Darum gehts
- Schweiz im «privilegierten Dialog»: Olympia 2038 könnte hier stattfinden
- 61 Prozent der Schweizer Bevölkerung befürworten Winterspiele laut gfs.bern-Studie
- Projektzeitplan kritisch: Fertigstellung bis 2027 erforderlich, Referendum könnte verzögern
Finden die Olympischen Winterspiele 2038 in der Schweiz statt? Die Ausgangslage scheint zumindest nicht schlecht. Nachdem die Bewerbungen für die Jahre 2030 und 2034 nicht berücksichtigt wurden, geniesst die Schweiz nun einen «privilegierten Dialog», also einen Sonderstatus. Heisst: Ist das IOC mit der Bewerbung zufrieden, erhält die Schweiz den Zuschlag.
Der Zeitplan ist jedoch knapp, bis Ende 2027 muss das Projekt stehen. Bei einer allfälligen nationalen Abstimmung könnte die Deadline verstreichen und die anderen Nationen sind wieder im Rennen. Aber würde die Schweizer Bevölkerung die Kandidatur für Olympia 2038 überhaupt befürworten?
Über 60 Prozent sagen ja
Ja, zeigt eine aktuelle Studie des Forschungsinstituts gfs.bern, wie der Verein Switzerland 2038 in einer Mitteilung schreibt. Demnach würden 61 Prozent der Schweizerinnen und Schweizer die Olympischen Winterspiele in der Schweiz befürworten. 33 Prozent davon sind klar dafür, 28 Prozent eher dafür. Demgegenüber sind 21 Prozent klar gegen eine Kandidatur und 13 Prozent eher dagegen. Vier Prozent sind noch unentschlossen.
«Es ist ein starkes Signal, dass eine klare Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer hinter der Kandidatur steht. Diesem Vertrauen wollen wir mit einer verantwortungsvollen und glaubwürdigen Planung gerecht werden», wird Ruth Wipfli-Steinegger, Co-Präsidentin von Switzerland 2038, von Swiss Olympic zitiert.
Die grössten Argumente der Befürworter sind demnach die bereits vorhandene Infrastruktur, die dezentrale Austragung und der gesellschaftliche Mehrwert. Gleichzeitig wird die dezentrale Austragung mit Blick auf den olympischen Charakter auch als Nachteil gesehen – genau wie die finanziellen Risiken und Zweifel an der Nachhaltigkeit.
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