«Es schisst unfassbar fest ah»
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Veronica Fusaro nach ESC-Aus:«Es schisst unfassbar fest ah»

Nach Halbfinal-Aus von Fusaro
Wie weiter mit dem Schweizer ESC-Auswahlverfahren?

Die Schweiz ist raus: Veronica Fusaro (29) hat es am Donnerstagabend in Wien nicht ins ESC-Finale geschafft. SRF kündigt bereits eine Überprüfung des Auswahlverfahrens für den weltweit grössten Musikwettbewerb an.
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Veronica Fusaro blieb mit ihrem Beitrag «Alice» im Halbfinale vom 70. Eurovision Song Contest in Wien stecken.
Foto: keystone-sda.ch

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Veronica Fusaro scheitert beim ESC 2026, Schweiz erstmals seit 2018 nicht im Finale
  • Suisa beendet ESC-Songwriting-Camp, Fokus neu auf Songs für aufstrebende Künstler
  • Nur 20 Prozent der 160 Camp-Songs veröffentlicht, Ziel: Mehr Veröffentlichungen
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Michel ImhofTeamlead People

Lange Gesichter bei der Schweizer ESC-Delegation am Donnerstagabend nach 23 Uhr: Veronica Fusaro (29) hat mit dem Titel «Alice» keinen der zehn Finalplätze am 70. Eurovision Song Contest ersungen, die Schweiz steht zum ersten Mal seit 2018 nicht in der Endrunde des grössten Musikwettbewerbs der Welt.

«Es war nicht der typische ESC-Song, das wussten wir von Anfang an», sagte die Thunerin nach ihrem Ausscheiden im Gespräch mit Blick. Trotzdem hat sich der Titel im Auswahlverfahren von SRF durchgesetzt, in dem ein nationales und internationales Zuschauerpanel sowie eine Fachjury die eingereichten Songs durchhört und bewertet. Schon seit 2019 geht SRF nach diesem Schema vor, offenbar hat das Gremium dieses Jahr nicht ins Schwarze getroffen. Oder es wurden schlicht keine passenden ESC-Songs eingereicht.

Wichtige Songquelle für Schweizer ESC-Beiträge fällt weg

Schon vor dem ESC in Wien wurde bekannt, dass künftig eine wichtige Quelle von potenziellen Schweizer Beiträgen wegfällt. Das von der Suisa, der Genossenschaft der Urheberinnen und Verleger von Musik, organisierte Songwriting-Camp, das einst den Fokus auf ESC-Songs hatte, gibt es nicht mehr. Titel wie «She Got Me» von Luca Hänni (31, 4. Platz im Jahr 2019), von Remo Forrer (24, 20. Platz im Jahr 2023) und der ESC-Siegersong von Nemo (26), «The Code» aus dem Jahr 2025 entstanden in diesem Rahmen. Nicht aber Veronica Fusaros «Alice».

Nun will die Suisa den Fokus der Musikschmiede verbreitern, der ESC rückt in den Hintergrund. «Von den über 160 entstandenen Camp-Songs fanden rund 20 Prozent den Weg an die Öffentlichkeit. Die Anzahl veröffentlichter Tracks soll wachsen», schreibt die Suisa. Deshalb lege man den Fokus künftig auf «massgeschneiderte Songs für aufstrebende Künstler».

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SRF überprüft Auswahlprozedere

Und was ist mit der ESC-Songschmiede? Blick weiss: Hinter den Kulissen wird bereits an einem neuen Songwriting-Camp gearbeitet. Bei SRF hält man sich bedeckt. «Wie jedes Jahr nach dem ESC werden die jeweiligen Prozesse überprüft und bei Bedarf Anpassungen am Selektionsprozess vorgenommen», heisst es von der Medienstelle. «Über allfällige Änderungen wird zu gegebener Zeit informiert.» Ob die Änderungen tiefer gehen oder sogar die Wiedereinführung eines Vorentscheids angestrebt wird, wird sich zeigen.

Veronica Fusaro machte nach ihrem Ausscheiden kein Geheimnis aus ihrem Frust. «Ich werde mir das Finale wohl nicht anschauen, das tut zu sehr weh», sagte sie. «Ich habe einen Song gebracht, an den ich immer noch mega glaube und auf den ich stolz bin. Am Schluss ist halt nicht nur die Qualität der Musik wichtig. Es hat jetzt einfach nicht gepasst.»

Das ESC-Finale 2026 läuft um 21 Uhr am Samstagabend auf SRF 1. Blick tickert den Event live. 

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