Darum gehts
- Meteo-Schweiz meldet Alarmstufe Rot: Extreme Pollenbelastung in der Schweiz
- Birke und Esche lösen starke Beschwerden wie Husten und Augenreizungen aus
- Desensibilisierung über drei Jahre kann Allergie-Symptome langfristig reduzieren
Sonne, Wärme, blauer Himmel im Frühling sind für Allergiker kein Grund zur Freude. Laut Prognosen von Meteo Schweiz dürfte die Pollenbelastung am Dienstagabend im Norden der Schweiz ein hohes bis sehr hohes Niveau erreichen. Besonders die Region Zürich ist sehr stark betroffen. Für Allergiker heisst das: Husten, Augenreizungen und Kratzen im Hals.
Alarmstufe Rot für Allergiker
Sonja Hartmann, Expertin beim Allergiezentrum Schweiz aha!, sagt: «Die Pollenbelastung ist derzeit sehr hoch, besonders wegen Birke und Esche. Aufgrund der hohen Temperaturen wurde die Blüte stark vorangetrieben, wodurch mehr Pollen freigesetzt werden, zudem fördert die aktuell trockene Luft die Verbreitung der Pollen.»
Hartmann sagt, dass nicht nur Allergiker betroffen sind. «Auch Menschen ohne Allergien und Personen mit empfindlichen Bronchien können durch die hohe Pollenbelastung Beschwerden wie Hustenreiz oder ein Fremdkörpergefühl in den Atemwegen verspüren.»
So schützt du dich vor Pollen
«Entscheidend ist hierbei, den Kontakt mit Pollen so gering wie möglich zu halten. Die Aktivitäten sollten angepasst werden und intensive körperliche Anstrengungen im Freien vermieden werden», sagt Hartmann. «Hilfreich ist es, abends die Haare zu waschen, draussen eine Sonnenbrille zu tragen, nur kurz zu lüften und die Wäsche nicht im Freien zu trocknen.»
Wer leidet, kann die Symptome abmildern: «Die Behandlung erfolgt in erster Linie mit Antihistaminika-Tabletten, Nasensprays oder Augentropfen. Besonders bewährt haben sich auch Nasensprays in Kombination mit Kortison.»
Behandlung und langfristige Strategien
«Gerade wenn die Beschwerden über längere Zeit bestehen, kann eine Desensibilisierung sinnvoll sein. Dabei wird der Körper über etwa drei Jahre schrittweise an das Allergen gewöhnt, indem es dem Körper in steigender Dosis verabreicht wird.»
Mit den richtigen Schutzmassnahmen und einer passenden Therapie lässt sich die Pollensaison trotz hoher Belastung besser überstehen.