«Ich muss die Verantwortung dafür übernehmen»
Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit ist in den Epstein-Files aufgetaucht

Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit gerät unter Druck: Ihr Name taucht «mehrere hundert Male» in den Epstein-Files auf. Der Palast bestätigt Treffen mit dem verurteilten Sexualstraftäter zwischen 2011 und 2014.
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In den neu veröffentlichten Epstein-Files tauch Mette-Marits Name auf.
Foto: imago/PPE

Darum gehts

  • Epstein-Files: Mette-Marit hatte mehrfach Kontakt mit Jeffrey Epstein
  • Norwegischer Hof bestätigt vier Tage Aufenthalt im Epsteins Haus 2013
  • Ihr Name taucht «mehrere hundert Male» in den Akten auf
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Sophie OferRedaktorin People

Mette-Marit hat aktuell viel um die Ohren: In drei Tagen beginnt der Prozess gegen ihren Sohn Marius Borg Høiby (29). Ausserdem kämpft sie mit ihrer Lungenkrankheit. Doch damit nicht genug: In den neu veröffentlichten Epstein-Files tauchen jetzt Beweise auf, dass Mette-Marit Kotakt zu Epstein hatte. Ihr Name tauche «mehrere hundert Male» in den Akten auf, so die norwegische Zeitung «VG», die die Dateien durchgesehen hat.

Epstein habe der Kronprinzessin mit einem Zahnarzttermin in den USA geholfen. Ausserdem soll sie 2013 mehrere Tage in seinem Haus in Palm Beach (USA) verbracht haben. Damals war sie bereits seit 12 Jahren die Frau von Kronprinz Haakon (52). Der norwegische Hof hat es mittlerweile bestätigt: «Sie hat sich dort mit einer Freundin vier Tage lang aufgehalten.»

«Wie ist das Inselleben?»

Die Kommunikation zwischen Mette-Marit und Epstein begann laut dem Bericht schon Jahre zuvor. In den Akten sei zu sehen, dass Mette-Marit immer wieder mit Epstein in Kontakt gewesen sei. 2011 wünschte Epstein ihr Frohe Weihnachten; sie fragte ihn: «Wie ist das Inselleben?» Im April 2012 planten sie ein Treffen in Paris; im November wollte er sie in Oslo besuchen. Es gab Gespräche über Bücher. Es folgten Gespräche und weitere Nachrichten bis Juni 2014. 

Der Hof erklärte, dass Mette-Marit um 2014 den Kontakt zu Epstein abbrach, weil sie das Gefühl hatte, Epstein wollte sich mit dem Kontakt zu ihr Vorteile verschaffen. Mette-Marit entschuldigte sich mehrmals für ihr Verhalten und bestand darauf, nichts über das Ausmass der Straftaten gewusst zu haben.

Gegenüber der Zeitung «VG» sagte sie: «Jeffrey Epstein ist selbst für seine Taten verantwortlich. Aber ich muss die Verantwortung dafür übernehmen, dass ich seinen Hintergrund nicht besser überprüft hatte und nicht schnell genug gesehen habe, welch ein Mensch er ist. Ich entschuldige mich dafür aufrichtig. Es zeigt, dass ich ein schlechtes Urteilsvermögen hatte und ich bedauere sehr, überhaupt Kontakt mit ihm gehabt zu haben. Es ist einfach peinlich.»

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