Nach 43 Jahren
Udo Jürgens Bruder Manfred wird aus Wohnung geschmissen

Manfred Bockelmann, der Bruder von Udo Jürgens, verliert nach 43 Jahren seine Wohnung in München wegen Eigenbedarf. Nun kehrt er gemeinsam mit seiner Frau in seine Heimat zurück.
Kommentieren
1/7
Maria und Manfred Bockelmann müssen aus ihrer Wohnung ausziehen.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Manfred Bockelmann (82) verliert nach 43 Jahren seine Münchner Wohnung
  • Auch Prominente wie Carlos Leal kämpfen mit Wohnungsknappheit
  • Lara Stoll wartete 2025 bei einer Wohnungsbesichtigung mit 300 Personen
RMS_Portrait_AUTOR_441.JPG
Saskia SchärRedaktorin People

Seit über vier Jahrzehnten wohnt Manfred Bockelmann (82), der Bruder des verstorbenen Sängers Udo Jürgens (1934–2014), in seiner Münchner Wohnung im Stadtteil Schwabing. Damit ist aber demnächst Schluss, wie er gegenüber dem «Münchner Merkur» sagt. «Wir haben eine Eigenbedarfskündigung bekommen, nachdem wir 43 Jahre in der Wohnung waren. Wo wir sehr glücklich waren, wo unsere Tochter gross geworden ist.»

Für den erfolgreichen Malkünstler Bockelmann ist klar: «Es ist gnadenlos, so aus der Wohnung zu müssen.» Gemeinsam mit seiner Frau Maria zieht er nun zurück in die alte Heimat nach Kärnten in Österreich. Eigentlich hätten sie gerne wieder eine Wohnung in München, «einfach um hier noch einen Platz zu haben», so Maria Bockelmann, aber die hohen Mietpreise und die wenig verfügbaren Objekte liessen ihr wenig Hoffnung. 

Mit diesem Schicksal ist das Ehepaar Bockelmann nicht allein. Ein ähnliches Lied kann auch Hella Janson (77), die Witwe des verstorbenen Schauspielers Horst Janson (1935–2025), singen. Nicht einmal zehn Monate nach dem Tod ihres Mannes wurde ihr – ebenfalls wegen Eigenbedarf – die Wohnung gekündigt. Auch sie lebte über vier Jahrzehnte in einem Haus im südlich von München gelegenen Grünwald. Es war auch in diesen vier Wänden, wo Janson seine letzten Atemzüge nahm. «Jetzt muss ich hier raus aus dem Haus, in dem jeder Stein an meinen Horst erinnert», sagte Janson vergangenen November gegenüber «Bunte». Besonders bitter: Das Haus hatte einst dem Ehepaar Janson selbst gehört. Weil sie jedoch dringend Geld benötigten, verkauften sie es 2017 an einen neuen Besitzer – genau den, der die Witwe Jahre später vor die Tür stellt.

«Wie vor dem Berghain, alle wollen rein!»

Probleme bei der Wohnungssuche bekunden derweil auch Prominente in der Schweiz, die dafür auf ungewöhnliche Massnahmen zurückgreifen. So verkündete Carlos Leal (56) beim Prix Walo im Mai vor laufender Kamera, dass er eine Wohnung in Zürich suche. Dem Aufruf schloss sich später auch Stephan Eicher (65) an. Keine halbe Stunde später flatterten bei Blick-Redaktor Laszlo Schneider, der im Prix-Walo-Liveticker über die Wohnungssuche berichtete, die ersten Angebote für die beiden Männer ein

Komikerin Lara Stoll (39) suchte zu Beginn des vergangenen Jahres nach einer bezahlbaren Erdgeschosswohnung für sich und ihre Katzen in Zürich. Schnell musste sie dabei feststellen, dass sie nicht die Einzige mit dem Wunsch ist: Bei ihrer ersten Wohnungsbesichtigung musste sie mit gut 300 anderen Personen anstehen. «Wie vor dem Berghain, alle wollen rein!», meinte sie damals mit Anspielung auf den berühmten Berliner Club.

Wähle Blick als bevorzugte Quelle in Google

So siehst du unsere wichtigsten News, Hintergründe und Geschichten häufiger direkt in deinen Suchergebnissen.

So siehst du unsere wichtigsten News, Hintergründe und Geschichten häufiger direkt in deinen Suchergebnissen.

Was sagst du dazu?
Heiss diskutiert
    Meistgelesen