Darum gehts
- Jimi Blue Ochsenknecht reflektiert Gefängniszeit im Podcast «Wondermom» seiner Mutter
- Im Juni 2025 wegen unbezahlter Hotelrechnung von 14'000 Euro verhaftet
- Schwester zahlte 15'000 Euro Kaution, Verfahren mit Geldbusse von 18'000 Euro
Mehrere Nächte hinter Gittern, eine Auslieferung nach Österreich – im Sommer 2025 hielt Jimi Blue Ochsenknecht (34) die Medien mit seinem Haftbefehl wegen einer nicht gezahlten Hotelrechnung in Atem. Im Podcast «Wondermom» seiner Mutter Natascha Ochsenknecht (61) spricht er nun erneut über seine Zeit hinter Gittern. Noch mal erleben wolle er das nicht, aber dennoch: «Ich muss halt auch wirklich sagen – Gefängnis ist wirklich scheisse und ich habe auch Kacke gebaut – aber ich hatte da meine Ruhe einfach.»
Knapp einen Monat lang konnte er sich – zwar gezwungenermassen – zurückziehen und nur für sich sein. «Es war auf jeden Fall eine krasse Erfahrung, und ich mag halt krasse Erfahrungen», resümiert Ochsenknecht. «Mir hat es für meine Reflektion gut getan. Das musste schon irgendwo sein, glaube ich.»
Keine Sonderbehandlung im Gefängnis
Im weiteren Gespräch erzählt der Schauspieler noch mehr Einzelheiten zu seinem Gefängnisaufenthalt in Hamburg. Er habe in derselben Zelle wie alle anderen gesessen, einen Promi-Bonus gab es demnach nicht. Die einzige Sonderbehandlung: Er durfte alleine duschen, um ihn vor den Mitgefangenen zu schützen. «Es waren alle wirklich sehr, sehr freundlich», Häftlinge wie Wärter gleichermassen, betont Ochsenknecht aber.
Gestört habe ihn vor allem eines: «Dass ich nicht richtig nach aussen kommunizieren konnte.» Lange Zeit habe er niemanden anrufen können und auch Besuch war nicht gestattet.
«Ego-Geschichten im Kopf»
Wieso kam es aus seiner Sicht aber überhaupt zu der Verhaftung am Hamburger Flughafen im Juni 2025? «Das waren im Kopf so Ego-Geschichten – und daran arbeite ich», begründet der «Wilde Kerle»-Darsteller. Heute achte er penibel darauf, alles vertraglich festzuhalten, «wenn auch nur in einem Einzeiler».
Dabei habe er schon vor dem Gefängnisaufenthalt intensiv an sich gearbeitet. «Ich mag es, aus meiner Komfortzone herauszugehen. Wenn ich mich zu wohl fühle, fühle ich mich unwohl», sagt er. «Ich funktioniere am besten unter Druck. Ich will immer einen Schritt weiter.»
Das permanente Licht der Öffentlichkeit stört Ochsenknecht. Er ist deshalb nach Dubai ausgewandert. Wirklich Ruhe hat er dennoch nicht. «Egal welchen Schritt ich mache, ich werde beobachtet.» Es werde extrem viel über seinen Namen gesprochen, auch wenn er selbst kaum mehr etwas auf Social Media teile. «Ich verstehe es einfach nicht, was daran immer so interessant ist.» Von den Geschichten über ihn lasse er sich mittlerweile nicht mehr beeinflussen. «Ich kenne die Wahrheit, ich habe nicht das Bedürfnis, jedem zu beweisen, was die Wahrheit ist.»
Verhaftung vor einem Jahr
Wegen einer nicht bezahlten Hotelrechnung in Österreich über knapp 14'000 Euro (umgerechnet etwa 12'800 Franken) war Jimi Blue Ochsenknecht im Juni 2025 am Hamburger Flughafen festgenommen worden. Erst verbrachte er einige Zeit im Gefängnis in Deutschland, wurde dann über mehrere Tage hinweg nach Innsbruck ausgeliefert. Nach Zahlung einer Kaution von 15'000 Euro kam er auf freien Fuss. Das Geld hatte seine Schwester Cheyenne Ochsenknecht (25) hinterlegt, auf deren Hof in der Steiermark er danach unterkam, weil er das Land nicht verlassen durfte. Das Verfahren wurde zunächst gegen eine Geldbusse von 18'000 Euro eingestellt. Dagegen legte die Staatsanwaltschaft Innsbruck allerdings Beschwerde ein.