie die Bewerbung durch, geniesst sie beim Internationalen Olympischen Komitee einen Sonderstatus – ohne Konkurrenz: Das Datum ist für die Schweiz freigehalten.
Die Vernehmlassung des Bundesrats ist abgeschlossen, die Rückmeldungen fallen weitgehend positiv aus. Als Nächstes entscheidet dann das Parlament über einen sogenannten Grundsatz- und Planungsbeschluss.
Blick berichtet ab 8.30 Uhr über die Medienkonferenz mit Sportminister Martin Pfister (62, Mitte) und Sandra Felix (59), Direktorin des Bundesamts für Sport.