Darum gehts
- Patrizia Laeri teilt berührenden Instagram-Post über Verlust ihres Partners 2024
- 391 Tage kämpfte ihr Partner gegen ein Glioblastom, verstarb in ihren Armen
- Über 2000 Kommentare auf Instagram zeigen Anteilnahme und persönliche Geschichten
Patrizia Laeri (48) ist bekannt für ihre inspirierenden Beiträge auf Instagram. Die Fintech-Unternehmerin, die Frauen zu finanzieller Unabhängigkeit ermutigt und stets ein strahlendes Lächeln zeigt, hat nun eine andere Seite von sich offenbart. In einem nachdenklichen Post schreibt sie: «Dieses Bild zeigt eine Unternehmerin.» Auf dem dazugehörigen Foto blickt sie ernst in die Kamera.
Doch so makellos das Bild wirkt, so unvollkommen sei die Realität, gibt Laeri zu: «Mein Leben ist es nicht.» Sie beschreibt, dass das Foto zwar eine starke Frau zeige, die sich in der männerdominierten Bankenbranche behauptet, aber auch vieles verberge – wie ihren schmerzhaften Verlust.
«Mit Fentanyl hantiert»
Am 13. Mai 2024 verlor Laeri ihren Lebenspartner an einen aggressiven Hirntumor, ein Glioblastom. 391 Tage lang kämpfte er gegen die Krankheit und verstarb schliesslich, wie sie in einem emotionalen Schwarz-Weiss-Foto enthüllte, «in ihren Armen». Ein Arzt hatte ihm vier Monate gegeben, doch er habe sich 13 erkämpft, schreibt sie. «Ich habe ihn bis zum Schluss unterstützt. Bis ich mit Fentanyl und Spritzen hantierte und er nicht mehr ass. Nicht mehr trank. Und ich Witwe war.»
Die Trauer habe sie verändert. «Ich bin nicht mehr die gleiche wie vor drei Jahren», gibt die ehemalige SRF-Journalistin zu. «Vielleicht ist nun genau das Verletzliche das stärkste an mir.» Sie beschreibt, wie sie heute mit einem «Parallelleben» zurechtkommen muss – dem sichtbaren Leben, das sie nach aussen führt, und dem echten, das von Schmerz und Verlust geprägt ist. «Ich spreche fortan mehr über beides», kündigt sie an und ruft ihre Community dazu auf, das eigene Leben in seiner Komplexität zu akzeptieren.
User sind gerührt von ihrer Offenheit
Die offene Botschaft der Unternehmerin berührt viele. In den Kommentaren auf Instagram zeigen sich zahlreiche Follower einfühlsam und teilen ihre Erfahrungen. «Danke für deine Offenheit. Es braucht unglaublich viel Kraft, diese ‹Parallelleben› zu führen», schreibt eine Nutzerin. Eine andere fügt hinzu: «Der Tod eines geliebten Menschen verändert alles. Man ist nie mehr derselbe Mensch wie zuvor.»
Patrizia Laeri bedankte sich in ihrem Post auch bei mehreren Organisationen, die sich mit Glioblastomen beschäftigen.