Video zeigt das Xiaozhai-Sinkloch in China
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Über 500 Meter breit:Video zeigt das Xiaozhai-Sinkloch in China

Lässt sogar Schweizer staunen
China birgt gigantisches Naturwunder mit unterirdischem Wald

Ein Naturwunder wie aus Hollywood: Ein Sinkloch nahe Chongqing in China ist mit 626 Metern Tiefe das grösste der Welt. Das geologische Rätsel mit einem unterirdischen Wald dürfte selbst landschaftsverwöhnte Schweizer staunen lassen.
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Das tiefste Sinkloch der Welt befindet sich in China – und beeindruckt nicht nur Wissenschaftler.
Foto: Alamy Stock Photo

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Xiaozhai Tiankeng nahe Chongqing: Grösstes Sinkloch weltweit mit eigenem Ökosystem
  • 2800 Treppen führen in unterirdischen Wald mit eigenem Fluss
  • Es ist 626 Meter tief und hat Platz für zwei Eiffeltürme
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Nikolina PanticRedaktorin News

Ein Vogel zwitschert. Dann öffnet sich plötzlich der Blick in eine Welt, die aussieht, als hätte Hollywood sie erfunden. Meterhohe Kalkfelsen schiessen aus dichtem Grün in die Höhe, Nebelschwaden hängen zwischen den steilen Wänden. Wer hier steht, fühlt sich wie mitten in einem «Avatar»-Film. Der Unterschied ist, dass es diesen Ort wirklich gibt.

Nahe der Millionenstadt Chinas Chongqing versteckt sich eines der spektakulärsten Naturwunder der Welt: Xiaozhai Tiankeng. Das gigantische Sinkloch ist bekannt als «Heavenly Pit» – die himmlische Grube. Der Name ist kein Zufall.

Ein Mysterium für Forschende

Zugegeben: Für viele Schweizerinnen und Schweizer klingt es speziell, nach China zu reisen, um Natur zu erleben. Doch wer in der tiefsten und grössten Doline der Welt steht, versteht sofort, warum sich der Weg lohnt. Ihre 626 Meter Tiefe und ihre Breite von 527 Metern sind so gewaltig, dass der Eiffelturm zweimal darin Platz hätte. Allein die Breite entspricht mehr als fünf Fussballfeldern nebeneinander.

Für die lokale Bevölkerung ist die Doline keine Neuheit. Offiziell wurde sie jedoch erst 1994 von der «Aussenwelt» entdeckt, wie die BBC berichtet. Am Fuss der Doline befindet sich ein Höhlensystem, das britische Forscher zu kartieren versuchten. Bis heute ist der «Heavenly Pit» ein geologisches Rätsel.

Während der Regenzeit ergiesst sich ein Wasserfall in die Doline, der starke Strömungen verursacht. Deshalb gab die Forschungsgruppe nach fünf Versuchen innerhalb von zehn Jahren auf, die Schlucht zu kartieren.

Eine Treppe zum verborgenen Universum

Besonders eindrücklich ist der mysteriöse Wald, der abgesenkt in der Tiefe liegt. Rund 2800 Stufen führen zu ihm hinunter. Schritt für Schritt offenbart sich eine verborgene Welt mit einem eigenen Ökosystem und einem 8,5 Kilometer langen Fluss.

Ein wahres Paradies für Outdoor-Liebhaber. Wenn sich der Blick in den «Heavenly Pit» öffnet und mystischer Nebel auf den einzigartigen Urwald trifft, sorgt das selbst bei panoramaverwöhnten Schweizerinnen und Schweizern für Staunen.

China birgt gigantisches Naturwunder mit unterirdischem Wald

So kommst du zu der tiefsten Doline der Welt:

Die Reise zum Xiaozhai Tiankeng erfordert gute Planung, weil die Sehenswürdigkeit abgelegen liegt.

Flüge

Von Zürich aus wird empfohlen, nach Chongqing Jiangbei International Airport zu fliegen. Zwischenstopps sind auf dieser Reise praktisch unvermeidbar und finden in der Regel an verschiedenen internationalen Drehkreuzen wie Doha, Hongkong, Peking oder Istanbul statt. Die Hinreise benötigt ungefähr 14 und 20 Stunden.

Von Hongkong oder Peking muss ein Inlandflug nach Chongqing genommen werden, der rund zweieinhalb Stunden dauert.

Aufenthalt

Chinesische Tourismusorganisationen empfehlen Reisenden, im Kreis Fengjie zu übernachten. Die Infrastruktur als auch der Komfort ist besser, als in der Nähe des Heavenly Pits zu übernachten.

Anreise

Von Chongqing aus empfiehlt sich eine einstündige Autofahrt. Zudem wird empfohlen, lokale Tourismusorganisationen aufzusuchen, um eine Hin- und Rückreise zu organisieren.

Empfohlene Saison

Die beste Jahreszeit, um das Sinkloch zu besuchen, ist entweder Frühling oder Herbst.

So kommst du zu der tiefsten Doline der Welt:

Die Reise zum Xiaozhai Tiankeng erfordert gute Planung, weil die Sehenswürdigkeit abgelegen liegt.

Flüge

Von Zürich aus wird empfohlen, nach Chongqing Jiangbei International Airport zu fliegen. Zwischenstopps sind auf dieser Reise praktisch unvermeidbar und finden in der Regel an verschiedenen internationalen Drehkreuzen wie Doha, Hongkong, Peking oder Istanbul statt. Die Hinreise benötigt ungefähr 14 und 20 Stunden.

Von Hongkong oder Peking muss ein Inlandflug nach Chongqing genommen werden, der rund zweieinhalb Stunden dauert.

Aufenthalt

Chinesische Tourismusorganisationen empfehlen Reisenden, im Kreis Fengjie zu übernachten. Die Infrastruktur als auch der Komfort ist besser, als in der Nähe des Heavenly Pits zu übernachten.

Anreise

Von Chongqing aus empfiehlt sich eine einstündige Autofahrt. Zudem wird empfohlen, lokale Tourismusorganisationen aufzusuchen, um eine Hin- und Rückreise zu organisieren.

Empfohlene Saison

Die beste Jahreszeit, um das Sinkloch zu besuchen, ist entweder Frühling oder Herbst.

Das biologische Wunder der Karstschlucht

Die Karstschlucht überrascht die Wissenschaft immer wieder. Eine im «Chinese Journal of Plant Ecology» veröffentlichte Studie zeigt, dass Pflanzen in dieser unterirdischen Waldwelt über ungewöhnlich hohe Nährstoffkonzentrationen verfügen und deutlich schneller wachsen als Pflanzen an der Oberfläche.

Mehr als 1200 Pflanzenarten, darunter Farne, Moose und Ginkgobäume sorgen für ein kühles und feuchtes Klima. Weil die Schlucht weniger Tageslicht erhält, hat sich ihre Natur angepasst, indem sie ihren Nährstoffgehalt angepasst haben.

China und ihre Dolinen

Auch wenn dieses Sinkloch das grösste seiner Art ist, ist es nicht das einzige – es gehört zur Dashiwei-Tiankeng-Gruppe mit 28 weiteren Dolinen. Die autonome Region Guangxi Zhuang beherbergt etwa 30 Prozent der weltweiten Tiankeng-Gebiete.

Weltweit gibt es gemäss dem «Unesco-Kurier» rund 300 Tiankeng-Dolinen. Obwohl auch Papua-Neuguinea, Malaysia oder Kroatien solche Naturphänomene besitzen, befinden sich fast zwei Drittel davon in China. Und während oben wieder ein Vogel zwitschert, verschwindet unter ihm eine Welt, die aussieht wie Science-Fiction – und doch seit Jahrtausenden existiert.

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