Darum gehts
- Anne Wünsche will Oliver Pocher erneut verklagen wegen Gerichtsurteils-Verstoss
- Pocher soll auf Party übergriffig gewesen und Wünsches Handy weggenommen haben
- Pocher droht bis zu 236'700 Franken Strafe für wiederholte Falschaussagen über Wünsche
Bei der Geburtstagsparty von Katja Krasavice (30) kam es im August zum direkten Aufeinandertreffen von Anne Wünsche (34) und Oliver Pocher (48). Ein Streit eskalierte zwischen den Parteien, Wünsche zeigte Pocher den Mittelfinger, Pocher stürmte am Ende aus dem Saal. Für die beiden war es das erste persönliche Treffen seit dem Urteil des Landgerichts Hamburg in ihrem Rechtsstreit.
Seitdem ist der öffentlich ausgetragene Zank in die nächste Runde gegangen, Pocher lässt sich in seinem Podcast immer wieder über Wünsche aus. In einem Interview mit dem «Berliner Kurier» behauptet diese nun, der Comedian habe mit seinen Behauptungen gegen ein Urteil des Gerichts verstossen. Sie will darum juristisch gegen ihn vorgehen.
«Ich habe total gezittert»
Im Netz wird Pocher übergriffiges Verhalten auf Krasavices Geburtstagsparty vorgeworfen. Nachdem Wünsche selbst gefilmt hatte, wie sie Pocher den Mittelfinger zeigt, kam dieser mit einer Kamera auf sie zu, versuchte, ihr das Handy aus der Hand zu nehmen. Es soll zu einer Art Gerangel gekommen sein, wie der «Berliner Kurier» berichtet.
«Ich habe es in dem Moment nicht als übergriffig empfunden, aber ich war ja auch ein bisschen angetrunken und voller Emotionen. Ich habe ja auch total gezittert in dem Moment», erzählt Wünsche der Zeitung.
Viel aufreibender für sie sei Pochers Verhalten im Anschluss an den Vorfall. Die Aussagen, die Pocher seit dem Eklat öffentlich – insbesondere in seinem Podcast «Patchwork Boys» – über Wünsche macht, sollen gegen eine Unterlassung verstossen, die das Gericht verhängt hat.
«Irgendwann muss ja was passieren»
Vor Gericht ging es damals um Pochers Behauptung, Wünsche hätte sich Follower, Likes und Kommentare auf Instagram gekauft. Wünsche setzte sich juristisch gegen die Anschuldigungen zur Wehr. Das Gericht gab ihr Recht und untersagte Pocher Ende 2025, solche Behauptungen zu verbreiten. Bei einem Verstoss droht ihm eine Geldstrafe von bis zu 250'000 Euro, rund 236'700 Schweizer Franken.
In «Patchwork Boys» habe Pocher nun wieder die gleichen Behauptungen gemacht. «Er verstösst gegen die Regel. Er darf das eigentlich gar nicht mehr in den Mund nehmen, weil es einfach damals wie heute eine komplette Lüge ist», so Wünsche. «Wir haben es schon beim Anwalt eingereicht. Gestern habe ich das Anwaltsschreiben bestätigt. Ich hoffe, wir kommen damit durch.»
Sollte Pocher eine Geldstrafe zahlen müssen, würde das Geld jedoch nicht an Wünsche, sondern an den Staat gehen. «Aber es wären ein paar Tausend Euro und das würde ich ihm wünschen. Einfach deswegen, weil er es verdient hat. Irgendwann muss ja was passieren.»
Der Streit zwischen Wünsche und Pocher zieht sich schon seit Jahren. Alles begann damit, dass Pocher ihr 2020 in seinem Instagramformat «Bildschirmkontrolle» vorwarf, sich Reichweite zu erkaufen. Neben dem gerichtlichen Prozess machte vor allem die öffentliche Schlammschlacht zwischen den beiden Schlagzeilen. Die Influencerin und der Comedian nutzen die sozialen Medien immer wieder, um gegeneinander auszuteilen.