Neue Fälle haben es in sich
Wie Marcus Signer zu Philip Maloney wurde

Philip Maloney löst vier neue, haarsträubende Fälle in vier Tagen. Der kurlige Privatdetektiv hat sich als TV-Serienheld etabliert.
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Lässt das Publikum stets wissen, was er denkt: Privatdetektiv Maloney.
Foto: Pascal Mora

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • TV-Serie «Philip Maloney» zeigt vier neue Folgen vor Ostern
  • Highlight: Folge «Nachbars Garten» mit Uke Bosse am 31. März
  • Hohe Zuschauerzahlen auf Play Suisse, neue Folgen geplant für Ende 2026
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Simone Reich
Tele

Vor 15 Monaten war er noch der Fernsehneuling. Und so manche fragten sich, ob der Whisky trinkende Privatdetektiv Philip Maloney am Bildschirm genauso überzeugen kann wie sonntagmorgens im Radio.

Heute wissen wir: Der Zigi rauchende Schnüffler funktioniert auch im TV wunderbar und gehört mittlerweile dazu wie das «Meteo»-Dach oder das «Happy Day»-Sofa. Dank guter Publikumsresonanz und hohen Zahlen beim zeitversetzten Streamen auf Play Suisse durfte sich Hauptdarsteller Marcus Signer (62) bereits wieder fleissig den bordeauxroten Ledermantel überziehen und vier neue, haarsträubende Fälle lösen.

Damit das Publikum besonders tief ins Maloney-Universum eintauchen kann, werden die neuen 30-minütigen Episoden an vier aufeinanderfolgenden Abenden vor den Osterfesttagen gezeigt. Für Maloney-Fans ein Grund zum Jubeln! Krimimuffel hingegen müssen für einmal auf «Puls», «Kassensturz», «Reporter» und «Einstein» verzichten.

Ein Artikel aus «Tele»

Das ist ein Beitrag aus «Tele». Das Fernsehmagazin der Schweiz taucht für dich nach den TV- und Streamingperlen.

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Doch Kurzweil ist garantiert, denn die neuen Fälle haben es einmal mehr in sich. Da sorgt etwa ein dubioser Hellseher für Stirnrunzeln (Folge 1), und ein toter Suppenkönig stellt nicht nur Maloney vor Rätsel (Folge 3). Superschräg ist auch der vierte Fall, in dem es um falsch kremierte Vierbeiner geht.

Highlight der neuen Folgen ist aber ganz klar Folge 2 «Nachbars Garten» (Ausstrahlung: 31. März). Das ist vor allem Uke Bosse als Maloneys Auftraggeber Herr Schulze zu verdanken. Selten erlebt man einen so unsympathischen Deutschen, dem man gleichwohl stundenlang beim Anschwärzen der Nachbarn zuschauen möchte.

Schräge Fälle, bissige Dialoge und ein Duo in Hochform

Besonders knackig sind die Dialoge dieser Folge. Vor allem, wenn der Polizist über sein neues Hobby fabuliert, das Gärtnern: «Meine Frau und ich engagieren uns jetzt im BDSM!» Und bevor man leer schlucken kann (BDSM umschreibt sonst sadomasochistische Sexualpraktiken), legt er gleich nach: «Beet, Dünger, Samen, Moos! Wir treffen uns einmal die Woche, und da geht ganz schön die Post ab!»

Bei aller Schrägheit der neuen Fälle bleibt eins stets gleich: das grossartige Zusammenspiel von Marcus Signer als Maloney und Stefan Kurt als dämlichem Polizisten Hugentobler. Die beiden umtänzeln sich verbal mit grosser Eleganz und Fingerspitzengefühl. Während es in den allerersten Folgen noch seltsam anmutete, dass die beiden (anders als im Radio) Mundart oder eben Bärndütsch sprechen, ist genau dies ein grosses Plus der TV-Serie geworden.

In den «Maloney»-Hörspielen spuckt der Polizist in jeder Folge seine Lieblingssätze aus: «Üble Sache, Maloney» und «Die Welt ist aus den Fugen!». Dass man diese beiden Floskeln nicht eins zu eins in die Mundart übersetzen kann, hat sich schnell gezeigt.

Doch die Autoren um Headwriter Pascal Glatz machen nun nicht etwa einen grossen Bogen, sondern aus der Not eine Tugend. Der Polizist beklagt sich nach wie vor oft und nachdrücklich über den miserablen Zustand unserer Welt. Doch anstatt, dass er sagt, sie sei aus den Fugen, philosophiert er: «I was für ere Wäut läbe mer, Maloney?» oder «D Wäut geyt vor d Hüng». Am schönsten ist jedoch: «D Wäut het e Sunnestich!»

Und Besserung der allgemeinen Weltlage ist nicht in Sicht: Ende 2026 soll es wieder neue Folgen geben.

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