Darum gehts
- Veronica Fusaro scheitert mit «Alice» im ESC-Halbfinale am Donnerstag
- Erstmals seit 2018 kein Schweizer Finalplatz beim Eurovision Song Contest
- ESC-Legende Peter Reber: «Das ist halb so schlimm»
Mit ihrem Titel «Alice» konnte Veronica Fusaro (29) am Donnerstagabend das europäische TV-Publikum und die Fachjurys nicht überzeugen. Die Thunerin blieb im Halbfinale des Eurovision Song Contest stecken, die Schweiz hat damit zum ersten Mal seit 2018 keinen Finalplatz am grössten Musikwettbewerb der Welt.
«Ich bin jetzt zuerst ein bisschen hässig und traurig und werde alle Emotionen durchgehen lassen. Das gehört dazu. Und dann werde ich ein bisschen sein, alles setzen lassen und dann wieder aufstehen und weitermachen», sagte sie bei der Ankunft im Delegationshotel zu Blick. Sorgen, dass ihre Karriere nach ihrem gescheiterten ESC-Abenteuer leidet, habe sie nicht: «Ich glaube ganz fest, dass es weitergeht.»
«Das ist halb so schlimm», meint Peter Reber
Unterstützung bekommt sie nun von bekannten ESC-Gesichtern. Peter Reber (77), vierfacher Teilnehmer mit «Peter, Sue & Marc» (1971, 1976, 1979, 1981), glaubt fest an die Schweizer ESC-Hoffnung von 2026. «Das ist halb so schlimm. Sie ist eine tolle Sängerin und wird ihren Weg machen», ist er sich sicher.
Auch Francine Jordi (48), ESC-Teilnehmerin 2002 («Dans le jardin de mon ame»), hält zu ihrer Kollegin. «Ich finde sehr stark, was Veronica Fusaro nach der Show sagte. Wie authentisch sie über ihre Trauer und Wut gesprochen hat und sich jetzt um ihre Emotionen kümmern will. So reflektiert und mit dieser Selbstverantwortung an diese Situation heranzugehen, finde ich grossartig.» Fusaro habe absolut recht, weiterhin an ihr Lied «Alice» zu glauben. «Vielleicht waren sie und ihr Beitrag einfach nur ein wundervolles Geschenk, das beim falschen Empfänger gelandet ist», meint Jordi augenzwinkernd.
Remo Forrer zitterte mit
Mit Fusaro mitgefiebert hat auch der ESC-Teilnehmer von 2023, Remo Forrer (24, «Watergun»). Er selbst zitterte bei seiner Teilnahme um den Finaleinzug. «Auch bei mir sahen die Wettquoten nicht so vielversprechend aus und ich hatte grosse Angst, den Finaleinzug zu verpassen», erinnert er sich. Fusaro könne stolz auf ihre Leistung sein. «Auch wenn die Enttäuschung im Moment vielleicht gross ist. Ich fand ihren Auftritt sehr stark.»
Das ESC-Finale strahlt SRF 1 am Samstagabend um 21 Uhr aus. Blick.ch tickert die Show aus Wien live.