Darum gehts
- Mallorca erwartet am 12. August 400'000 zusätzliche Besucher wegen Sonnenfinsternis
- Polizei, Soldaten und Strassensperren im Einsatz wegen Menschenmassen und Waldbrandgefahr
- Finsternis in Palma: Beginn 19.38 Uhr, totale Dunkelheit dauert 1 Minute 36 Sekunden
Die totale Sonnenfinsternis vom 12. August bringt Mallorca in den Ausnahmezustand. Die Baleareninsel bietet die besten Plätze Europas, um das Himmelsspektakel zu erleben. Knapp eine Million Menschen leben auf der Baleareninsel. Im August kommen rund eine Million Touristen. Mit dem Eclipse-Wahnsinn sind es weitere rund 400'000 Menschen, die das Naturphänomen sehen wollen, das es zuletzt 1999 gab. Für die Insel wird es zum ultimativen Stresstest.
Polizei, Rettungskräfte und Soldaten stehen bereit. Denn es geht nicht nur um die Menschenmassen. Mallorca kämpft gleichzeitig mit extrem hoher Waldbrandgefahr. Naturgebiete werden gesperrt, Soldaten helfen bei Strassensperren und Verkehrskontrollen. Das Sicherheitsdispositiv ist entsprechend riesig.
Schweizer Stars erleben es vor Ort
In Mallorcas Hauptstadt Palma beginnt die Finsternis um 19.38 Uhr. Um 20.31 Uhr wird es für 1 Minute und 36 Sekunden dunkel – dann steht der Mond komplett vor der Sonne. Kurz danach ist Schluss: Um 20.44 Uhr verschwindet die Sonne am Horizont. Auch Schweizer Prominente, die auf der Insel leben oder zumindest dort ein Haus besitzen, fiebern dem Naturphänomen entgegen. Dies sehr unterschiedlich.
Elena Bernasconi (48), Moderatorin SRF 1
«Ich finde den Hype eigentlich total schön. Vor allem, weil es für einmal ein Hype um etwas ist, das wir Menschen nicht selber inszenieren. Wir sind uns gewohnt, alles zu planen und zu kontrollieren – und hier passiert einfach etwas in der Natur. Und plötzlich schauen für ein paar Minuten alle Menschen gleichzeitig in den Himmel. Das hat für mich etwas sehr Verbindendes. Mich fasziniert auch, dass sich für einen kurzen Moment unsere vertraute Umgebung verändert. Das Licht wird anders, die Temperatur verändert sich, und ich bin wahnsinnig gespannt, wie Natur und Tiere reagieren. Wir feiern bei uns zu Hause in Deià mit etwa 25 bis 30 Freunden und Bekannten. Es gibt einen Apéro, Häppchen, Musik und genügend Schutzbrillen – aber eigentlich ist die Sonnenfinsternis das Programm. Die ganze Insel ist im Eclipse-Fieber, und ich glaube, sie ist von diesem riesigen Interesse auch etwas überrollt worden. Unsere mallorquinischen Freunde werden schon um 8 Uhr morgens vor unserer Türe stehen, weil sie befürchten, später wegen der erwarteten Strassensperren nicht mehr zu uns zu kommen. Im schlimmsten Fall sitzen mein Lebenspartner Reto und ich zu zweit im Pool, schauen dankbar für dieses Erlebnis in den Himmel und trinken den Apéro alleine.»
Simona LuxXxus (60), Schlagersängerin
«Ich freue mich sehr auf die Eclipse und werde sie luxuriös im Lobster Club in Puerto Portals feiern. Ich werde ein rotes Glitzerkleid tragen, und natürlich wird auch mein süsser Pudel Gucci dabei sein. Meine Sonnenfinsternis-Brille habe ich bereits seit rund zwei Monaten. Ich habe sie von Promi-Luxus-Butler Daniel Rudolf bekommen, der sie an seine VIP-Kunden verschenkt hat. Für mich steht die Sonnenfinsternis auch für einen Neuanfang. Nach dem Verkauf meiner Finca habe ich noch einige offene Baustellen. Ich suche noch den perfekten neuen Lebensplatz für meine Papageien und wünsche mir nach der Trennung von Peter nach 23 Jahren auch wieder eine feste Beziehung. Deshalb freue ich mich besonders auf dieses besondere Himmelsereignis – für mich fühlt es sich an, als würde ein neues Kapitel beginnen.»
Chanelle Wyrsch (30), Ex-Bachelorette
«In El Arenal, wo ich wohne, kann man die Sonnenfinsternis offenbar nicht richtig sehen. Für eine gute Sicht müsste ich also quer über die Insel fahren – Richtung Andratx soll es besonders gut sein. Aber dort wird wahrscheinlich auch einiges abgesperrt sein. Ich habe deshalb noch keinen konkreten Plan. Vielleicht fahre ich morgen mit meinen Kollegen los, und wir schauen, ob wir irgendwo durchkommen und die Finsternis vom Strand aus sehen können. Bei der Sonnenfinsternis 1999 war ich drei Jahre alt und habe sie nicht bewusst mitbekommen. Deshalb will ich dieses Spektakel vielleicht doch nicht verpassen.»
Farah de Tomi (56), TV-Auswanderin
«Mallorca spielt wegen dieser Sonnenfinsternis völlig verrückt. Ich höre seit einem Monat, dass am 12. August eine Finsternis stattfindet. Für mich ist es ein Tag wie jeder andere. Ausser, dass es offenbar in jedem Laden keine Sonnenfinsternis-Brillen mehr gibt und die Leute extra dafür hierher reisen. Das ist nicht so meins. Ich bin für diesen Massenauflauf einfach zu alt. Ich hätte eher Schiss, mich da ins Getümmel zu stürzen. Ich fliege kurzfristig am Mittwoch beruflich nach Zürich. Meine Frau wird mit ihrem Sohn bei uns zu Hause bleiben und auf dem Dach die Sonnenfinsternis anschauen.»