Geld-Probleme
Zurich Pride Festival 2026 abgesagt

2026 wird es in Zürich kein Pride Festival geben. Die Generalversammlung entschied am Dienstag mit 140 Ja-Stimmen für die Absage. Grund sind finanzielle Schwierigkeiten und der Wunsch nach einer Neuausrichtung. Das habe aber keinen Einfluss auf die Demonstration.
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Die Zurich Pride fällt 2026 aus.
Foto: Liusheng / PR

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Blick-Informationen: Zürichs Pride Festival 2026 wurde abgesagt, beschlossen in der Generalversammlung Dienstag
  • Vorstand und 140 Mitglieder stimmten für Absage wegen Konzeptüberarbeitung
  • 32 stimmten dagegen, 13 enthielten sich, Party und Demo bleiben
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In diesem Jahr wird es in Zürich kein Pride Festival geben. Das wurde an der ausserordentlichen Generalversammlung des Vereins Zurich Pride am Dienstag entschieden. Die Vereinsmitglieder stimmten mit 140 Ja-Stimmen für einen Antrag, der sich dafür aussprach, im Jahr 2026 kein Festival durchzuführen.

«Manchmal braucht es eine Pause. Es braucht Zeit, um sich auf das Wichtigste zu besinnen und frische Energie zu tanken, um dann mit wiedergewonnener Kraft und frischen Ideen zurückzukehren. 2026 wird die Zurich Pride deshalb ohne Festival stattfinden», heisst es in der Medienmitteilung des Vorstandes. «Wir legen den Fokus stattdessen noch mehr auf die Demonstration, welche dieses Jahr unter dem Motto ‹Protect Trans Youth – Zugang schafft Zukunft› steht.», sagt Geschäftsleiterin Julia Müller. 

Vorstand befürwortete Absage

Der Vorstand hatte vorgängig empfohlen, dem Antrag zuzustimmen. Im kommenden Jahr plant man einen neuen Anlauf. 2027 will man stärker zurückkehren, auch mit einem besseren Konzept. «Am Ende hätten die angeschlagenen Finanzen des Vereins, Altlasten aus den Vorjahren, schwierige Rahmenbedingungen und fehlende Ressourcen, um als ehrenamtlich tätiger Vorstand gleichzeitig ein Festival zu planen und eine strategische Neuausrichtung aufzugleisen, den Ausschlag gegeben», so Müller weiter.

32 Personen stimmten gegen den Antrag, 13 Mitglieder enthielten sich. «Das Team soll Zeit zum Planen und Atmen haben, um eine Pride ins Leben zu rufen, die den neuen Werten entspricht und für die das Team gemeinsam brennt», hiess es im Antrag. Darin kommen auch Budgetstreitigkeiten zu Wort.

Demonstration und Party finden statt

Man habe rote Zahlen geschrieben und wegen des vorgeschlagenen kostenpflichtigen Ticketings viel Unmut aus der Community geerntet. Offenbar bestand im Februar noch keine Einigkeit über das diesjährige Budget. Im vergangenen Jahr waren mehrere langjährige Sponsoren abgesprungen. Die Pläne, das grösste Festival der Schweizer LGBTQ-Bewegung zu verkleinern, wurden vorerst abgelehnt.

«Die aktuelle wirtschaftliche und politische Unsicherheit wirkt sich auch auf das Engagement von Unternehmen aus. Einige Organisationen überprüfen derzeit ihre Ausgaben, insbesondere im Bereich Diversität und Inklusion. Diese Entwicklung betrifft mehrere gemeinnützige Akteur:innen und ist leider kein Einzelfall. Parallel dazu steigen Fixkosten und Anforderungen an Sicherheit und Infrastruktur kontinuierlich», argumentiert der Vorstand.

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Die LGBTIQ+-Community darf sich in diesem Jahr aber dennoch auf zwei Highlights freuen. Die kostenlose Pride-Demonstration und mindestens eine Pride-Party sollen wie gehabt stattfinden. «Die frei gewordene Zeit neben der Organisation der Demonstration werden der Vorstand und das OK der Zurich Pride nun nutzen, um frische Energie zu tanken und die neue Strategie auszuarbeiten, um dann 2027 mit neuen Ideen wieder ein Festival zu organisieren», so die Organisatoren.

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