Darum gehts
- Collien Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen Ex-Mann Christian Ulmen
- Sie fordert gerechtere Gesetze und kündigt Demo in Berlin an
- Demo am 22. März 2026, 16 Uhr, Brandenburger Tor, Berlin
Der Fall Collien Fernandes (44) und Christian Ulmen (50) hat in den letzten Tagen grosse mediale Wellen geschlagen. Fernandes erhebt schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Mann: Er soll sich über Jahre hinweg im Internet als sie ausgegeben und zahlreichen Männern vermeintliche Bilder und Videos von ihr mit erotischen Inhalten geschickt haben. Fernandes erreichte daraufhin eine riesige Welle der Solidarität.
Jetzt meldet sie sich mit einem Instagram-Post zurück. Sie bedankt sich für die grosse Unterstützung und Anteilnahme – und kündigt für Sonntag eine Demonstration am Brandenburger Tor an. Fernandes fordert eine gerechtere Gesetzeslage und ein Umdenken in der Gesellschaft.
«Es sind Männer aus unserer Mitte»
«DANKE, DANKE, DANKE für diesen überwältigenden Support, der mir wirklich geholfen hat, aus einem ganz tiefen Tal zu kommen», schreibt Fernandes in ihrem Post, zwei Tage nachdem ein «Spiegel»-Bericht die Bombe platzen liess. «Lasst uns laut sein und laut bleiben! Lasst uns Licht in das Dunkelfeld bringen!» Fernandes betont: «Sexuelle Gewalt, physische und psychische Gewalt sind weiter verbreitet, als man ahnen mag.»
In Ihrem Post beschreibt die Schauspielerin, dass Täter nicht «gruselig dreinblickende Bösewichte» sind, wie man sie etwa aus Filmen kennt. «Es sind Männer aus unserer Mitte. Die Netten, die Lustigen, die Sympathischen.» Fernandes fordert ein höheres Problembewusstsein: «Für eine neue Gesellschaft, in der Täter in ihre Schranken gewiesen werden, und in der Opfer sich trauen, aufzustehen!»
Auf dem Bild zum Post ist Fernandes' ausgestreckert Arm zu sehen, auf dem sie das Wort «free» tätowiert hat. Im Hintergrund der Sonnenaufgang.
Demo am Brandenburger Tor
Schliesslich kündigt Fernandes in ihrem Post eine Demonstration an, die am morgigen Sonntag in Berlin um 16 Uhr am Brandenburger Tor stattfinden soll: «Für Solidarität, Gerechtigkeit und eine echte Veränderung in Form von klaren Gesetzen und echten Konsequenzen! Und gegen sexualisierte Gewalt!» Fernandes sei zwar nicht die Initiatorin der Demo, jedoch fände sie wegen ihres Falles statt, berichtet «Bild».
Wie Fernandes zunächst auf Instagram berichtet hat, soll ihr Ex-Mann Christian Ulmen sie jahrelang «virtuell vergewaltigt» haben. Ende 2025 erstattete die in Mallorca wohnhafte Fernandes in Spanien Anzeige gegen ihn. In der Anzeige geht es unter anderem um «Identitätsdiebstahl über soziale Netzwerke».
Das frühere Ehepaar war 14 Jahre verheiratet und hat eine Tochter. Ulmen schweigt bislang zu den Vorwürfen. Sein Anwalt Christian Schertz reagierte mit einem Schreiben. Darin heisst es, die Berichterstattung sei «nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig» und man werde rechtliche Schritte gegen den «Spiegel» einleiten. Es würden «unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung» verbreitet. Für Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.