Darum gehts
- Drehstart zur neuen TV-Serie «The Death of Sherlock Holmes» im Oberwallis
- Die Hauptrolle des Meisterdetektivs spielt der bekannte Brite Rafe Spall
- Bei der internationalen Koproduktion sind SRF, Sky Schweiz und ARD Degeto dabei
Es ist eines der bisher bestgehüteten Geheimnisse der Literaturgeschichte: Meisterdetektiv Sherlock Holmes starb 1891 in der Geschichte «The Final Problem» im Kampf gegen Professor Moriarty beim Reichenbachfall im Berner Oberland, bevor ihn sein Erfinder Sir Arthur Conan Doyle (1859–1930) 1894 «wiederauferstehen» und nach London zurückkehren liess. Doch was ist in den drei Jahren dazwischen passiert?
Drehbuchautor André Küttel (57) und Regisseur Pierre Monnard (50), die schon bei den Kinofilmen «Platzspitzbaby» und «Hallo Betty» ein bewährtes Gespann bildeten, ergründen diese Frage nun in der historisch-fiktionalen Serie «The Death of Sherlock Holmes».
Premiere für 2027 geplant
Soeben haben im Binntal im Oberwallis die Dreharbeiten zur ersten Staffel begonnen, die sechs Folgen à je 45 Minuten umfasst. Der international erfolgreiche Brite Rafe Spall (43, «Life of Pi», «Jurassic World: Fallen Kingdom») spielt die Hauptrolle, die zentrale weibliche Figur Alma Kohler verkörpert die Zürcherin Deleila Piasko (35), bekannt aus den deutschen TV-Serien «Transatlantic» und «Die Zweiflers».
Zu sehen sind auch Marcus Signer (62), Dimitri Stapfer (37), Mike Müller (62), Marie Leuenberger (46), Susanne Kunz (47), Michael Neuenschwander (63) oder der deutsche Serien-Darsteller Rick Okon (37). Und der als Mundart-Musiker «Edb» bekannte Berner Dominic Geissbühler (23) kommt zu seinem Filmdebüt.
Verstärkt werden André Küttel und Pierre Monnard von Drehbuchautorin Simone Schmid (47, «Die Beschatter») und Regisseurin Claudia Bluemhuber (56, «Fallen»). Monnard drehte bereits Teile seiner Netflix-RTS-Serie «Winter Palace» von 2024 im Binntal.
Der Drehort ergab sich auch, weil es im Berner Oberland komplexer und teurer gewesen wäre, den Zustand der Zeit um 1890 herzustellen. Zurzeit sind inklusive Statisten rund 100 Personen am Filmset tätig.
Über die Handlung ist noch wenig bekannt. Auch zum Budget gibt es bisher keine Informationen. Es dürfte sich aber im tiefen zweistelligen Millionenbereich bewegen.
SRF und Sky Schweiz realisieren die internationale Koproduktion zusammen mit der Zuger Produktionsfirma Silver Reel sowie ARD Degeto. Nach mehrwöchigen Dreharbeiten im Wallis disloziert der Filmtross in den Vinschgau im Südtirol und später nach Regensburg in Bayern.
Die Ausstrahlung von «The Death of Sherlock Holmes» ist für 2027 geplant. Je nach Resonanz könnte auch eine Fortsetzung möglich sein.