Darum gehts
- Zurich Fashion Week läuft vom 11. bis 15. Februar im Kongresshaus Zürich
- Gründer Remo Schmid wusste nichts von einem Statement zu seinem Abgang
- Event dauert erstmals fünf Tage mit internationaler Designerbeteiligung
Sie greifen nach den Modesternen, wollen sich einen Platz auf dem internationalen Fashionparkett sichern: Die Zurich Fashion Week steht an und dauert fünf Tage. Doch hinter den Kulissen soll es gewaltig brodeln.
Vom 11. bis 15. Februar präsentieren etablierte Schweizer Designer, Designerinnen und internationale Jungtalente ihre Kreationen auf den Catwalks. Pop-ups, Panels und royale Kleiderregeln stehen auf dem Programm im Zürcher Kongresshaus.
Gründer verlässt den Verein
Kurz vor dem Event sollen nun die Nerven blankliegen. Insider sprechen von massiven Missverständnissen. Mit der Konsequenz einer personellen Veränderung, wie Blick exklusiv erfahren hat – inklusive eines von Vereinspräsidentin Tamy Glauser (41) verfassten Statements an die OK-Mitglieder und die ZFW-Familie, wie sie diese anspricht.
Darin schreibt das Berner Model: «Wir möchten euch heute über eine wichtige Veränderung informieren: Unser Gründer Remo hat den Verein Zurich Fashion Week verlassen.»
Es sei wichtig, festzuhalten, dass die ZFW – so die Abkürzung – nur existiere, «weil Remo sie ins Leben gerufen hat. Seine Vision, sein Mut und sein persönliches Engagement haben den Grundstein für dieses Projekt gelegt. Dafür danken wir ihm von ganzem Herzen», so Glauser in ihrem Statement.
Ein weiterer Abgang
Das Komische an der Sache: Gründer Remo Schmid (39) hat im Gespräch mit Blick vom Donnerstagmittag offenbar keine Ahnung. Er sagt, nicht gewusst zu haben, dass er nicht mehr dabei sei – auch wenn es Gespräche in diese Richtung gegeben habe. Von Glausers Schreiben habe er ebenfalls nichts gewusst, er sei nicht im OK-Chat.
Gleichzeitig liegen Blick Auszüge aus einer Konversation zwischen Schmid und Glauser vor, die zeigt, dass die beiden bereits am Dienstag über die geplante Kommunikation gesprochen haben. Glauser sagt dazu auf Anfrage von Blick: «Wir haben die Angelegenheit bis Mittwoch besprochen, und er wünschte eine sofortige Kommunikation. Er hat sich entschieden zu gehen, weil es für ihn nicht mehr gestimmt hat, und wir haben uns im Guten getrennt.»
Er habe weder Verdruss noch negative Worte gegenüber dem Verein, so Schmid. Er sei zwar überrascht, dass das Statement nicht erst nach dem Event veröffentlicht worden sei. «Ich blicke auf wundervolle Momente mit der ZFW zurück, wofür ich sehr dankbar bin», so Remo Schmid, der «Prix Courage»-Gewinner von 2017. «Die Zurich Fashion Week wird garantiert ein voller Erfolg.»
Ob er nächste Woche selbst dabei sein wird, sei aber noch offen. Sicher nicht dabei sein wird hingegen der geplante Act von «JDS Art of Design».
«JDS hat abgesagt, das stimmt», so Glauser. «Für seinen Slot haben wir bereits einen anderen Act.» Jetzt gehe es in diesen letzten Tagen nur noch um die Zurich Fashion Week, «wir sind alle motiviert».