Darum gehts
- Bund hebt Tempolimit im Eggfluetunnel ab 7. September auf
- 8000 Personen unterzeichneten Petition gegen Tempo 60 und Ausweichverkehr
- Eggfluetunnel wird nach Sicherheitsarbeiten wieder mit Tempo 80 befahrbar
Laut war der Aufschrei, als der Bund an der Grenze der Kantone Basel-Landschaft und Solothurn intervenierte: Im Eggfluetunnel auf der A18 drosselte das Bundesamt für Strassen (Astra) im Frühling das Tempo von 80 auf 60. Der Tunnel im Laufental war in den vergangenen Jahren Schauplatz mehrerer schwerer Unfälle.
Politikerinnen und Politiker in der Region kündigten prompt Widerstand an. Denn die Geschwindigkeitsreduktion führe nicht nur zu mehr Stau, sondern auch zu zusätzlichem Ausweichverkehr durch die umliegenden Dörfer. Bis Mitte Juni unterzeichneten über 8000 Personen eine Petition, um das Bundesdiktat rückgängig zu machen. Mit Erfolg: Ab 7. September gilt im Eggfluetunnel wieder Tempo 80.
Petitionär zeigt sich begeistert
Die Umkehr des Bundes gab Mitte-Landrat Marc Scherrer (40) am Donnerstag auf Linkedin bekannt, wie die «Basler Zeitung» zuerst berichtete. Aktuell laufen im Eggfluetunnel Sicherheitsarbeiten, nach deren Abschluss die Strecke zur ursprünglichen Höchstgeschwindigkeit zurückkehren werde.
Scherrer war Initiant der Petition und kritisierte die Tempodrosselung lautstark. Sie verschärfe die Situation auf der A18, die ohnehin an ihre Kapazitätsgrenzen stosse, sagte Scherrer noch im April in einem Interview mit der «Basler Zeitung». Viele Autofahrende wichen auf die Strassen durch die Baselbieter Gemeinden Grellingen und Duggingen aus – eine zusätzliche Belastung für die Dörfer.
Jetzt zeigt sich Scherrer erleichtert: «Mit Anpralldämpfern, baulichen Anpassungen sowie verbesserten Markierungen reagiert das Astra nun konkret.» Das zeige, dass «sachliches, regional breit abgestütztes Engagement» Wirkung entfalten könne, so sein Fazit.