Darum gehts
Am 3. Februar 2026 startet der Prozess gegen den Sohn von Norwegens Kronprinzessin Mette-Marit. Marius Borg Høiby muss sich unter anderem wegen mehrfacher Vergewaltigung verantworten. Dabei könnten die Aussagen seiner Ex-Freundinnen besonders viel Gewicht haben.
Marius Borg Høiby konnte sich lange vor einer Anklage drücken, dabei wiegen die Taten, die man dem Sohn von Kronprinzessin Mette-Marit (51) vorwirft, schwer. Die norwegische Staatsanwaltschaft klagt den 28-Jähringen unter anderem wegen mehrfacher Vergewaltigung, Misshandlung und Körperverletzung an. Am 18. August 2025 verkündete Staatsanwalt Sturla Henriksbø dann, dass man dem Stiefsohn von Kronprinz Haakon von Norwegen (52) den Prozess machen werde. «Die Tatsache, dass Marius Borg Høiby Teil der königlichen Familie ist, (...) sollte keinen Einfluss auf die Frage der Anklage und einer möglichen Bestrafung haben», stellte Staatsanwalt Henrisksbø an einer Pressekonferenz klar.
Nun könnte es richtig ernst werden für den Party-Prinzen, der gar keinen richtigen Adelstitel trägt. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. Die Schlinge um seinen Hals zieht sich vor allem wegen dieser drei Frauen immer weiter zu: Anniken Jørgensen (29), Caroline Nitter (27) und Sophie Elise Isachsen (30) kündigten laut der norwegischen Zeitschrift «VG» an, gegen Marius Borg Høiby in den Zeugenstand zu treten.
Høiby habe getreten, gewürgt geschlagen und geschrien
Jørgensen, Nitter und Isachen waren zwar nie mit Marius Borg Høiby zusammen, sie kennen ihn aber bestens – vor allem aber sind sie eng mit seiner Ex-Freundin Nora Haukland (28) befreundet. Wir erinnern uns: Nora Haukland ist die Frau, die im August 2024 gewaltsam von Høiby attackiert wurde und danach ins Spital musste. Høiby wurde daraufhin von der Polizei verhaftet.
Später berichtete Nora Haukland, von Marius Borg Høiby «getreten, gewürgt und mit der Faust ins Gesicht geschlagen» worden zu sein. «Aber das Schlimmste war das Psychische, das Schreien, die Drohungen.» Laut der Zeitung «VG» werden Hauklands Freundinnen vor Gericht die Aussagen stützen und das Martyrium bestätigen. Diese Aussagen könnten so viel Gewicht haben, dass es für eine Verurteilung und eine Gefängnisstrafe reicht, sind sich Experten in Norwegen sicher.
23 Anklagepunkte – bis zu zehn Jahre Haft möglich
Das Verfahren von Marius Borg Høiby entwickelt sich zum Monsterprozess. Er wird fünf Wochen dauern und mehr als 40 Zeugen werden vor Gericht aussagen, berichtet die Zeitschrift «VG». Angehörige sowie Freunde der Opfer, Gardisten, ein Psychologe sowie Polizeibeamte und Freunde des Angeklagten werden sich wohl zu den Vorwürfen äussern. Borg Høiby ist in 23 Punkten angeklagt, sollte es zu einer Verurteilung kommen, drohen im bis zu zehn Jahre Gefängnis.
Die Liste der Anklagepunkte gegen Marius Borg Høiby
- Vergewaltigung mit Geschlechtsverkehr
- Vergewaltigung ohne Geschlechtsverkehr (2x)
- Sexuell anstössigen Verhaltens (4x)
- Misshandlung in engen Beziehungen
- Körperverletzung (2x)
- Sachbeschädigung
- Bedrohung
- Verstösse gegen ein Kontaktverbot (5x)
- Beleidigung eines Polizisten
- Verstösse gegen das Strassenverkehrsgesetz (5x)