Angst vor dem Meer?
Talasofobie: Warum manche Menschen Angst vor Gewässern haben

Für viele ist das Meer Inbegriff von Ferien und Freiheit – für andere aber Auslöser von Angst und Panik. Die sogenannte Talasofobie beschreibt die Furcht vor grossen Wasserflächen und tritt besonders im Sommer häufig auf, wenn Strand oder See Teil des Alltags werden.
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Betroffene berichten von Herzrasen, starkem Schwitzen, Schwindel oder Übelkeit.
Foto: Getty Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Talasofobie: Angst vor tiefen Gewässern, ausgelöst durch Gedanken oder Bilder
  • Herzrasen, Atemnot und Panikattacken gehören zu den Symptomen der Störung
  • Kognitive Verhaltenstherapie und Entspannungstechniken helfen vielen Betroffenen effektiv
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Schon der Gedanke an offene Wasserflächen reicht bei Betroffenen oft aus: Der Puls steigt, der Körper reagiert mit Stress, und das Gefühl von Kontrolle geht verloren. Viele leiden darunter im Stillen – ohne zu wissen, dass ihre Symptome einen Namen haben.

Wenn das Meer plötzlich Angst auslöst

Talasofobie ist eine spezifische Angststörung, bei der Betroffene intensive Angst vor dem Meer, Seen oder tiefen Gewässern empfinden. Ausgelöst wird sie nicht nur durch echte Gefahr, sondern oft schon durch Gedanken, Bilder oder Situationen.

Typisch ist, dass alltägliche Sommeraktivitäten zur Belastung werden: Schwimmen im offenen Wasser, eine Bootsfahrt oder sogar der Blick auf tiefes Wasser kann Unruhe auslösen. In manchen Fällen reicht schon ein Foto oder Video vom Meer, um körperliche Symptome zu aktivieren.

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Diese Symptome können auftreten

Die Reaktion des Körpers ist oft deutlich spürbar. Betroffene berichten von Herzrasen, starkem Schwitzen, Schwindel oder Übelkeit. Auch Atemnot, ein Engegefühl in der Brust und starke innere Unruhe gehören dazu.

Auf psychischer Ebene treten häufig aufdringliche Gedanken auf – etwa die Angst, vom Wasser verschluckt zu werden oder etwas Unbekanntes unter der Oberfläche zu sehen. In schweren Fällen kann es sogar zu Panikattacken kommen.

Warum entsteht diese Angst?

Die Ursachen sind meist vielfältig. In einigen Fällen geht Talasofobie auf traumatische Erlebnisse zurück – etwa eine gefährliche Situation im Wasser oder ein Erlebnis, das mit Kontrollverlust verbunden war.

Aber auch indirekte Erfahrungen können eine Rolle spielen. Filme, Nachrichten oder Geschichten, die das Meer als bedrohlich darstellen, können die Wahrnehmung langfristig beeinflussen. Das Gehirn verknüpft Wasser dann mit Gefahr, auch wenn objektiv keine besteht.

Fachleute schätzen zudem, dass spezifische Phobien insgesamt relativ verbreitet sind und viele Menschen betroffen sein könnten, ohne es offen zu thematisieren.

Mehr als nur «Unbehagen» am Wasser

Wichtig ist die Abgrenzung: Talasofobie ist nicht einfach eine leichte Unsicherheit, sondern kann den Alltag spürbar beeinflussen. Besonders im Sommer, wenn Reisen ans Wasser oder Badeferien geplant sind, wird die Angst oft deutlicher sichtbar.

Viele Betroffene sprechen lange nicht darüber – aus Scham oder weil sie die Reaktion selbst nicht einordnen können. Dadurch bleibt die Angst häufig unerkannt.

Kann man Talasofobie behandeln?

Die gute Nachricht: Talasofobie lässt sich in vielen Fällen gut behandeln. Besonders wirksam ist die kognitive Verhaltenstherapie. Dabei lernen Betroffene, angstauslösende Gedanken zu erkennen und realistischer einzuordnen.

Ergänzend helfen oft Entspannungstechniken, Atemübungen oder gezielte Strategien zur Angstkontrolle. Auch Unterstützung durch Familie oder nahestehende Personen kann den Umgang mit der Angst erleichtern.

Ziel ist nicht, Angst komplett zu «löschen», sondern die Reaktion darauf kontrollierbar zu machen – so dass das Meer wieder als das erlebt werden kann, was es für viele ist: ein Ort der Ruhe.

Dieser Artikel erschien zuerst auf blic.rs. Das serbische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.

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