Rainer Maria Salzgeber über Tod seines Vaters
«Dieser Moment hat mich zutiefst berührt und aufgewühlt»

Der Fernsehliebling reist für den «Donnschtig-Jass» durch die Schweiz. Er verrät, welches Vorurteil ihm immer wieder begegnet, wann er betet und wie es um Eifersucht steht. Ausserdem spricht er über die Beerdigung seines Vaters letzten Herbst.
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Der 56-jährige Moderator ist nach der WM wieder im Jassfieber: Bis Mitte August ist er jeden Donnerstag um 20.05 Uhr auf SRF 1 zu sehen – oder live an verschiedenen Spielorten.
Foto: SRF/Pascal Mora

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Salzgeber spricht über prägende Lebensereignisse und private Vorlieben
  • Salzgebers Lieblingsspiel ist Jassen, sein Lieblingsessen Raclette
  • Er besuchte 2026 mit der Familie die Hockey-Heim-WM in der Schweiz
Toni Rajic
Schweizer Illustrierte

Welches Ereignis hat Ihr Leben verändert?

Ein entscheidender Moment war sicher, als meine Frau in mein Leben trat. Das hatte die grössten Konsequenzen für meinen weiteren Lebenslauf.

Was wären Sie als Kind gerne geworden?

Zuerst Pilot und danach natürlich Fussballprofi. Heute pilotiere ich immerhin durch Fussballsendungen. Es hätte nicht besser kommen können.

Für wen haben Sie als Teenager geschwärmt?

Erich Burgener, der damalige Nati-Torhüter, war mein Kindheitsheld. Ein nahbares Idol aus dem eigenen Dorf prägt viel stärker als ein ferner Star.

Artikel aus der «Schweizer Illustrierten»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!

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Als Sie 16 waren: Wie hat Ihr Zimmer da ausgesehen?

Ziemlich unspektakulär mit Bett, Pult und dem üblichen Inventar von damals. Der Mittelpunkt war sicher die Stereoanlage – ein richtiger Hi-Fi-Turm.

Was haben Sie für einen Spitznamen?

Salzi. Dieser Spitzname hat sich vor allem mit meinem Umzug in die Deutschschweiz etabliert. Im Wallis kennt man solche Verniedlichungen von Namen eher weniger. Heute wird sogar schon mein Sohn auf dem Fussballplatz Salzi genannt.

Welches ist Ihr Lieblingsspiel?

Jassen. Das habe ich bereits als kleiner Bub in der Familie und später im Fussballclub oder Skilager gespielt. Durch meine Moderation beim «Donnschtig-Jass» begleitet es mich mittlerweile auch beruflich intensiv.

Welche Karten bevorzugen Sie?

Durch die Sendung beherrsche ich inzwischen beide. Wenn ich aber wählen kann, sind es die französischen.

Mit wem würden Sie gerne im Lift stecken bleiben?

Mit niemandem, da ein Lift kein Ort ist, an dem ich mich gerne aufhalte.

Wann haben Sie zuletzt geweint?

Das war im letzten Herbst bei der Beerdigung meines Vaters. Das war ein Moment, der mich emotional zutiefst berührt und aufgewühlt hat.

Was sollte auf Ihrem Grabstein stehen?

Mein Name und mein Geburts- sowie das Todesdatum. Eine Adresse oder andere Informationen braucht es ja dann nicht mehr (lacht).

Wer oder was wären Sie gerne nach Ihrer Wiedergeburt?

Ich selber. Da weiss ich wenigstens, was auf mich zukommt. Ich glaube, die grösste Stärke eines Menschen liegt darin, in sich selbst zu ruhen und authentisch durchs Leben zu gehen.

Wann haben Sie zuletzt gebetet?

Gestern. Ich bin zwar kein klassischer Kirchgänger, auch wenn wir als Familie ab und zu in die Messe gehen, aber das tägliche Beten gehört für mich dazu. Wenn man abends im Bett liegt, sich Gedanken über den Tag macht und das Erlebte reflektiert, ist das für mich eine Form des Betens.

Auf wen waren Sie zuletzt eifersüchtig?

Dieses Gefühl kenne ich nicht. Eifersucht bedeutet ja, dass man nicht zufrieden ist mit dem, was man hat. Ich konzentriere mich lieber auf das, was ich beeinflussen kann. Solch negative Emotionen rauben nur Energie und bringen nichts. Ich freue mich für andere, wenn sie Glück und Erfolg haben.

Wie viel sind Sie wert – in Franken?

Für die einen nicht einmal einen Franken, für die anderen unbezahlbar.

Was denken andere über Sie, was vielleicht gar nicht stimmt?

Leuten in der Öffentlichkeit wird vielfach eine gewisse Arroganz nachgesagt, so auch mir hin und wieder. Umso witziger ist es, dass dieser erste Eindruck rasch verfällt, wenn man mich kennenlernt (lacht).

Was lernen Sie gerade, was Sie noch nicht so gut können?

Aktuell möchte ich das Alphornblasen lernen. Da ich früher Klarinette gespielt habe, reizt mich diese Herausforderung sehr. Trauffer hat mir schon eine Manufaktur empfohlen, wo ich ein gutes herbekomme.

Haben Sie schon einmal eine Therapie gemacht?

Physiotherapie mache ich immer wieder, da ich beim Sport über die Stränge schlage – mit schmerzhaften Folgen.

Wofür geben Sie am meisten Geld aus?

Gutes Essen, Kleidung und Erlebnisse mit der Familie. Und derzeit gebe ich auch gerne Geld für Velo-Gadgets aus.

Welche drei Gegenstände nehmen Sie mit auf eine einsame Insel?

Einen Racletteofen, Käse und eine Flasche Wein. Und dann würde ich versuchen, so schnell wie möglich wieder wegzukommen, da ich überhaupt nicht gerne alleine bin.

Die Schweizer Illustrierte hat eine neue Podcast-Folge – hier reinhören:

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