Das ist nicht nur schlecht
Stars wenden sich von Mykonos ab

Mykonos im Wandel: Der einstige Hotspot der Schönen und Reichen kämpft mit sinkenden Einnahmen und einem Imageproblem. Das hat Vorteile für andere Reisende.
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Die britische sängerin Rita Ora verbringt ihre Ferien im Sommer 2026 auf Mykonos. Sie ist einige der wenigen Promis, die sich dort heuer zeigen.
Foto: DUKAS

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Mykonos verliert an Exklusivität, Stars bevorzugen Ibiza und St. Tropez
  • 2025: Buchungen stiegen um 15.1 %, Erträge sanken jedoch um 19 %
  • Vier-Sterne-Hotel: Woche ab 1466 statt 3475 Franken auf Booking.com
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Michel ImhofTeamlead People

An welchem Ferien-Hotspot ist die Dichte an prominenten Personen am höchsten? Lange war Mykonos diesbezüglich ein fester Wert, doch die Zeiten haben sich geändert. Der Hype um die Insel flaut ab, Stars setzen aktuell wieder auf Klassiker wie Ibiza und Portofino. Die US-kolumbianische Schauspielerin Sofia Vergara (54) und die niederländische TV-Frau Sylvie Meis (48) sind einige der wenigen, die dieses Jahr noch auf die griechische Insel reisten.

«Mykonos ist (noch) nicht tot, aber die Insel ist definitiv nicht mehr der unangefochtene ‹Place to be›, der sie vor einigen Jahren war», sagt Ferris Bühler, PR-Profi und Gründer der Reiseplattform mycation.ch. «Meiner Meinung nach ist Mykonos zum Opfer des eigenen Erfolgs geworden. Aus einem exklusiven Treffpunkt für Jetset und Prominente wurde eine weltweit bekannte Luxus- und Instagram-Marke. Und sobald alle am vermeintlich exklusiven Ort sind, ist er eben nicht mehr exklusiv.»

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100 Euro für die Tagesmiete eines Liegestuhls ohne Konsumation

Bühler sieht auch die hohen Preise als einen ausschlaggebenden Punkt für den stagnierenden Erfolg. «Hohe Preise akzeptiert man im Luxussegment durchaus, aber nur, wenn Erlebnis, Service und Privatsphäre ebenfalls aussergewöhnlich sind. Und das stimmt halt auf Mykonos nicht mehr, wo Touristen zunehmend abgezockt werden. Wenn Mykonos nur noch wegen der hohen Preise Schlagzeilen macht, hat die Insel ein Imageproblem», sagt Bühler und nennt ein Beispiel: «Für die Tagesmiete eines Liegestuhls in einem Beachclub etwa zahlt man 100 Euro – zuzüglich Mindestkonsumation.»

Tatsächlich scheint Mykonos an einem Wendepunkt zu sein. Auch wenn gerade ein neuer Standort der Luxus-Hotelkette Four Seasons auf der Insel eröffnet hat, gehen die Erträge aus dem Tourismus zurück. Spannend: 2025 sind die Buchungen bei den von der griechischen Agentur Nelios betreuten Hotels gemäss der Travelsite Greek Trip Planner gegenüber dem Vorjahr zwar um 15,1 Prozent gestiegen, die Erträge aber um 19 Prozent gesunken. Heisst: Die hohen Preise wie in früheren Jahren können die Unterkünfte nicht mehr verlangen.

Mykonos wird günstiger

Auch eine Stichprobe auf der Buchungsplattform Booking.com zeigt: Zahlreiche Hotels werden mit einem grossen Rabatt angeboten. Eine Woche (Samstag bis Samstag) in einem Vier-Sterne-Hotel in Mykonos-Stadt gibts bereits ab 1466 Franken für zwei Personen – statt 3475 Franken. 

Trotzdem: Die griechische Insel ist noch längst nicht out. Sie wird sogar erschwinglicher und zieht dadurch mehr Menschen an. «Wir beobachten, dass sich Mykonos nach einer Phase mit stark steigenden Preisen wieder breiteren Gästesegmenten öffnet. Entsprechend werden teilweise attraktivere Preise angeboten. Diese Entwicklung dürfte dazu beitragen, dass die Destination wieder für mehr Reisende interessant wird», sagt Janine Zimmerli von Dertour Suisse AG. «Bei Hotelplan und Migros Ferien verzeichnen wir für Mykonos derzeit ein Buchungsplus von rund 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bei Kuoni entwickeln sich die Buchungen ebenfalls leicht positiv.»

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