Hecht überrascht mit spontanem Auftritt
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Vor Blick-Redaktion:Hecht singt spontan «Charlotta»

Hecht wollen 2027 das Zürcher Letzigrund füllen
«Eine absolute Katastrophe wird das garantiert nicht»

Am 12. Juni 2027 spielen Hecht ihr bisher grösstes Konzert im Zürcher Letzigrund. Frontmann Stefan Buck (46) und Gitarrist Christoph «Chregu» Schröter (46) sprechen über ihr grosses Unterfangen, Trauffer, den Bandzusammenhalt und den Ballermann.
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Hecht treten 2027 im Zürcher Letzigrund auf. Von links: Daniel Gisler, Christoph «Chregu» Schröter, Stefan Buck, Chris Filter und Philipp Morscher.
Foto: Raphaël Dupain

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Meilenstein für Hecht! Die Luzerner Gruppe wird im Stadion Letzigrund in Zürich ihren grössten Auftritt überhaupt geben. Am 12. Juni 2027 ist es so weit. Erst wenige Schweizer Acts gaben dort ein Konzert.

Blick: Hecht im Letzigrund tönt nach Spektakel. Werden Sie wie Pink übers Publikum fliegen?
Stefan Buck: Darüber haben wir oft nachgedacht, das ist uns eingefahren (lacht). Allgemein zu sehen, wer da schon gespielt hat: von Ed Sheeran über Bruce Springsteen und Taylor Swift bis Coldplay. Ich wohne wenige Hundert Meter vom Letzigrund entfernt und höre jeweils die Soundchecks. Das ist schon eindrücklich. Grösser gehts in der Schweiz nicht.

Sind Coldplay Ihre Konzert-Idole?
Buck: Natürlich können die sich für ihre Produktion Dinge leisten, an die wir nicht annähernd herankommen. Aber es ist beeindruckend, wie sie die Nähe in Stadien aufbauen. Das machen sie extrem gut und ist auch unser Anspruch: gross, aber nah bei den Menschen zu sein.

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Hecht spielen 2027 im Zürcher Stadion Letzigrund.
Foto: Raphaël Dupain

Wie lange haben Sie sich den Schritt in den Letzigrund überlegt?
Christoph «Chregu» Schröter: Mega lange, da haben wir wirklich eine Weile herumstudiert. Das war aber auch schon so, als wir uns 2019 den Schritt ins Hallenstadion überlegten.
Buck: Wir haben auch extrem viel gerechnet. Wie viele Menschen müssen kommen, damit das nicht ein komplettes Desaster wird? Wir wollen uns ja nicht in den Ruin treiben. 

Wie gross ist die Angst, dass es nicht voll wird?
Buck: Wir haben eine so gute Verbindung zu unseren Fans wie noch nie. Das merkten wir auf unserer diesjährigen Tour extrem, und das hat uns die Angst genommen. Eine komplette Katastrophe wird das meiner Meinung nach garantiert nicht.

2011 spielten Sie das erste Konzert von Hecht im Zürcher Lokal La Catrina vor 100 Menschen. 15 Jahre später spielen Sie im Stadion. Was ist Ihr Schlüssel zum Erfolg?
Schröter: Damit man Hecht versteht, muss man an ein Live-Konzert kommen. Das war schon bei unserem ersten Konzert so, als unser heutiges Label uns gesehen hat. Da haben sie verstanden, was die Idee von dieser Band ist.

Wachsen mit dem Erfolg auch der Druck und die Diskussionen innerhalb der Band?
Schröter: Ich denke nicht, dass der Erfolg einen grossen Einfluss hat. Aber bei kreativen Prozessen gibt es immer Dynamiken. Bei Hecht haben wir das grosse Glück, dass wir seit 15 Jahren immer an den Punkt kommen: «Ja, voll geil, so lösen wir das.» Und dass wir alle das grosse Ziel vor Augen haben.
Buck: Das ist wirklich eine Stärke von uns. Wir diskutieren wirklich jeden Mist aus. Das ist zwar manchmal grausam anstrengend, aber es kommt immer eine gute Lösung und die beste für Hecht heraus. Was der Erfolg aber definitiv mitbringt, ist eine riesige Arbeit. Das ist nicht selbstverständlich, dass alle Mitglieder diesen so mittragen.

Persönlich: Hecht

Hecht wurde 2000 unter dem Namen Seng gegründet, 2010 folgte der Fokus auf Mundartmusik und 2011 die Umbenennung. 2013 gewann die Truppe den ersten Swiss Music Award als «Best Talent National». 2017 folgte mit den Songs «Charlotta» und «Kawasaki» der grosse Durchbruch. 2019 spielten Hecht erstmals im Hallenstadion, der Gig war ausverkauft. 2022 und 2026 spielten die achtfachen Swiss-Music-Award- und zweifachen Prix-Walo-Preisträger ebenda, in diesem Jahr zusätzlich in der Basler St. Jakobshalle und in der Berner Festhalle. Nach dem Mega-Erfolg des 2025 erschienenen Lieds «Mon Amour» folgt der nächste grosse Hecht-Streich im Stadion Letzigrund in Zürich.

Vier Preise nahmen Hecht am Swiss Music Award 2026 entgegen.
IMAGO

Hecht wurde 2000 unter dem Namen Seng gegründet, 2010 folgte der Fokus auf Mundartmusik und 2011 die Umbenennung. 2013 gewann die Truppe den ersten Swiss Music Award als «Best Talent National». 2017 folgte mit den Songs «Charlotta» und «Kawasaki» der grosse Durchbruch. 2019 spielten Hecht erstmals im Hallenstadion, der Gig war ausverkauft. 2022 und 2026 spielten die achtfachen Swiss-Music-Award- und zweifachen Prix-Walo-Preisträger ebenda, in diesem Jahr zusätzlich in der Basler St. Jakobshalle und in der Berner Festhalle. Nach dem Mega-Erfolg des 2025 erschienenen Lieds «Mon Amour» folgt der nächste grosse Hecht-Streich im Stadion Letzigrund in Zürich.

Ihr Song «Mon Amour» wurde seit seiner Veröffentlichung im Mai 2025 zu Ihrem grössten Hit und wird gecovert und international gespielt und läuft sogar am Ballermann. Waren Sie schon da?
Schröter: Ich war noch nie dort.
Buck: Ich auch nicht. Ich glaube, das wäre nicht mein Ding, und ich stelle mir Ferien ganz anders vor. Aber die Leute haben sicher eine gute Zeit dort. 

Sie haben öffentlich angeprangert, dass die Influencer Aditotoro, Marc Eggers und Paul Frege eine eigene Ballermann-Version von Ihrem Song gemacht haben, ohne die Erlaubnis einzuholen. Wie schwer war dieser Schritt?
Buck:
Wir sind eine harmonische Band und haben mit keinen anderen Acts Streit. Uns war es aber wichtig, zu unseren Werten zu stehen. Die Diskussionen liefen sehr gut ab, wir haben einen Vorschlag gemacht und wurden sehr fest verstanden. Jetzt kommen die Einnahmen dieser Version «Ärzte ohne Grenzen» zugute, und damit können wir sehr gut leben.

Im Sommer spielen Sie drei Festivalshows, dann kommt bis zum Letzi-Auftritt lange nichts. Warum?
Buck: Wir gehen jetzt voll in die Planung, die ist intensiv, und es wird über alles diskutiert. Aber meine Erfahrung zeigt: In einer Zeit, in der ich denke, dass sie eher ruhig wird, fallen dann andere Arbeiten an. Jetzt steht das Kreative wieder an. Neue Songs schreiben und aufnehmen, damit es auch neue Musik für den Letzigrund gibt.
Schröter: Und Zeit für Freunde und Soziales. Jetzt waren wir neun Monate voll mit Album und Tournee beschäftigt, und unser Sozialleben war die Band. Was ja auch schön ist, aber jetzt können wir für einige Wochen wieder das andere Leben geniessen.

Haben Sie Tipps von anderen Letzigrund-Künstlern geholt?
Buck: Ich durfte mich glücklicherweise schon mit Marc Trauffer austauschen, der auch schon im Letzigrund spielte. 

Hecht kündigt Mega-Konzert an
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Live im Letzigrund:Hecht kündigt Mega-Konzert an

Was haben Sie mitgenommen?
Buck: Dass man im Vergleich zum Hallenstadion ganz anders mit den Leuten kommunizieren muss. Ein Witz, der im Hallenstadion funktioniert, kommt in einem Letzigrund mit über dreimal so vielen Leuten vielleicht nicht gleich gut an.

Was können Sie jetzt schon übers Konzert verraten? Gibt es schon Gäste?
Buck: Also für Roger Federer und seine Familie haben wir schon Tickets reserviert (lacht). Im Ernst: Es ist noch zu früh, um ins Detail zu gehen. Ich kann aber verraten, dass die Idee ist, eine Art Rückblende zu unseren Anfängen und zu unserem Werdegang zu machen. Wir haben beispielsweise eine selbst gebastelte Leuchtschrift aus unseren Anfangszeiten, die unbedingt Teil der Produktion werden soll. Mehr will ich aber nicht verraten.

Was ist Ihr Ziel für den Letzi-Gig?
Buck: Erstens: dass es bei rund 50'000 Menschen allen gut geht. Zweitens: dass wir am Ende wissen, wir haben alles gegeben, um eine geile Show zu machen.

Und dann zufrieden zu Hause nebenan ins Bett zu fallen.
Buck: Das wäre ja langweilig. Wir haben uns Folgendes überlegt: Falls wir das Konzert irgendwie ausverkaufen, werden wir wie internationale Topstars in einem geilen Hotel übernachten. 

Und wie Taylor Swift mit dem Helikopter in den Letzi fliegen?
Buck: Das ist dann vielleicht schon etwas zu viel. Aber vielleicht in einem verdunkelten Car fahren.

Wenn im Sommer 2027 der Letzi-Gig vorbei ist, folgt dann die grosse Leere?
Schröter: Wahrscheinlich erst mal schon. Jetzt arbeiten wir jahrelang auf diese Stadionshow hin. Aber ich bin mir sicher: Ideen für coole Sachen gehen uns nicht aus.
Buck: Vielleicht kehrt nicht nur Leere, sondern auch ein bisschen Ruhe ein. Vielleicht haben wir, wenn wir dieses grosse Ziel erreicht haben, Zeit für ein etwas anderes Album. Aber das werden wir sehen. Jetzt blicken wir auf den Letzigrund. Da haben wir das Gefühl: Wenn nicht jetzt, dann wirklich nie. Es mag eine blöde Idee sein, aber jetzt ist sie am wenigsten blöd. Es ist der perfekte Zeitpunkt.

Der Vorverkauf für den Mega-Gig von Hecht startet am Freitag 12. Juni 2026 um 12 Uhr bei Ticketcorner, Karten gibts ab 127 Franken. Schon zwei Tage zuvor finden Presales statt. Infos: hechtimnetz.ch und gadget.ch. Blick ist Medienpartner des Events.  

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