Darum gehts
- Phil Collins kämpfte 2024 in einem Schweizer Spital ums Überleben
- Jahrelanger Alkoholmissbrauch führte zu Organversagen und dauerhaften Gesundheitsschäden
- Über 100 Millionen Alben verkauft, heute auf Krücken
Phil Collins’ Leben hing 2024 am seidenen Faden. Der weltberühmte Genesis-Star verbrachte sieben Monate in einem nicht weiter genannten Schweizer Spital – es sei ein dramatischer Kampf ums Überleben gewesen, so der Sänger. «Meine Nieren versagten, meine Organe stellten ihren Dienst ein», erinnert sich Collins im Gespräch mit der britischen «Sunday Times». «Zeitweise war die Lage so kritisch, dass über lebenserhaltende Massnahmen gesprochen wurde.»
Seine Familie habe sich bereits auf das Schlimmste vorbereitet. «Die Leute kamen, um sich zu verabschieden», erzählt der Musiker. «Alle hatten Angst, dass sie mich nie wiedersehen würden.» Es sei sogar diskutiert worden, ob er noch am Leben erhalten werden sollte.
«Habe Wein getrunken, sobald ich wach war»
Ein Grund für den gesundheitlichen Kollaps: der jahrelange Missbrauch von Alkohol. Nach privaten Krisen, so Collins, habe er zusehends die Kontrolle über seinen Konsum verloren. «Ich habe Wein getrunken, sobald ich wach war. Das war es, was ich zum Frühstück wollte: ein Glas Wein.»
Ende 2023 habe sich sein Zustand dramatisch verschlechtert. Kurz vor Weihnachten sei er aus dem Spital entlassen worden – nur um wenige Wochen später erneut auf die Intensivstation zurückzukehren. Seine Bauchspeicheldrüse sei inzwischen dauerhaft geschädigt, seine Nieren arbeiten nur noch eingeschränkt. «Ich hatte grosses Glück, da wieder herauszukommen», sagt Collins heute. Seit seinem Spitalaufenthalt hat er keinen Tropfen Alkohol mehr angerührt.
Die gesundheitlichen Folgen sind gravierend. Der Musiker, der einst mit Genesis und als Solokünstler über 100 Millionen Alben verkaufte, kann nur noch mit Krücken laufen. Nervenschäden haben ihm die Fähigkeit genommen, Schlagzeug zu spielen – eine bittere Realität für den Mann, der einst als einer der grössten Drummer der Welt galt. «Ich wünschte, ich könnte noch spielen», gesteht er.
«Ich hatte alles, was man sich wünschen kann»
Trotz allem hat Collins neuen Lebensmut geschöpft. Das wurde besonders bei einem Familientreffen zum Jahreswechsel 2025 deutlich, das ihn daran erinnerte, wie knapp er dem Tod entkam. «Es hätte alles schrecklich schiefgehen können», sagt er heute. An seiner Seite war auch Tochter Lily Collins (37), bekannt aus der Serie «Emily in Paris», die ihm zu seinem 75. Geburtstag ein inniges Foto widmete. «So dankbar», schrieb sie dazu auf Instagram.
Die Musik, die ihm einst Weltruhm einbrachte, ist für Collins mittlerweile in den Hintergrund gerückt. Stattdessen zählt nun die Zeit mit seinen Liebsten. «Ich hatte alles, was man sich wünschen kann», sagt er. «Aber nichts ist so wertvoll wie die Momente mit meiner Familie.»