«Seit er gestorben ist, sind die Verlustängste wieder da»
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Winiger in Shaolin Challenge:«Seit er gestorben ist, sind die Verlustängste wieder da»

Melanie Winiger über Sterne, Energie und ihre persönliche Überzeugung
«Ich habe mir meinen eigenen Glauben zusammengestellt»

Zwischen kosmischer Ordnung und persönlichem Chaos: Melanie Winiger gewährt Einblicke in ihr Weltbild, den Sinn von Lebenskrisen und ihren Glauben. Ein entwaffnendes Gespräch über das Vertrauen in sich selbst – inklusive Gretchenfrage.
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Model, Schauspielerin, Moderatorin: Melanie Winiger ist aus der Schweizer Unterhaltungsbranche nicht mehr wegzudenken.
Foto: Siggi Bucher

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Melanie Winiger spricht über die Faszination des Universums und Sonnenfinsternisse
  • Ein Schlüsselmoment mit einer Schamanin veränderte ihr Leben nachhaltig
  • Winiger betont: Menschen sollten ihre Mitverantwortung für mehr Licht wahrnehmen
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Laszlo SchneiderTeamlead People-Desk

Frau Winiger, die Unergründlichkeit des Universums fasziniert Sie seit langer Zeit. Am 12. August steht uns eine totale Sonnenfinsternis bevor. Was löst so ein Naturphänomen bei Ihnen aus?
Melanie Winiger:
Ich finde es für die gesamte Menschheit lehrreich, weil es uns aufzeigt, wie klein wir eigentlich sind. Wir als Menschheit neigen oft zu einer gewissen Selbstüberschätzung. Wir denken, wir seien die Krone der Schöpfung, stünden an der Spitze und könnten uns alles erlauben. Doch indem wir so handeln, richten wir vieles zugrunde. Eine Sonnenfinsternis ist da ein gewisser Realitätscheck. Sie zeigt uns, dass wir letztlich sehr wenig Macht haben, wenn es hart auf hart kommt.

Macht Ihnen das keine Angst?
Eine Sonnenfinsternis hat mir nie Angst gemacht. Was mich als Kind jedoch komplett überfordert hat, war die Vorstellung der Unendlichkeit. Der Gedanke, was nach allem kommt – nämlich nichts –, hat bei mir fast Panikattacken ausgelöst. Das Fehlen von etwas Greifbarem unter den Füssen hat mir damals Angst gemacht.

Also ist es jetzt anders?
Mittlerweile habe ich weder Angst vor dem Tod noch vor dem Universum. Das hat sich komplett gedreht. Das Universum gehört für mich heute zu den faszinierendsten Dingen überhaupt – vor allem im Hinblick auf Frequenzen und Energien. Wir kennen unser Solarsystem, aber danach hört unser Wissen schnell auf. Grundsätzlich wissen wir eigentlich nichts.

Sie sprechen häufig von Energien und Schwingungen.
In meiner Wahrnehmung bin ich sehr feinfühlig für Schwingungen, Energien und die Ausstrahlung von Menschen. Das wird mir auch von anderen bestätigt. Allerdings ist das nichts, was mir einfach so zugeflogen ist; ich habe auch an mir gearbeitet. Ich nenne es letztlich Intuition. Jeder Mensch besitzt Intuition, aber die wenigsten haben den Mut, ihr auch zu folgen.

Das würden viele Leute als esoterischen Humbug abstempeln.
Das macht mir nichts. Ich stehe zu meinen Empfindungen.

Was empfinden Sie, wenn jemand eine «schlechte Energie» hat?
Bei mir passiert das sehr stark im Bauchraum. Es ist, als würde mir kurz die Luft abgeschnürt. Ich fühle mich dann unwohl. Wenn ich merke, dass jemand nicht zu meiner Frequenz passt, erlaube ich mir heute, mich zu entfernen, um meine eigene Energie zu schützen. Das bedeutet nicht, dass dieser Mensch schlecht ist. Es passt lediglich in diesem spezifischen Moment nicht zusammen.

Persönlich: Melanie Winiger

Melanie Winiger (47) ist eine Schweizer Schauspielerin, Moderatorin und Model. 1996 wurde sie mit 17 als damals jüngste Miss Schweiz bekannt und etablierte sich seither in der Film- und Medienbranche. Neben Auftritten Spielfilmen wie «Achtung, Fertig, Charlie!» moderiert sie regelmässig grosse Events wie die Swiss Music Awards. Winiger lebt im Raum Zürich – zusammen mit ihrem Partner. Aus einer früheren Beziehung hat sie einen Sohn.

Siggi Bucher

Melanie Winiger (47) ist eine Schweizer Schauspielerin, Moderatorin und Model. 1996 wurde sie mit 17 als damals jüngste Miss Schweiz bekannt und etablierte sich seither in der Film- und Medienbranche. Neben Auftritten Spielfilmen wie «Achtung, Fertig, Charlie!» moderiert sie regelmässig grosse Events wie die Swiss Music Awards. Winiger lebt im Raum Zürich – zusammen mit ihrem Partner. Aus einer früheren Beziehung hat sie einen Sohn.

War das schon immer so?
Nein, überhaupt nicht. Früher bin ich oft davon ausgegangen, dass die Menschen etwas gegen mich haben. Ich befand mich unbewusst in einer gewissen Opferrolle. Erst durch einen längeren Prozess und insbesondere um die Zeit der Corona-Pandemie herum – als in meinem Leben gefühlt alles gleichzeitig kollabierte – kam der Wendepunkt.

Das klingt schlimm – was ist passiert?
Es ist unter anderem etwas mit einem Menschen passiert, der mir sehr nahesteht. Näher möchte ich darauf nicht eingehen. Es war eine Phase, in der ich das Gefühl hatte, unter Wasser zu sein und keine Luft mehr zu bekommen. Das ging so weit, dass mir Ärzte zu einem Klinikaufenthalt rieten. Doch ich hatte damals keine Zeit dafür. Letztlich war es ein notwendiger Weckruf des Universums. Ich musste lernen, stark zu werden – nicht nur für mich, sondern auch für mein Umfeld.

Sie haben sich also Hilfe geholt.
Ich bin damals eher durch Zufall an eine Schamanin geraten. Dieser Moment hat etwas in mir verändert. Allerdings war das kein magischer Schalter, der umgelegt wurde, und plötzlich war alles gut. Der anschliessende Prozess war extrem hart, weil man sich seinen eigenen Traumata und der eigenen Vergangenheit stellen muss. Aber genau diese schwierigen Momente haben mich zu der Person gemacht, die ich heute bin.

Wie stehen Sie zum Thema Glauben, Frau Winiger? Sind Sie religiös?
Ich habe mich von starren religiösen Dogmen gelöst. Meine Mutter ist sehr religiös, aber ich habe schon als Kind alles hinterfragt – so sehr, dass man mich in der Schule vom Religionsunterricht befreit hat (lacht). Heute habe ich mir meinen eigenen Glauben aus verschiedenen Erfahrungen, Ausbildungen und Philosophien zusammengestellt. Ich folge keinem festen System oder Guru. Wir sollten die Dinge stets hinterfragen und nicht einfach unkritisch übernehmen.

Wenn nach der Sonnenfinsternis wieder Licht ist – welchen Impuls sollten die Menschen mit in ihren Alltag nehmen?
Wir sollten dankbar sein, dass die Sonne wieder scheint. Wir haben derzeit wahrlich genug Dunkelheit auf der Welt. Wir alle tragen eine Mitverantwortung dafür, dem etwas entgegenzusetzen. Das bedeutet nicht, dass man ständig auf einer Wolke aus rosaroter Glückseligkeit schweben muss. Aber wir können uns für das Wohl der Allgemeinheit etwas zurücknehmen, freundlicher miteinander umgehen und uns selbst nicht immer so wichtig nehmen.

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