Alles noch viel schlimmer bei Zurich Fashion Week – Insider packen aus
«Da war auf jeden Fall Koks im Spiel»

Skandal um die Zurich Fashion Week: Kokain im Vorstand, vergessene Sponsorengeschenke und enttäuschte Gäste. Anonyme Insider und Society-Lady Vera Dillier erheben schwere Vorwürfe gegen die Führung. Wie lange bleibt das Team stumm?
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Tamy Glauser schweigt als Präsidentin des Vereins Zurich Fashion Week bis anhin zu den Vorwürfen.
Foto: Bild: Reto Turotti (szenemagazin

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Chaos bei der Zurich Fashion Week: Drogenvorwürfe und organisatorische Mängel schockieren Teilnehmer
  • Sponsor investierte 40'000 Franken, erhielt jedoch nur Leistungen im Wert von 10'000 Franken
  • 500-Franken-Busse wegen Kiffens in Luxushotel, enttäuschende Goodie-Bags sorgen für Verärgerung
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Flavia SchlittlerRoyal- und People-Expertin

Der Blick-Artikel über die verheerenden Zustände hinter den schönen Kulissen der Zurich Fashion Week schlägt weiter hohe Wellen. Und was jetzt ans Licht kommt, lässt tief blicken. Während der siebenköpfige Vorstand rund um Vereinspräsidentin Tamy Glauser (41) eisern schweigt, wird die Lage immer brisanter. Statt Beruhigung: neue Vorwürfe, neue Stimmen, neue Abgründe. Bereits bekannt: In einem Genfer Luxushotel soll gekifft worden sein, der Verein kassierte dafür eine symbolische Busse von 500 Franken. Sponsorengeschenke? Teilweise schlicht vergessen. Doch das scheint nur der Anfang zu sein.

Jetzt melden sich weitere Insider bei der Redaktion – anonym, aber mit brisantem Inhalt. Zwei voneinander unabhängige Quellen berichten von einem Vorstandsmitglied, das an mehreren offiziellen Anlässen komplett zugedröhnt gewesen sein soll. Vom Casting in Landquart bis zu den Shows in Zürich, unter anderem im Tramdepot und im Kongresshaus. «Diese Person war komplett zugekokst, völlig neben der Spur, hektisch und extrem unangenehm», heisst es. Und weiter: «Alles rund um diese Modeveranstaltung ist eine absolute Katastrophe.» Auch Society-Lady Vera Dillier bestätigt diesen Eindruck – und geht noch weiter: «Da war auf jeden Fall Koks im Spiel, das war klar. Und zwar nicht nur bei einer Person.»

Es wird immer schlimmer

Modeliebhaberin Dillier war eine Unterstützerin der ersten Stunde der Zurich Fashion Week, besuchte insgesamt fünf Events. Den ersten in St. Moritz GR, einen in Landquart GR und drei in Zürich. Ihr Fazit fällt vernichtend aus: «Jeder Anlass war schlimmer als der andere. Entweder es war kalt und dunkel oder wir mussten stundenlang mit einem Cocktail ohne Sitzmöglichkeit stehen. Die Ausnahme war in Landquart. Das war ein schöner, netter Event.» Besonders bitter: «Mir wurde im Vorfeld etwa viermal nachtelefoniert, ob ich mit Josef auch sicher Mitte Februar ins Kongresshaus komme. Am Schluss mussten wir um einen Sitzplatz kämpfen und ich wurde von Tamy angeschrien.» Das Casting in Genf liess das Paar sausen. «Man wollte uns da unbedingt als Gäste haben. Das Hotelzimmer von 400 Franken hätten wir aber selbst bezahlen müssen. Wir haben dann abgesagt.»

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Auch bei den versprochenen Goodie-Bags scheint einiges schiefgelaufen zu sein. Dillier vermutet sogar Diebstahl: «Es hiess immer, die Geschenke hätten pro Gast einen Wert von 2000 Franken. Am Schluss waren es ein paar lausige Müsterli wie aus der Apotheke und drei Getränke – Wasser, Bier und ein Saft.» Ein Gast, der 400 Franken für sein Ticket bezahlt hatte, sei entsprechend sauer gewesen. Blick gegenüber äussern sich weitere Involvierte, Gäste und Sponsoren, die von geklauten Produkten sprechen. Eine Szene vor dem Kongresshaus spricht Bände: «Da stand ein netter Obdachloser, dem ich meinen Goodie-Bag schenken wollte», erzählt Dillier. «Er hat abgelehnt. Er habe schon einen – er sei nicht brauchbar.»

Sponsoren sind sauer

Auch auf Sponsorenseite brodelt es gewaltig. Ein Partner berichtet, dass ein ganzer Karton mit Produkten im Kongresshaus schlicht vergessen ging und erst am Tag nach dem Event wieder auftauchte. Ein anderer Sponsor schreibt frustriert: «Wir haben 40'000 Franken bezahlt, die keine 10'000 wert sind. Ich frage mich, wer diese katastrophale Organisation noch unterstützt.» Der Vorwurf, der über allem schwebt: totale Unprofessionalität, organisatorisch wie zwischenmenschlich. Und während sich immer mehr Betroffene melden, bleibt die Führung der Zurich Fashion Week stumm – auch auf die neuen Vorwürfe angesprochen.

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