Darum gehts
- Hecht und Influencer klären Streit um deutsche Version von «Mon Amour»
- Einnahmen der Influencer-Version gehen auf Wunsch der Band an Ärzte ohne Grenzen
- Hecht-Frontmann forderte Ende April die Löschung wegen fehlender Erlaubnis
Glückliches Ende im Zoff um den Hecht-Hit «Mon Amour». Die drei Influencer Marc Eggers (39), Aditotoro (Adrian Vogt, 27) und Paul Frege (29) haben eine hochdeutsche Version des Liedes der Luzerner Band Hecht rausgegeben. Weil sie aber nicht um Erlaubnis gefragt haben, forderte Hecht-Frontmann Stefan Buck (44) öffentlich die Löschung der Kopie. Bis jetzt! Nun scheinen die Wogen geglättet. Die beiden haben eine Lösung gefunden.
«Zuerst einmal möchten wir uns bei Hecht und allen Schweizer Fans entschuldigen», beginnen Aditotoro, Marc Eggers und Paul Frege in ihrem Statement-Video. Dann sagen sie: «Wir haben uns die Hand geschüttelt und mit Hecht eine tolle Lösung gefunden. Unsere Version darf online bleiben und der Wunsch der Band war, unsere Einnahmen an Ärzte ohne Grenzen zu spenden.»
Die drei Influencer haben sich somit persönlich bei Hecht entschuldigt, dass sie nicht vorab gefragt haben. «Da geht viel Liebe an die Band raus, da sie ein offenes Ohr hatten und wir ehrlich über das ganze Thema reden konnten.» Und weiter: «Es zeigt Grösse, wenn man eine Entschuldigung annimmt, miteinander redet und zusammen eine Lösung findet und positiv in die Zukunft schaut. Wir denken, gerade in der heutigen Zeit ist sowas so wichtig wie nie.»
Hecht ergänzen in ihrem Statement: «Wir finden es schön, dass sie sich entschuldigt haben. Für uns ist das Thema damit abgeschlossen und wir freuen uns jetzt riesig auf die kommenden Hallenshows der Lovers-Tour.»
Zwist um Bearbeitung
Ende April verlangte Stefan Buck öffentlich die Löschung der Ballermann-Version des Songs der drei Influencer. «Sie haben uns nicht gefragt», sagte der Hecht-Frontmann in einem Video auf Instagram. «Wenn man einen Song von Mundart ins Hochdeutsche übersetzt, ist das eine Bearbeitung. Und bei einer Bearbeitung müssen die Urheber eigentlich immer ihr Einverständnis geben.» Dass die zweifachen Prix-Walo-Preisträger nicht um Erlaubnis gefragt wurden, gehe gegen ihre Werte. Deshalb forderte die Band die Influencer auf, die Version von allen Plattformen zu nehmen.
Dass Eggers, Frege und Aditotoro diverse Videos mit dem Hit, unter anderem vom Ballermann, ins Netz stellten, war für Buck unverständlich. «Ich schreibe die Songs mit wirklich mega viel Aufwand und Leidenschaft. Und dass einfach Leute das dann nehmen, zu ihrem Inhalt machen und damit Tausende von Videos erstellen, ist nicht das, was wir wollen.» Gegen andere Bearbeitungen hatte die Bands nichts, solange sie gefragt wurde. So hat Ballermann-Star Tobee (40) bereits eine Version veröffentlicht und auch die Volksmusik-Interpretation vom Schwyzer Ländler-Trio Rusch-Büeblä sei freigegeben worden, so Buck.