Darum gehts
- Marius Borg Høiby steht ab 3. Februar 2026 in Oslo vor Gericht
- Er ist in 32 Punkten angeklagt, darunter vier Vergewaltigungen
- Das Verfahren umfasst 24 Verhandlungstage mit 53 Zeugen bis März 2026
In wenigen Tagen ist es soweit: Der royale Skandal rund um Marius Borg Høiby (29) landet vor Gericht. Am Dienstag beginnt in Norwegen der Prozess gegen ihn.
Der Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit (52) ist in 38 Punkten angeklagt, darunter schwerwiegende Gewalt- und Sexualverbrechen. Worum genau es geht und wie der Prozess ablaufen wird, fasst Blick für euch zusammen.
Wer ist Marius Borg Høiby?
Marius Borg Høiby ist der älteste Sohn der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit. Sie brachte ihn aus einer Beziehung vor ihrer Ehe mit Kronprinz Haakon (52) mit. Sein Vater ist der Unternehmer Morten Borg. Er wuchs zunächst bei seiner Mutter, später bei dem Königspaar auf – mit seinen Halbgeschwistern Prinzessin Ingrid Alexandra (22) und Prinz Sverre Magnus (20). Marius Borg Høiby trägt keinen Adelstitel und gehört nicht zur Thronfolge. Trotzdem steht er als Mette-Marits Sohn in der Öffentlichkeit und wird als «Skandal-Prinz» bezeichnet.
Warum genau steht er vor Gericht?
Marius Borg Høiby ist in 38 Punkten angeklagt, darunter vier Vergewaltigungen, Misshandlung in engen Beziehungen, Körperverletzung, illegales Filmen, Verstösse von Kontaktverboten, Sachbeschädigung und Bedrohungen. Dem Staatsanwalt Sturla Henriksbø zufolge haben die Straftaten im Zeitraum von 2018 bis 2025 stattgefunden. Es wird weiter gegen Høiby ermittelt. Die ersten Anschuldigungen gegen Mette-Marits Sohn waren 2024 laut geworden und bestimmen seither regelmässig die Schlagzeilen.
Wann und wo findet der Gerichtsprozess statt?
Der Prozess beginnt am 3. Februar 2026 im Bezirksgericht Oslo (Norwegen). Das öffentliche Verfahren soll planmässig sieben Wochen dauern und aus 24 Prozesstagen bestehen, während der 53 Zeugen angehört werden – darunter Ex-Freundinnen des Angeklagten. Das voraussichtliche Ende des Prozesses wäre in diesem Fall der 19. März 2026. Die Verhandlungen finden jeweils dienstags bis freitags statt. Es ist zu erwarten, dass das Urteil erst einige Wochen nach Ende des Prozesses verkündet wird.
Welche Strafe droht ihm?
Für die schwersten Anklagepunkte (insbesondere die Vergewaltigungen) drohen Marius Borg Høiby nach norwegischem Recht bis zu zehn Jahre Haft. Dies gilt im Falle einer Verurteilung. Falls er für mehrere dieser schwerwiegenden Straftaten schuldig gesprochen wird, könnte er auch über 10 Jahre Haftstrafe bekommen.
Was sagt Marius Borg Høiby selbst zu den Anklagepunkten?
Marius Borg Høiby hat seine Schuld in einzelnen Anklagepunkten zugegeben. Dabei geht es vor allem um Vorwürfe im Zusammenhang mit Drogen. Schon im Sommer 2024 räumte er ein unter Alkohol- und Kokain-Einfluss gegenüber seiner damaligen Freundin gewalttätig geworden zu sein und Gegenstände in ihrer Wohnung beschädigt zu haben. In einer Stellungnahme berichtete er damals von psychischen Problemen; ausserdem habe er schon länger mit Drogenmissbrauch zu kämpfen. Die schwerwiegendsten Anklagen bezüglich Gewalt- und Sexualstraftaten weist er bis heute zurück und wird diese vor Gericht bestreiten.
Hat das norwegische Königshaus Stellung bezogen?
Bisher waren die Stellungnahmen eher verhalten. Man betonte die Trennung von Familienangelegenheiten und Justiz. Man habe Mitgefühl mit allen Betroffenen. Ausserdem seien die Ermittlungen noch am Laufen. Mutter Mette-Marit und Kronprinz Haakon werden im Übrigen nicht als Zeugen vor Gericht geladen. Laut dem Staatsanwalt gebe es keinen Anlass, das Paar unnötig in den Fall zu verwickeln.