Darum gehts
- Debatte um Iced Coffee bei Bewerbungsgesprächen spaltet Gen Z und Recruiter.
- Recruiterin Caitlin nennt das Getränk unprofessionell, tausende reagieren online.
- Millennials kritisieren, Gen Z verteidigt das Spassgetränk.
Tönt komisch, aber stimmt: Die Gen Z diskutiert auf Social Media aktuell darüber, ob es okay ist, einen Iced Coffee mit zum Bewerbungsgespräch zu nehmen.
Was für manche einfach ein völlig normales Getränk ist, ist für andere ein Zeichen dafür, dass es mit der Professionalität nicht weit her ist. Die Gen Z streitet sich online mit Personalleitern und Recruitern.
Der Ausbruch der Debatte
Die Jobrecruiterin Caitlin Wehniainen startete die Online-Debatte. Auf ihrem Tiktok-Kanal @caitlinrecruiter gibt Wehniainen regelmässig Bewerbungstipps. Ihre Ansage zum Getränk ist klar: «Es wird als unprofessionell wahrgenommen.»
Wehniainen warnt: «Wer mit dem Iced Coffee antanzt, signalisiert: Das Gespräch ist nur ein weiterer abzuhakender Punkt auf meiner To-do-Liste.» Prompt sammeln sich Tausende Kommentare unter dem Video. Während manche sich fragen, wie man ihr widersprechen könne, sind andere entsetzt: «Warum müssen wir so tun, als seien wir nicht menschlich?»
«Wie kann man nur?»
Viele Creator sind entsetzt über die Debatte und schliessen sich Wehniainen an. Wie könne man nur auf die Idee kommen, einen Iced Coffee zum Bewerbungsgespräch mitzunehmen. «Bring auf keinen Fall einen Iced Coffee zum Interview. Mach es einfach nicht», sagen die einen. Andere fragen: «Bist du durstiger, als dass du einen Job willst?»
Besonders Millennials geben der Recruiterin recht. Ihr Tenor: Das Getränk ist beim Vorstellungsgespräch ein absolutes No-Go. Es gehöre wie gute Vorbereitung zu den ungeschriebenen Gesetzen für ein Interview.
Gen Z denkt anders
Die Gen Z macht sich darüber lustig: «Gilt das nur für Iced Coffees oder auch für heisse Getränke?» Die Aussage von Wehniainen trifft auf Unverständnis. Warum soll ein Getränk etwas über die Qualifikationen aussagen, fragen sich manche. Bewerbungsgespräche seien schliesslich stressig genug.
Was als Ratschlag begann, artet in einen Generationenstreit aus. Wehniainen stellt daher klar: Es gehe nicht primär um den Kaffee, sondern um unnötige Ablenkung beim Gespräch.
Wer gibt den Ton an?
Für manche Creator wie Hali Jama lenkt die Debatte nur von den eigentlichen Problemen und Fragen rund um die Arbeitswelt ab. Man solle sich eher fragen, wer überhaupt bestimmt, was professionell oder unprofessionell ist. Die Gen Z könne das gar nicht wissen. In der echten Debatte gehe es um Arbeitslosigkeit – nicht um ein Spassgetränk.