«Es wurden Nacktfotos von mir verschickt»
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Collien Fernandes:«Es wurden Nacktfotos von mir verschickt»

Motsi Mabuse, Yeliz Koc und mehr
Collien Fernandes erhält gewaltigen Promi-Zuspruch auf Instagram

Christian Ulmens Ex-Frau Collien Fernandes hat auf einen Instagram-Beitrag gewaltigen Zuspruch von prominenter Seite erhalten. Stars und Persönlichkeiten aus dem politischen Leben drückten ihre Unterstützung und Solidarität aus.
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Collien Fernandes erhält viel Unterstützung von deutschen Promis ...
Foto: IMAGO/Eventflash

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Collien Fernandes (44) zeigt Ex-Mann Christian Ulmen (50) in Mallorca an
  • Vorwurf: Identitätsdiebstahl und Verbreitung pornografischer Inhalte über soziale Netzwerke
  • Seit 2024 laufen Ermittlungen, Gericht prüft Anklage; Unschuldsvermutung gilt
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Sophie OferRedaktorin People

Am Donnerstag berichtete der «Spiegel», dass Moderatorin Collien Fernandes (44) beim Bezirksgericht in Palma de Mallorca (Spanien) offenbar Strafanzeige gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen (50) eingereicht hat. Auf Instagram teilte Fernandes nach der Veröffentlichung des «Spiegel»-Berichts eine lange Botschaft, in der sie ihre Sichtweise darlegt.

Für ihren Beitrag erhält die Moderatorin und Schauspielerin überwältigenden Zuspruch von deutschen Prominenten. Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens wie Tänzerin Motsi Mabuse (44), Politikerin Ricarda Lang (32), Politiker Kevin Kühnert (36) und Comedienne Carolin Kebekus (45) haben sich zu Wort gemeldet und ihre Unterstützung zum Ausdruck gebracht.

Promis danken Collien Fernandes für ihren Mut

So schreibt etwa die besonders aus dem RTL-Format «Let's Dance» bekannte Motsi Mabuse: «I have no words. I am so sorry», also auf Deutsch: «Mir fehlen die Worte. Es tut mir so leid», begleitet von einem weinenden Emoji. Die Komikerin Carolin Kebekus kommentiert indes: «Das ist nicht zu fassen. Danke für deine Offenheit. Die Scham muss die Seite wechseln.» Mit dem letzten Satz nimmt sie Bezug auf das bekannte Zitat der Französin Gisèle Pelicot (73), die über Jahre hinweg systematisch vergewaltigt wurde. 

Der ehemalige SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert schreibt: «Hochachtung für den Mut, sich über Jahre hinweg zu wehren und jetzt auch noch diesen grossen Schritt zu gehen und das ganze Ausmass transparent zu machen. Es sind diese Taten, die beweisen, dass der Satz ‹Die Scham muss die Seiten wechseln› nicht in irgendwelche Sprüchekalender gehört, sondern in unser Bewusstsein.»

«Ich hab gar keine Worte dafür, wie schlimm das ist. Danke für deinen Mut», bemerkt die ehemalige Co-Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang. Fernandes zeige «ganz vielen Betroffenen, dass sie nicht allein mit diesen Erfahrungen sind. Das Ganze hat System. Und vor allem machst du darauf aufmerksam, wie wichtig es ist, dass wir digitale Gewalt endlich ernst nehmen und die Gesetzeslücken, die Frauen schutzlos zurücklassen, schliessen!».

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Auch viele weitere Stimmen melden sich in der Kommentarspalte unter Fernandes' Post zu Wort.

Reality-Star Yeliz Koc (32) kommentiert schlicht: «Einfach nur schrecklich.» Die deutsche Schauspielerin Gesine Cukrowski (57) schreibt etwa: «Grösste Solidarität! Du bist ein grosses Vorbild, eine echte Heldin. Ich ziehe meinen Hut vor Dir.» TV-Star Ruth Moschner (49) kommentiert: «Liebe Collien! Ich möchte Dir ganz viel Kraft schicken. Mein tiefes Mitgefühl! Danke im Namen aller, dass Du diesen Weg gehst. Auch für die, die es nicht geschafft haben!» 

Was passiert sein soll

Zuvor hatte der «Spiegel» über Fernandes' Vorwürfe berichtet. Wie es in dem Bericht heisst, wurden auf Plattformen wie Linkedin Profile in ihrem Namen angelegt. Demnach gab sich jemand als die 44-Jährige aus. Zudem soll pornografisches Material verschickt worden sein, das mit Videos und Bildern offenbar bewusst den Eindruck vermitteln sollte, es handle sich bei den gezeigten Frauen um Fernandes.

Gegen Unbekannt habe sie im November 2024 wegen gefälschter Profile in Berlin Strafanzeige gestellt. Sie hatte demnach vermutet, dass Internet-Trolle dahinter steckten. Inzwischen glaubt sie, dass ihr Ex-Mann Christian Ulmen dafür verantwortlich sein könnte, heisst es im «Spiegel» weiter.

Fernandes habe Ende vergangenen Jahres in Spanien Anzeige gegen Ulmen erstattet. Aus der eingereichten Anzeige gehe hervor, dass sie seit etwa zehn Jahren Opfer eines «Identitätsdiebstahls über soziale Netzwerke» sei.

Ulmen äussert sich bislang nicht

Christian Ulmen selbst habe sich zu Fragen des «Spiegel», dem ein Entwurf dieser Anzeige vorliege, nicht geäussert. Das Gericht habe dem Bericht zufolge angeblich «sogenannte Vorermittlungen eingeleitet», ob eine Anklage erhoben oder das Verfahren eingestellt werde, sei aktuell offen. Es gilt die Unschuldsvermutung. Gegenüber mehreren deutschen Medien lässt sein Anwalt verlauten: «Die Berichterstattung ist nach summarischer Überprüfung aus mehreren Gründen rechtswidrig. Wir sind daher auch beauftragt, gegen den ‹Spiegel› rechtliche Schritte einzuleiten.» Es würden weiterhin «unwahre Tatsachen aufgrund einer einseitigen Schilderung» verbreitet.

Ulmen und Fernandes hatten 2011 geheiratet, im Jahr darauf kam die gemeinsame Tochter zur Welt. 2023 zog die Familie nach Spanien. Im September 2025 machten sie schliesslich ihre Trennung öffentlich.

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