Darum gehts
- Amira Aly fällt auf Phishing-SMS rein, verliert Geld und warnt andere
- Betrüger täuschen American-Express-Nummer vor, verursachen Panik bei Moderatorin
- Amira Aly zahlte 3600 Euro 2024 an unseriöse Dienstleister für Einfahrt
«Ich hätte niemals gedacht, dass mir das passiert» – mit diesen Worten beginnt Amira Aly (33) ihr neuestes Instagram-Video. Sie schämt sich «für ihre eigene Dummheit», wie sie zugibt. Amira Aly ist nämlich Opfer einer Phishing-SMS geworden – einer ziemlich raffinierten.
Die Moderatorin erhielt in der Nacht auf Sonntag eine SMS von der Nummer ihrer American Express Karte. «Also von der Nummer, von der ich immer meine Freigabepins kriege für Zahlungen», erzählt sie. Man habe die ganzen früheren Chats oben dran gesehen, weshalb sie davon ausging, dass es seriös ist. In der SMS stand: «Zahlung freigegeben, 9500 Euro an irgendein Krypto-Unternehmen», so Aly.
Sie ruft in ihrer Panik die angegebene Nummer an
In der Nachricht wird sie dann aufgefordert, eine Nummer anzurufen, falls sie diese Transaktion nicht in Auftrag gegeben habe. «Ich dachte mir, das ist doch die Nummer von American Express», so Amira Aly. Also rief sie an. «Und was soll ich euch sagen? Ich habe alles geglaubt, was der gesagt hat.»
Der Mann in der Leitung erklärt ihr, ihr Handy sei gehackt worden und werde nun auf einem Android-Telefon gespiegelt. Er könne dies alles aktuell mitverfolgen und sie solle auf ihr Konto schauen, ob es dort ungewöhnliche Aktivitäten gebe. «Ich habe die Panik meines Lebens bekommen», gibt Amira Aly zu. Ihr Konto bei American Express sei ihr zufolge ihr Hauptkonto, «da sind alle möglichen Gelder drauf». Als der angebliche Kundenberater sie dazu drängen will, ihr Geld auf einem Fonds zu sichern, bis die Gefahr gebannt sei, wird sie stutzig. Noch während des Telefonats überweist sie nach und nach das Geld auf andere Konten von sich. Der Mann fragt sie, ob sie Echtzeitüberweisungen gemacht habe, was sie verneint – und erneut Panik bekommt. Auf seinen Rat hin sperrt sie anschliessend ihr Online-Banking. «Weil wenn jemand in meinem Handy ist, dann kann er ja auf diese App zugreifen und dann kann er ja auch, wenn es gesperrt ist, auch nicht mehr zugreifen, wenn ich es nicht mehr kann», sagt Aly. «Zur Krönung» habe sie dann noch ihr Handy zurückgesetzt. Da sie zu diesem Zeitpunkt aber um zwei Uhr nachts in einem Hotelzimmer in Hannover sitzt, hat sie keine Möglichkeit, ihr Handy wieder freizugeben.
Ihr Partner erkennt den Betrug sofort
Erst am nächsten Tag habe es ihr gedämmert, was sie getan habe. Mit dem Handy ihrer Mutter ruft Aly ihren Partner an, erzählt ihm, dass ihr Handy gehackt worden sei. Doch dieser sagt sofort: «Stop, stop, stop, das ist Bullshit!»
Zuerst will Amira Aly das nicht wahrhaben. «Ich wurde richtig sauer», gibt sie zu. Doch dann beginnt sie, nachzudenken und merkt: Sie wurde ausgetrickst. «Ich habe mich noch nie in meinem Leben so, so, so, so doof gefühlt», gibt Aly zu und sagt, dass sie das Video zunächst eigentlich gar nicht machen wollte, weil sie sich so geschämt habe. Nun möchte sie andere aber warnen: «Das gibt es nicht. Banken reagieren so nicht.» Jetzt müsse sie abwarten, ob sie in ihrer Panik richtig gehandelt habe.
Aly wurde schon einmal Opfer von Betrügern
Es ist nicht das erste Mal, dass Amira Aly auf Betrüger hereinfällt. Vor gut zwei Jahren sprach sie im Podcast «Liebes Leben» mit ihrem Bruder Hima Aly darüber, wie naiv sie sei. Damals hätten drei Herren bei ihr geklingelt und ihr angeboten, ihre Einfahrt «von Moos und Unkraut» zu befreien. Da die Männer professionell ausgesehen haben, habe sie ihnen den Auftrag gegeben – und 3600 Euro für die Arbeit gezahlt. «Ich kann doch so schlecht Nein sagen», verteidigte sie sich damals. Immerhin wurde ihre Einfahrt gesäubert – wenn auch zu einem horrend hohen Preis. Ob sie diesmal ebenso glimpflich davongekommen ist, bleibt abzuwarten.