Luftverteidigung und Cybersicherheit
Pfister will 3,4 Milliarden mehr für die Armee – wer soll das bezahlen?

Mit rund 3,4 Milliarden Franken will der Bundesrat die Armee insbesondere besser gegen Angriffe aus der Distanz und im Cyberraum rüsten. Die grosse Unsicherheit bleibt aber die Finanzierung.
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Verteidigungsminister Martin Pfister hat am Freitag die Armeebotschaft präsentiert.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Verteidigungsminister Pfister will die Schweizer Armee verteidigungsfähig machen
  • Armeebotschaft 2026 beantragt Investitionen ins Rüstungs- und Immobilienprogramm
  • Den Fokus dürfte der Bundesrat auf die Luftverteidigung legen
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Seit fast einem Jahr ist Mitte-Bundesrat Martin Pfister (62) im Amt. Der neue Verteidigungsminister trat mit dem Versprechen an, die Schweizer Armee wieder auf Vordermann zu bringen.

Mit der Armeebotschaft 2026 legte Pfister am Freitag erstmals seinen eigenen Einkaufszettel vor und stellte damit die Weichen für künftige Beschaffungen. Der Bundesrat beantragt beim Parlament damit die diesjährigen Kredite für das Rüstungs- und Immobilienprogramm.

3,4 Milliarden für Luftverteidigung und Cybersicherheit

Insgesamt fordert Pfister ein Plus von 3,4 Milliarden Franken. Das Geld soll primär in die bodengestützte Luftverteidigung, die Drohnenabwehr sowie die Cybersicherheit fliessen. «Die Schweiz ist gegen die wahrscheinlichsten Bedrohungsformen derzeit nicht ausreichend geschützt», begründete Pfister den Schritt. Die Armeebotschaft sei deshalb konsequent auf die aktuelle Sicherheitslage getrimmt worden.

Das ist der Einkaufszettel von Pfister

Der Bundesrat hat heute die Weichen für die künftigen Armeebeschaffungen gestellt. Als Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage in Europa durch den Ukraine-Krieg soll die Armee wieder verteidigungsfähig werden. Die Abwehr der wahrscheinlichsten Bedrohungen – Angriffe aus Distanz und hybride Konflikte – müsse gestärkt werden.

Die Eckpunkte im Überblick:

  • Gesamtvolumen: Der Bundesrat beantragt Verpflichtungskredite in der Höhe von rund 3,4 Milliarden Franken. Das ist fast das doppelte, wie im vergangenen Jahr. 2025 beantragte der Bundesrat knapp 1,7 Milliarden Franken.
  • Schwerpunkt Luftverteidigung: 1,8 Milliarden Franken sollen in den Schutz des Luftraums fliessen. Geplant ist der Kauf weiterer Feuereinheiten des Typs IRIS-T SLM (1 Milliarde Franken) sowie der Ersatz veralteter Fliegerabwehrsysteme kurzer Reichweite (800 Millionen Franken).
  • Schutz vor Mini-Drohnen: 70 Millionen Franken sind für den Schutz von Bevölkerung und Infrastruktur vor Mini-Drohnen vorgesehen. Zudem wird das Radar-System «TAFLIR» ersetzt (150 Millionen Franken).
  • Cyber & Weltraum: Die Armee will mit 30 Millionen Franken eigene Weltraum-Fähigkeiten aufbauen und 240 Millionen in die elektronische Kriegführung investieren. Weiter soll die Mögliktei zur Mitnutzung ziviler Datennetze erweitert werden (100 Millionen Franken).
  • Kampfflugzeug F-35A: Für die Beschaffung wird ein Zusatzkredit von 394 Millionen Franken fällig, um Mehrkosten zu decken. Der Bundesrat beantragt den Kredit dem Parlament. Er ermöglicht es der Schweiz, voraussichtlich 30 Kampfflugzeuge zu beschaffen.
  • Immobilien: 562 Millionen Franken fliessen in die Infrastruktur, darunter in die Instandsetzung einer Flugzeugkaverne und Lärmschutzmassnahmen an Militärflugplätzen.

Der Bundesrat hat heute die Weichen für die künftigen Armeebeschaffungen gestellt. Als Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage in Europa durch den Ukraine-Krieg soll die Armee wieder verteidigungsfähig werden. Die Abwehr der wahrscheinlichsten Bedrohungen – Angriffe aus Distanz und hybride Konflikte – müsse gestärkt werden.

Die Eckpunkte im Überblick:

  • Gesamtvolumen: Der Bundesrat beantragt Verpflichtungskredite in der Höhe von rund 3,4 Milliarden Franken. Das ist fast das doppelte, wie im vergangenen Jahr. 2025 beantragte der Bundesrat knapp 1,7 Milliarden Franken.
  • Schwerpunkt Luftverteidigung: 1,8 Milliarden Franken sollen in den Schutz des Luftraums fliessen. Geplant ist der Kauf weiterer Feuereinheiten des Typs IRIS-T SLM (1 Milliarde Franken) sowie der Ersatz veralteter Fliegerabwehrsysteme kurzer Reichweite (800 Millionen Franken).
  • Schutz vor Mini-Drohnen: 70 Millionen Franken sind für den Schutz von Bevölkerung und Infrastruktur vor Mini-Drohnen vorgesehen. Zudem wird das Radar-System «TAFLIR» ersetzt (150 Millionen Franken).
  • Cyber & Weltraum: Die Armee will mit 30 Millionen Franken eigene Weltraum-Fähigkeiten aufbauen und 240 Millionen in die elektronische Kriegführung investieren. Weiter soll die Mögliktei zur Mitnutzung ziviler Datennetze erweitert werden (100 Millionen Franken).
  • Kampfflugzeug F-35A: Für die Beschaffung wird ein Zusatzkredit von 394 Millionen Franken fällig, um Mehrkosten zu decken. Der Bundesrat beantragt den Kredit dem Parlament. Er ermöglicht es der Schweiz, voraussichtlich 30 Kampfflugzeuge zu beschaffen.
  • Immobilien: 562 Millionen Franken fliessen in die Infrastruktur, darunter in die Instandsetzung einer Flugzeugkaverne und Lärmschutzmassnahmen an Militärflugplätzen.

Die zentrale Frage bleibt jedoch die Finanzierung. Der Bund sitzt bereits auf offenen Verpflichtungskrediten von 12 Milliarden Franken – nun sollen weitere Milliarden dazukommen. Wie soll das bezahlt werden?

Ohne Erhöhung der Mehrwertsteuer gibt es Verzögerungen

Pfister verweist dafür auf die vom Bundesrat beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer: Ab 2028 soll diese für zehn Jahre um 0,8 Prozentpunkte steigen – zweckgebunden für die Sicherheit. Damit sollen insgesamt 31 Milliarden Franken generiert werden, die in einem Rüstungsfonds landen. So könnten die Käufe rasch abgewickelt werden.

Doch Pfister räumt ein: «Wenn wir das nicht machen können, verschieben sich die Beschaffungen um mehrere Jahre.» Ausserdem könnte es dann zu Preissteigerungen und Verzögerungen kommen.

Grosser Widerstand aus Volk und Parlament

Was der Verteidigungsminister nicht sagt: Gegen sein Vorhaben gibt es massiven Widerstand. Von links bis rechts sind die Parteien dagegen. Die Chancen im Parlament könnten schlechter kaum stehen.

Eine deutliche Sprache spricht auch eine Umfrage des Forschungsinstituts Sotomo im Auftrag von Blick. Nur 24 Prozent der Befragten sagen «Ja» oder «eher Ja» zu einer Steuererhöhung für die Sicherheit. Satte 76 Prozent sind dagegen. Das sind schlechte Prognosen: Denn über die Erhöhung der Mehrwertsteuer muss das Volk entscheiden.

14:30 Uhr

Das ist der Einkaufszettel von Pfister

Der Bundesrat hat heute die Weichen für die künftigen Armeebeschaffungen gestellt. Als Reaktion auf die veränderte Sicherheitslage in Europa durch den Ukraine-Krieg soll die Armee wieder verteidigungsfähig werden. Die Abwehr der wahrscheinlichsten Bedrohungen – Angriffe aus Distanz und hybride Konflikte – müsse gestärkt werden.

Die Eckpunkte im Überblick:

  • Gesamtvolumen: Der Bundesrat beantragt Verpflichtungskredite in der Höhe von rund 3,4 Milliarden Franken. Das ist fast das doppelte, wie im vergangenen Jahr. 2025 beantragte der Bundesrat knapp 1,7 Milliarden Franken.
  • Schwerpunkt Luftverteidigung: 1,8 Milliarden Franken sollen in den Schutz des Luftraums fliessen. Geplant ist der Kauf weiterer Feuereinheiten des Typs IRIS-T SLM (1 Milliarde Franken) sowie der Ersatz veralteter Fliegerabwehrsysteme kurzer Reichweite (800 Millionen Franken).
  • Schutz vor Mini-Drohnen: 70 Millionen Franken sind für den Schutz von Bevölkerung und Infrastruktur vor Mini-Drohnen vorgesehen. Zudem wird das Radar-System «TAFLIR» ersetzt (150 Millionen Franken).
  • Cyber & Weltraum: Die Armee will mit 30 Millionen Franken eigene Weltraum-Fähigkeiten aufbauen und 240 Millionen in die elektronische Kriegführung investieren. Weiter soll die Mögliktei zur Mitnutzung ziviler Datennetze erweitert werden (100 Millionen Franken).
  • Kampfflugzeug F-35A: Für die Beschaffung wird ein Zusatzkredit von 394 Millionen Franken fällig, um Mehrkosten zu decken. Der Bundesrat beantragt den Kredit dem Parlament. Er ermöglicht es der Schweiz, voraussichtlich 30 Kampfflugzeuge zu beschaffen.
  • Immobilien: 562 Millionen Franken fliessen in die Infrastruktur, darunter in die Instandsetzung einer Flugzeugkaverne und Lärmschutzmassnahmen an Militärflugplätzen.

15:00 Uhr

Medienkonferenz zu Ende

Die Fragerunde ist nun beendet und damit auch die Medienkonferenz.

14:49 Uhr

«Bin nicht der zuständige Bundesrat»

Eine Journalistin fragt nach einem Kommentar zum heutigen Entscheid zum Iran-Krieg. Der Bundesrat hat entschieden, Rüstungsexporte in die USA zu untersagen. «Den kann ich Ihnen nicht geben, weil ich nicht der zuständige Bundesrat bin», sagt Pfister. 

Eine Gegenreaktion von Trump befürchtet Pfister nicht. «Die USA kennt die Maximen der Schweizer Aussenpolitik.»

14:44 Uhr

Schon jetzt überhängige Kredite

«Wir haben heute schon Verpflichtungskredite, die über die Finanzierungsmöglichkeiten hinausgehen», so Pfister. Wenn man die Mehreinnahmen der Mehrwertsteuer bekomme, dann könne man sehr schnell die Zahlungen auslösen.

14:42 Uhr

Konsequente Ausrichtung auf wahrscheinlichste Bedrohung

«Die Armeebotschaft wurde geändert, der Bundesrat hat neu priorisiert», so Pfister. Der Bundesrat hatte beschlossen, die Botschaft konsequent auf die wahrscheinlichsten Bedrohungen auszurichten. 

14:41 Uhr

«Wir machen keine Abstriche an den Finanzierungsplänen»

Nun ist die Fragerunde für Journalisten und Journalistinnen eröffnet. «Wir gehen davon aus, dass das Ziel erreicht wird», sagt Pfister auf eine Frage hin zu den Beschaffungsvorhaben. «Wir machen keine Abstriche an den Finanzierungsplänen.» Er gehe davon aus, dass das Parlament das Budget so hinkriege, dass man das bezahlen könne. 

14:37 Uhr

«Schweiz ist nicht ausreichend geschützt»

«Investitionen in der Armee sind zwingend erforderlich», so Pfister. Für die Stärkung der Sicherheit der Schweiz brauche es in den nächsten zehn Jahren rund 31 Milliarden Franken. Deshalb wurde kürzlich eine befristete Erhöhung der Mehrwertsteuer beschlossen. «Die Schweiz ist heute gegen die wahrscheinlichsten Bedrohungsformen nicht ausreichend geschützt». Als neutrales Land müsse man die Verteidiung ausbauen. 

14:35 Uhr

Zusätzliche Kosten für F-35-Jets

Neben dem Rüstungsprogramm legt der Bundesrat dem Parlament einen Zusatzkredit für die F-35-Jets vor. «Wir rechnen heute mit rund 30 Kampfflugzeugen», so Pfister. 

14:33 Uhr

Risiko für die Schweiz

«Das Risiko einer kriegerischen Auseinandersetzung mit Auswirkungen auf die Schweiz hat sich erheblich erhöht», so Pfister. Die Armee müsse sich deshalb neu ausrichten. Die Mittel für die bodengestützte Luftverteidigung werde mit der Botschaft 2026 priorisiert. 

14:12 Uhr

Beginn um 14.30 Uhr

Um 14.30 Uhr tritt Verteidigungsminister Martin Pfister vor die Medien, um die Armeebotschaft 2026 zu präsentieren. Mit dabei sind Armeechef Benedikt Roos und Rüstungschef Urs Loher. 

Ende des Livetickers
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