Mentale Fitness im Alltag
Diese 3 Gewohnheiten halten dein Gehirn länger jung

Wer sein Gehirn fit halten will, muss weder täglich Kreuzworträtsel lösen noch sein Leben komplett umkrempeln. Forschende nennen drei überraschend einfache Gewohnheiten, die das Demenzrisiko senken und die geistige Leistungsfähigkeit bis ins Alter fördern können.
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Ein Kaffee mit Freunden, ein Familienessen oder ein Gespräch mit Nachbarn: Was nach Freizeit aussieht, ist gleichzeitig ein Training für das Gehirn..
Foto: KEYSTONE/GORAN BASIC

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Studien zeigen: Lebensstil beeinflusst Gehirngesundheit und senkt Demenzrisiko
  • Regelmässiges Lernen und soziale Kontakte stärken Gedächtnis und reduzieren Stress
  • Soziales Engagement senkt Demenzrisiko um 30 bis 50 Prozent laut Studien
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Viele Menschen glauben, dass geistiger Abbau im Alter unausweichlich ist. Tatsächlich zeigen zahlreiche Studien, dass unser Lebensstil einen grossen Einfluss auf die Gesundheit des Gehirns hat. Die gute Nachricht: Es braucht weder komplizierte Gehirntrainings noch radikale Veränderungen. Schon drei einfache Gewohnheiten im Alltag können helfen, die mentale Leistungsfähigkeit länger zu erhalten und das Risiko für Demenz zu senken.

GPS ausschalten: Orientierung trainiert das Gehirn

Viele Menschen lassen sich heute selbst auf bekannten Strecken vom Navi leiten. Genau das könnte dem Gehirn jedoch wichtige Trainingsreize nehmen.

Neurologen weisen darauf hin, dass Probleme bei der räumlichen Orientierung zu den frühen Anzeichen von Demenzerkrankungen wie Alzheimer-Krankheit gehören. Wer regelmässig seinen Orientierungssinn fordert, stärkt jene Hirnregionen, die für Gedächtnis und Navigation zuständig sind.

Studien zeigen: Menschen, die beruflich häufig navigieren müssen – etwa Taxifahrer oder Rettungskräfte –, erkranken seltener an Alzheimer. Besonders bekannt ist das Beispiel der Londoner Taxifahrer. Weil sie Tausende Strassen auswendig kennen müssen, ist ihr Hippocampus, eine wichtige Schaltzentrale für Gedächtnis und Orientierung, besonders ausgeprägt.

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Schon kleine Veränderungen im Alltag können helfen:

Studien zeigen: Menschen, die beruflich häufig navigieren müssen – etwa Taxifahrer oder Rettungskräfte –, erkranken seltener an Alzheimer.
Foto: Getty Images

Öfter auf das Navi verzichten

  • Neue Wege zu Fuss oder mit dem Velo ausprobieren.
  • Orientierungsläufe oder Wanderungen unternehmen.
  • Kinder mit Bau- und Konstruktionsspielen fördern.

Forschende vermuten, dass solche Aktivitäten eine sogenannte kognitive Reserve aufbauen. Sie kann dazu beitragen, altersbedingte Veränderungen im Gehirn länger auszugleichen.

Soziale Kontakte schützen vor Demenz

Ein Kaffee mit Freunden, ein Familienessen oder ein Gespräch mit Nachbarn: Was nach Freizeit aussieht, ist gleichzeitig ein Training für das Gehirn.

Eine grosse Beobachtungsstudie zeigt, dass sozial aktive Menschen im mittleren und höheren Alter ein deutlich geringeres Risiko haben, an Demenz zu erkranken. Je nach Untersuchung lag der Vorteil zwischen 30 und 50 Prozent.

Der Grund: Soziale Interaktionen beanspruchen zahlreiche Hirnfunktionen gleichzeitig. Beim Gespräch müssen wir zuhören, Informationen verarbeiten, Erinnerungen abrufen, Emotionen erkennen und passende Antworten formulieren.

Hinzu kommt ein weiterer Effekt: Gute soziale Beziehungen reduzieren Stress. Dauerhafter Stress gilt als Risikofaktor für den Abbau von Nervenzellen, insbesondere im Hippocampus.

Wer sein Gehirn stärken will, sollte deshalb soziale Kontakte aktiv pflegen:

  • Regelmässig Freunde treffen.
  • Vereinsaktivitäten nachgehen.
  • Neue Bekanntschaften knüpfen.
  • Brett- oder Kartenspiele in der Gruppe spielen.
  • Neue Dinge lernen, das hält den Kopf fit.

Das Gehirn bleibt ein Leben lang lernfähig. Fachleute sprechen von Neuroplastizität – der Fähigkeit des Gehirns, neue Verbindungen zwischen Nervenzellen zu schaffen.

Genau diese Eigenschaft gilt als wichtiger Schutzfaktor gegen den geistigen Abbau im Alter. Wer regelmässig Neues lernt, fordert sein Gehirn heraus und hält es flexibel.

Dabei spielt es kaum eine Rolle, was gelernt wird. Entscheidend ist, dass das Gehirn mit neuen Reizen konfrontiert wird. Das können sein:

  • Eine neue Sprache lernen.
  • Ein Musikinstrument spielen.
  • Anspruchsvolle Bücher lesen.
  • Ein neues Hobby beginnen.
  • Unbekannte Orte entdecken.

Gerade im Alter werden viele Tagesabläufe routinierter. Umso wichtiger ist es, bewusst Neues auszuprobieren und die Komfortzone gelegentlich zu verlassen.

Kleine Veränderungen mit grosser Wirkung

Experten sind sich einig: Niemand muss sein Leben komplett umkrempeln, um etwas für die Hirngesundheit zu tun. Oft reichen bereits kleine Gewohnheiten im Alltag.

Wer seinen Orientierungssinn trainiert, soziale Kontakte pflegt und neugierig bleibt, schafft die besten Voraussetzungen dafür, geistig fit zu bleiben. Die drei Strategien kosten kaum etwas – können aber einen wichtigen Beitrag dazu leisten, das Gehirn länger jung zu halten.

Dieser Artikel erschien zuerst auf aktuality.sk. Das slowakische Newsportal gehört wie Blick zu Ringier.

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