Darum gehts
- Marius Borg Høiby vor Gericht wegen 38 Anklagepunkten in Oslo erschienen
- Geständnisse zu Drogen, Fahrerlaubnis, Gewalt und Bedrohung mit Messer
- Prozess dauert bis 19. März, ihm drohen über zehn Jahre Haft
Der erste Prozesstag im Fall Marius Borg Høiby (29) ging schon jetzt in die Vollen. Eigentlich wurde der Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (52) erst am Mittwoch vor Gericht erwartet, doch er erschien bereits heute.
Während 24 Minuten verlas der Staatsanwalt Sturla Henriksbø die 38 Anklagepunkte. In den meisten Punkten plädierte der 29-Jährige auf nicht schuldig. Vorwürfe wie Geschwindigkeitsüberschreitungen, fahren ohne Fahrerlaubnis, schwere Drogenvergehen oder den Verstoss gegen eine einstweilige Verfügung gab er zu. In Bezug auf die schwere Körperverletzung machte er ein teilweises Schuldeingeständnis.
Marius Borg Høiby wirkt gelangweilt, Anwältin wirkt emotional
Høiby wirkte gemäss Berichten aus Oslo teilweise genervt und gelangweilt, als man ihm die Anklagepunkte vorlas. Als seine Anwältin ihr Eröffnungsplädoyer vorträgt, soll sie emotional gewirkt haben. Borg Høiby hingegen sass währenddessen neben ihr, kaute Kaugummi und liess seinen Nacken knacken. In der Hand hielt er stets einen Rosenkranz, eine Art Talisman zur Beruhigung. Da Marius Borg Høiby am Sonntag in Oslo eine Person mit einem Messer bedrohte und daraufhin verhaftet wurde, befindet er sich derzeit in Untersuchungshaft. Nicht nur wirkte der junge Adoptiv-Royal nicht nur fast desinteressiert am geschehen, er tauchte auch in drei verschiedenen Outfits an, von einem brauen Pullover über ein weisses Hemd bis hin zu einem weissen T-Shirt.
Am Dienstag machten die ersten mutmasslichen Opfer von Marius Borg Høiby bereits Zeugenaussagen. Ebenfalls wurden erste Beweisvideos gezeigt, die von der Anklage vorgelegt wurden.
Am Mittwoch soll Marius Borg Høiby selbst in den Zeugenstand treten. Der Prozess dauert voraussichtlich noch bis zum 19. März. Bei einer Verurteilung könnten dem Sohn der norwegischen Kronprinzessin mehr als zehn Jahre Haft drohen.