Abseits vom Popstar-Leben
Warum Gärtnern Kim Wildes Leben prägt

Sie ist eine der grossen 80er-Jahre-Pop-Ikonen und Grossbritanniens Gärtnerin der Nation. Nun kommt Kim Wilde für mehrere Konzerte in die Schweiz. Ohne Blumen.
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Am 11. Juli tritt Kim Wilde am Moon&Stars in Locarno auf. Im Oktober in Freiburg, Brunnen SZ und in Zürich. Sie spielt ihre grössten Hits wie «Kids in America», «Cambodia» oder «You keep Me Hangin’On», aber auch neue Songs.
Foto: Jonas Holthaus/laif

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Kim Wilde liebt das Gärtnern, ihre Debütsingle war 1981 «Kids in America»
  • Sie bewundert Frida Kahlo, Paul McCartney und Claude Nobs
  • In den Niederlanden besuchte sie 2026 die berühmte Tulpenschau Keukenhof
Ruth Brüderlin
Ruth Brüderlin
Schweizer Illustrierte

Schweizer Illustrierte: Sie haben Gartenbau studiert und etliche Preise gewonnen. Wie wichtig ist Gärtnern für Sie?
Kim Wilde: Es ist Teil meines Lebens, meine Passion. Gärtnern ist eine Wohltat, es hält körperlich und geistig fit und verbindet einen auf schönste und urtümlichste Art mit der Natur.

Was sind Sie lieber, Gärtnerin oder Popstar?
Beides inspiriert mich gleichermassen.

Haben Sie auf Tournee Zeit, unterwegs Gärten zu besuchen?
Ich gehe oft in die Parks der Auftrittsorte. Vor ein paar Monaten habe ich in den Niederlanden die fantastische Tulpenschau im Botanischen Garten Keukenhof besucht.

Warum haben Sie beschlossen, wieder auf Tour zu gehen?
Wegen dieser unwiderstehlichen Energie des Publikums. Ich liebe es, mit der Band und der Crew unterwegs zu sein, es ist immer eine fantastische Zeit. Und vor allem: Ich liebe es zu singen!

Welches Ereignis hat Ihr Leben verändert?
Meine Debütsingle «Kids in America» 1981. Von meinem Bruder komponiert, getextet von meinem Vater, dem Rock-’n’-Roll-Sänger Marty Wilde – und mein internationaler Durchbruch.

Was war Ihr Traumberuf als Kind?
Ich wollte Tierärztin werden oder in einem Plattenladen arbeiten – wo mir tatsächlich ein Job angeboten wurde. Nur startete gleichzeitig «Kids in America» durch, darum wurde mein Wunsch nie wahr.

In wen waren Sie als Teenager verschossen?
In David Bowie. Ich begleitete ihn 1990 auf der «Sound and Vision»-Tour und war mit 30 so in ihn verschossen wie mit 16.

Hatten Sie in der Schule einen Spitznamen?
Smithy, abgeleitet von unserem bürgerlichen Familiennamen Smith.

Artikel aus der «Schweizer Illustrierten»

Dieser Artikel wurde erstmals in der «Schweizer Illustrierten» publiziert. Näher dran – an Stars, Royals und Menschen mit Geschichten. Hier gehts zum Abo!

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Wofür haben Sie zuletzt gebetet?
Für alle, die ich liebe, mich inklusive.

Wann haben Sie das letzte Mal geweint?
Kürzlich, als ich mir «Click Clack Symphony» der Sängerin Raye mit Hans Zimmer anhörte. Der Song ist so unglaublich schön!

Was sollte auf Ihrem Grabstein stehen?
Liebe gewinnt immer.

Auf wen sind Sie ein bisschen neidisch?
Ich möchte so angstlos sein wie der amerikanische Extremkletterer Alex Honnold. Seine Free-Solo-Besteigungen sind spektakulär!

Was tun Sie als Letztes, bevor Sie schlafen gehen?
Ich zähle auf, womit ich gesegnet bin.

Lernen Sie gerade etwas, was Sie noch nicht so gut können?
Absolut! Man wird zwar älter, aber nicht automatisch weiser. Es gibt immer etwas, was man dazulernen kann. Und zwar in allen Bereichen, als Mutter, Tochter, Schwester, Gärtnerin und Songschreiberin.

Welche Ihrer Charaktereigenschaften hätten Sie lieber nicht?
Ich arbeite an denen, die nicht zu meinem Vorteil arbeiten.

Was war das letzte Kompliment, das Sie bekommen haben?
Kürzlich schrieb mir jemand nach einem Auftritt im «Roundhouse» in Camden, das junge Menschen in der Musikbranche fördert und zugleich ein legendärer Veranstaltungsort ist: «Wir messen unser Leben nicht an der Anzahl Atemzüge, sondern an den Momenten, in denen uns der Atem stockt.»

Wären Sie lieber intelligenter oder netter?
Intelligenz ohne Empathie ist wertlos, aber Empathie ohne Grenzen ist nicht besonders intelligent!

Wofür sollte es Bussen geben?
Littering, mein Lieblings-Hassobjekt.

Mit wem möchten Sie im Lift stecken bleiben?
Mit Will Ferrell – er würde mich so sehr zum Lachen bringen, dass ich gar nicht in Panik geraten könnte.

Waren Sie je in einer Therapie?
Ja, und ich kann es Menschen jeden Alters wärmstens empfehlen.

Was verabscheuen Sie an Ihren Mitmenschen am meisten?
Unehrlichkeit.

Wer sind Ihre persönlichen Helden?
Claude Nobs, den ich persönlich kennengelernt und immer bewundert habe – sein persönlicher Werdegang und seine Leidenschaft für die Musik waren beeindruckend. Dann Frida Kahlo, Malerin und ein kulturelles Phänomen. Ich habe ihre atemberaubende Ausstellung in London besucht. Und Sir Paul McCartney, mein Lieblings-Beatle, nicht zuletzt wegen seines brillanten Albums «RAM» aus dem Jahr 1971, das er gemeinsam mit seiner inzwischen verstorbenen Ehefrau Linda McCartney aufgenommen hat.

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