Darum gehts
- Stefan Mross verabschiedete sich emotional von «Immer wieder sonntags» nach 31 Jahren
- Mross kritisierte den SWR und den Programmdirektor bei der Abschiedsfeier scharf
- Show-Aus war laut SWR-Direktor Bratzler «schwierigste Entscheidung» seiner Amtszeit
Nach 31 Jahren war vor wenigen Tagen Schluss mit «Immer wieder sonntags». Die Schlager- und Volksmusikshow wurde seit 21 Jahren von Stefan Mross (50) moderiert, entsprechend schwer fiel ihm das Aus nach über drei Jahrzehnten. Immer wieder kritisierte er den Entscheid. Während er sich in den letzten Sekunden der Sendung emotional und dankbar zeigte, fand er später bei dem vom SWR veranstalteten Abschiedsanlass laut «Bild» deutlich klarere Worte. Seine als Wutrede bezeichnete Ansprache soll er mit «Da kann uns der Rest am A**** lecken!», beendet haben.
Demnach habe sich Mross dabei auch direkt an den SWR-Programmdirektor Unterhaltung Clemens Bratzler (54) gewandt und ihm Folgendes gesagt: «Ich wurde auch vorgeführt! Es hiess überall, du hast mich rausgeschmissen. Ja, es war so!» Ebengenannter Bratzler äusserte sich nun gegenüber dem Sender RadioBW.Schlager1. «Ich weiss, dass das für ihn total hart war, auch ihm das zu sagen.» Und weiter: «Das hat eine Brutalität für jemanden, der so für dieses Format gelebt hat.»
«Schwierigste Entscheidung für mich»
Bratzler war an der Entscheidung, «Immer wieder sonntags» aus dem Programm zu nehmen, gemeinsam mit vielen anderen von SWR und ARD beteiligt. Er nennt es «die schwierigste Entscheidung» seit seinem Amtsantritt als Direktor und stellt klar: «Auch wenn ich die Verantwortung für die Entscheidung trage, bin ich auch traurig, dass das Format jetzt so nicht weitergeführt werden kann».
Bratzler hofft, dass Mross ihm die Entscheidung für das «Immer wieder sonntags»-Aus nicht «persönlich übel nimmt» und wünscht ihm «wirklich alles, alles Gute». Er sei sicher, «dass er weiter einen Weg finden wird, auch wenn diese Bühne jetzt erst mal für ihn nicht mehr zur Verfügung steht».