Darum gehts
- SWR beendet nach 31 Jahren die Musikshow «Immer wieder sonntags»
- Emotionaler Abschied: Stefan Mross brach live mehrfach in Tränen aus
- Letzte Sendung: Best-of der Staffel am 13. September im Ersten
Eine Ära geht zu Ende: 21 Jahre lang führte Stefan Mross (50) durch die Musikshow aus dem Europa-Park Rust, nun zieht der Sender «Immer wieder sonntags» nach 31 Jahren Ausstrahlung den Stecker. Am Sonntag führte der Trompeter durch die letzte Livesendung. Und vergoss immer wieder Tränen.
«Es kommt eine Sendung auf uns zu, da weiss ich gar nicht, was auf mich zukommt», sagte er zu Beginn der Überraschungsshow. Er habe die letzten drei Tage im Hotel verbracht, er durfte nicht in seinem Wohnwagen neben dem Showgelände schlafen. «Sonst hätte ich zu viel mitbekommen.»
Francine Jordi und Beatrice Egli eröffneten Abschlusssendung
Francine Jordi (49), Ross Antony (51), Patrick Lindner (65) und Beatrice Egli (38) stimmten in Einspielern den Eröffnungssong «Immer wieder sonntags» an. Schlagerikone Peggy March (78) trug später ihren Hit «Memories of Heidelberg» abgewandelt als «Memories of Stefan Mross» vor.
Joelina Drews (30) und Achim Petry (52) nahmen für die Sendung den Song «Irgendwann, irgendwo, irgendwie (seh'n wir uns wieder)» von Jürgen Drews (81) neu auf und brachten auch eine Grussbotschaft vom «König von Mallorca» mit. «Ich habe dich immer bewundert, ich mag dich schrecklich gern», sagte er.
Kinderstimmen rührten Mross zu Tränen
Ein Chor brachte Mross dann aus der Fassung: Die Kinder sangen den Andreas-Bourani-Hit «Auf uns» mit einem speziell auf ihn umgedichteten Text. Die grösste Überraschung war, als das Volksmusikduo Marianne & Michael trotz Ruhestand die Bühne betrat. Dazu gab es Auftritte der Schlagergrössen Semino Rossi (64), Vanessa Mai (34) und Mross' Ex-Frau Stefanie Hertel (47). Andrea «Kiwi» Kiewel (61) meldete sich per Schalte aus dem «ZDF-Fernsehgarten». «Wir haben uns nie als Konkurrenten gesehen», sagte Mross zu ihr, in Anspielung auf die ähnlichen Ausstrahlungszeiten am Sonntagmittag.
Die Sendung schloss Mross mit dem Lied «Servus, pfüat Gott und auf Wiedersehn» seines Mentors Karl Moik (1938–2015). «Ich war ziemlich stark, und doch bin ichs am Schluss nicht mehr», sagte Mross unter Tränen. «Eigentlich wollte ich zum Schluss noch etwas sagen. Aber mir fällt nichts mehr ein.» Seine Partnerin Eva Luginger (38) stützte ihn in diesen schweren Sekunden. Seine letzten Worte in der Sendung: «Machts keine Dummheiten, bleibt alle schön gsund. Der Rest ist scheissegal. Vielen herzlichen Dank.»
Ganz vorbei ist die Ära «Immer wieder sonntags» noch nicht. Am 13. September strahlt das Erste ein Best-of der aktuellen Staffel aus.