Nach Festivalabsage
Reto Hanselmann will die Pride retten

Nach der Absage des Zurich Pride Festivals 2026 will Reto Hanselmann die Lücke füllen. Der Eventprofi plant eine grosse LGBTQ-Party am 20. Juni im Zürcher Kaufleuten mit Platz für mehrere Tausend Menschen
Kommentieren
1/8
Der Zürcher Partykönig Reto Hanselmann will eine Party nach der Pride-Demonstration organisieren. Das Bild zeigt ihn am Jubiläumsanlass der Zürcher Pumpstation im Jahr 2023.
Foto: Thomas Meier

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zurich Pride Festival 2026 abgesagt, Fokus auf Demo und Party am 20. Juni
  • Reto Hanselmann plant grosse LGBTQ-Party im Kaufleuten für mehrere Tausend Gäste
  • Zürcher Kaufleuten bietet Platz und Aussenbereich, ideal für nächtliches Tanzen
War diese Zusammenfassung hilfreich?
Externe Inhalte
Möchtest du diesen ergänzenden Inhalt (Tweet, Instagram etc.) sehen? Falls du damit einverstanden bist, dass Cookies gesetzt und dadurch Daten an externe Anbieter übermittelt werden, kannst du alle Cookies zulassen und externe Inhalte direkt anzeigen lassen.
RMS_Portrait_1114 (1).JPG
Michel ImhofTeamlead People

Das Zurich Pride Festival findet 2026 nicht statt. In diesem Jahr konzentriert man sich auf die Demonstration und die Party am 20. Juni, so der Beschluss der ausserordentlichen Generalversammlung des Vereins Zurich Pride vom vergangenen Dienstagabend. Der Zürcher Partykönig Reto Hanselmann (44) will diese Lücke nun füllen. 

«Dass das Zurich Pride Festival abgesagt ist, schockiert mich. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass ein so schöner, positiver Anlass nicht stattfinden kann», sagt der Veranstalter, der selbst mit einem Mann verheiratet ist, im Gespräch mit Blick. «Ich habe dort viele lustige Abende erlebt. Es herrschte immer die beste Stimmung. Nicht nur für queere Menschen, auch für viele Heterosexuelle, die der Szene positiv gesinnt sind.»

Hanselmann will seit langem queere Party organisieren

Solche Momente dürften in diesem Jahr nicht fehlen, sagt Hanselmann. Deshalb will er nun selbst aktiv werden und plant gemeinsam mit dem Zürcher Kaufleuten eine grosse Party nach der Pride-Demo. Mehrere Tausend Menschen finden im Event-Lokal Platz. «Es reizt mich seit vielen Jahren, eine queere Party zu organisieren», sagt er. «Ich würde mir damit einen Traum erfüllen.»

Im Kaufleuten organisiert Hanselmann nicht nur seine legendäre Halloween-Party, sondern auch seine Neunziger- und Nullerjahre-Partys. Für eine LGBTQ-Party nach der Pride-Demo sei die Location optimal: «Im Idealfall öffnen wir gleich nach der Demonstration, mit dem Hof gibt es auch einen Aussenbereich. Drinnen kann man bis in die Morgenstunden tanzen.»

Er will Zurich Pride unterstützen

Auch die finanziell angeschlagene Zurich Pride soll vom Anlass profitieren. «Ich bin für eine Zusammenarbeit offen. Aber auch ohne Abmachung ist für mich klar, dass ich den Anlass finanziell unterstützen will. In welchem Rahmen, weiss ich noch nicht.» Zudem will er Sponsoren, die ihn auch bei seinen anderen Partys unterstützen, mit ins Boot holen. «Dem Publikum soll etwas geboten werden. Es sollen auch hochkarätige Acts vor Ort sein. Ich denke da beispielsweise an Conchita Wurst.»

Die nächsten Tage werden für Hanselmann intensiv. «Alles muss sich in den nächsten Stunden konkretisieren. Die Vorbereitungszeit ist kurz. Meine Halloween-Party plane ich jeweils ein Jahr im Voraus», sagt er.

Mehrere Partys am selben Abend geplant

Auch der Verein Zurich Pride plant eine Party am selben Abend. Zudem hat das Kollektiv «Butches & Fags» am Vorabend und am Tag selbst die «Rush»-Party im Provitreff am Sihlquai angekündigt. «An diesem Samstag werden Tausende Menschen nach Zürich kommen, um für die Rechte der LGBTQ-Gemeinde zu demonstrieren. Da muss es genug Plätze geben, damit nicht alle nach der Demo nach Hause fahren müssen», so Hanselmann. «Wir müssen jetzt zusammenhalten, damit es bald wieder ein Festival geben kann.»

So viel bezahlt Reto Hanselmann den Reality-Stars
2:22
Katzenberger und Cordalis:So viel bezahlt Reto Hanselmann den Reality-Stars
Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen