Darum gehts
- Thomas Stein überlebte nach einer Gehirnblutung im Februar eine Not-OP.
- Sein Schädel wurde aufgesägt, er lag sechs Tage im Koma.
- 12 kg abgenommen, nach 3 Monaten wieder fit: tägliche 10-km-Spaziergänge.
Es war ein harter Weg zurück ins Leben, doch Thomas Stein hat ihn beschritten: Der ehemalige «DSDS»-Juror wäre nach einer lebensgefährlichen Gehirnblutung und sechs Tagen im künstlichen Koma beinahe zum Pflegefall geworden. Heute ist er weitgehend wiederhergestellt. Seit der Schockdiagnose im Februar spricht Stein nun erstmals über den erschütternden Vorfall.
Die Gehirnblutung hat Stein ganz plötzlich getroffen, wie «Bild» berichtet. «Ich war morgens mit meinem Hund draussen und mir wurde plötzlich schwindelig», schildert Stein. «Zurück im Haus hatte ich Probleme mit dem Sprechen und konnte mich nicht mehr richtig bewegen. Zudem hatte ich rasende Kopfschmerzen.» Durch seine Frau konnte Schlimmeres verhindert werden: «Meine Frau merkte, dass mit mir etwas nicht stimmte, und hat mich sofort in die Klinik gefahren. Ich kann mich daran heute nur noch bruchstückhaft erinnern.»
«Von links nach rechts der Schädel aufgesägt»
Im Spital habe man festgestellt, dass sich zwischen Steins Gehirnhälften eine grosse Menge Blut angesammelt hatte. Eine sofortige Not-OP war nötig. «Angst zu sterben hatte ich nicht. Meine Frau hatte mehr Angst um mich als ich. Die Ärzte machten mir Mut, ich vertraute ihnen. Mir wurde dann bei der OP von links nach rechts der Schädel aufgesägt, um das Blut abzuleiten.» Die OP habe mehrere Stunden gedauert, danach habe er sechs Tage auf der Intensivstation im künstlichen Koma gelegen.
Anschliessend sei er in eine Reha-Klinik gekommen. «Am Anfang war ich auf einen Rollstuhl angewiesen. Ich musste völlig neu laufen und sprechen lernen. Es war wirklich anstrengend, aber ich habe mich durchgebissen.» Stein habe in dieser Zeit 12 Kilogramm abgenommen.
Stein erinnert sich an einen besonders dramatischen Moment in der Reha-Einrichtung. «Ich bin in meinem Krankenzimmer auf die Toilette gewankt und habe es danach nicht mehr zurück ins Bett geschafft. Da habe ich vier Stunden auf dem Boden neben dem Bett gelegen.»
Eiserne Disziplin
Das Gefühl der Hilflosigkeit habe ihn allerdings nur noch weiter angespornt, wieder gesund zu werden. «Ich habe in der Zeit nicht einmal daran gezweifelt, dass ich nicht wieder der alte werden könnte.»
Und so sollte es kommen: Mit viel Disziplin schaffte er es, nach drei Monaten sogar wieder Auto fahren zu können. Zweimal wöchentlich gehe er nun zur Physiotherapie. «Ich habe eine gute Kondition und gehe jeden Tag 10 Kilometer mit meinem Hund spazieren. Diese Kondition hat mir bei meiner Genesung sicher geholfen», so Stein.
Thomas Stein arbeitete als Musikmanager und wurde Anfang der Nullerjahre vor allem als Jurymitglied bei der RTL-Show «Deutschland sucht den Superstar» bekannt. Er war in der ersten und zweiten Staffel dabei. 2010 war er Jurymitglied in der neunten Staffel der Castingshow «Popstars» bei ProSieben.