Darum gehts
- Blick-Informationen: Zürichs Pride Festival 2026 wurde abgesagt, beschlossen in der Generalversammlung Dienstag
- Vorstand und 140 Mitglieder stimmten für Absage wegen Konzeptüberarbeitung
- 32 stimmten dagegen, 13 enthielten sich, Party und Demo bleiben
In diesem Jahr wird es in Zürich kein Pride Festival geben. Das wurde an der Generalversammlung am Dienstag entschieden. Die Vereinsmitglieder stimmten mit 140 Ja-Stimmen für einen Antrag, der sich dafür aussprach, im Jahr 2026 kein Festival durchzuführen.
Der Vorstand stimmte geschlossen für die Absage, nachdem er zuvor empfohlen hatte, dem Antrag zuzustimmen. Im kommenden Jahr plant man einen neuen Anlauf. 2027 will man stärker zurückkehren, auch mit einem besseren Konzept.
32 Personen stimmten gegen den Antrag, 13 Mitglieder enthielten sich. «Das Team soll Zeit zum Planen und Atmen haben, um eine Pride ins Leben zu rufen, die den neuen Werten entspricht und für die das Team gemeinsam brennt», hiess es in dem Antrag. In dem Antrag kommen auch Budgetstreitigkeiten zu Wort.
Demonstration und Party finden statt
Man habe rote Zahlen geschrieben und wegen des vorgeschlagenen kostenpflichtigen Ticketings viel Unmut aus der Community geerntet. Offenbar bestand im Februar noch keine Einigkeit über das diesjährige Budget. Im vergangenen Jahr waren mehrere langjährige Sponsoren abgesprungen. Die Pläne, das grösste Festival der Schweizer LGBTQ-Bewegung zu verkleinern, wurden vorerst abgelehnt.
Die LGBTIQ+-Community darf sich in diesem Jahr aber dennoch auf zwei Highlights freuen. Die kostenlose Pride-Demonstration und eine Pride-Party sollen wie gehabt stattfinden. Weitere Infos zur Absage wollen die Verantwortlichen in einer Medienmitteilung bekannt geben. Diese soll zu einem späteren Zeitpunkt am Dienstag oder Mittwoch veröffentlicht werden.