«Alleine geht es gar nicht»
Damit kämpft Patrizia Laeri seit dem Tod ihres Mannes

Zum internationalen Tag der Witwen spricht Patrizia Laeri über den schmerzlichen Verlust ihres Mannes. Dass Witwen neben der Trauer auch oft mit finanziellen Herausforderungen zu kämpfen haben, weiss die Fintech-Unternehmerin.
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Patrizia Laeri spricht offen über ihre Trauer.
Foto: Nathalie Taiana

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Patrizia Laeri (49) spricht über ihr Leben nach dem Tod ihres Mannes
  • Nachlassabwicklung dauerte über zwei Jahre, finanzielle Situation war belastend
  • Laeri betont: Frauen brauchen eigene Finanzen und ein persönliches Konto
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Sophie OferRedaktorin People

Vor rund zwei Jahren starb Patrizia Laeris (49) Ehemann an einem Hirntumor, kurz nachdem die beiden geheiratet hatten. 13 Monate lang kämpfte er gegen die Krankheit; für Laeri und ihre zwei Söhne ein tief tragisches und einschneidendes Erlebnis. 

«Gerade wenn man Kinder hat, probiert man einfach, zu funktionieren. Die Kinder wollen einen stark sehen und beobachten einen ganz genau», erklärt Laeri im Gespräch mit Radio SRF 1. Zum Internationalen Tag der Witwen spricht sie offen über ihr Leben nach dem Verlust.

«Trauer geht nicht einfach vorbei»

Seit dem Tod ihres Mannes lebt Laeri mit der Trauer, muss lernen, damit umzugehen und für sich herauszufinden, wie es weitergeht. Die Verantwortung, für ihre Kinder da zu sein, gibt ihr Halt und Kraft: «Eltern wachsen oft extrem über sich hinaus. Ich weiss über mich, dass ich ohne meine Kinder vollkommen abgestürzt wäre», erklärt sie. «Trotzdem trauert man auch innerlich. Diese Trauer geht nicht einfach vorbei. Man lernt, besser damit umzugehen – aber die Trauer bleibt.»

Auch auf die Unterstützung von Angehörigen aus ihrem Umfeld war Laeri in der herausfordernden Zeit angewiesen. «Das Umfeld, Freundinnen und die Frauennetzwerke, die für mich da waren und auch mit den Kindern halfen. Alleine geht es gar nicht», stellt sie fest. Jedoch erklärt sie: «Meine Eltern konnte ich aus gesundheitlichen Gründen nicht beanspruchen.»

«Situationen können schnell bedrohlich werden»

Einer für sie «sinnstiftenden» Arbeit nachzugehen, habe ihr aber auch geholfen: «Arbeiten hilft sehr beim Bewältigen von Traumata.» Laeri ist Fintech-Unternehmerin; ihre Plattform Ellexx soll insbesondere Frauen in Finanzfragen zur Seite stehen.

Auch sie selbst musste nach dem Tod ihres Mannes mit einer belastenden finanziellen Situation zurechtkommen: «Es kann lange dauern, bis der Nachlass geregelt ist. Bei mir dauerte es über zwei Jahre. In dieser Zeit hat man keinen Zugriff auf die gemeinsamen Konten.» 

Auch die Lohnfortzahlungen könnten ins Stocken geraten. «Witwen sind auf diese Zahlungen oft stark angewiesen, zumal Männer nach wie vor häufig mehr arbeiten und mehr verdienen. Besonders wenn man nicht verheiratet ist, können solche Situationen schnell bedrohlich werden.» Laeri betont, wie wichtig es für Frauen sei, immer ein eigenständiges Konto und eigene Finanzen zu haben.

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