Laut Studie
Der Klimawandel bringt Schwangere besonders in Gefahr

Eine Studie aus den USA zeigt auf, dass Hitzetage das Risiko für Schwangerschaftskomplikationen erhöhen. In der Schweiz gibt es jährlich fast 30 solcher Tage, von denen 19 durch den Klimawandel verursacht werden.
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Schwangere sind von der globalen Erderwärmung besonders betroffen.
Foto: IMAGO/Pond5 Images

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Extreme Hitze erhöht Schwangerschaftskomplikationen laut Studie von «Climate Central»
  • 19 von 29 Schweizer Hitzetagen jährlich durch Klimawandel verursacht
  • Seit 2020 jährlich knapp 30 kritische Hitzetage für Schwangere in Schweiz
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Schweizer Illustrierte

«Schon ein einziger Tag mit extremer Hitze kann das Risiko für schwere Schwangerschaftskomplikationen erhöhen», warnt Wissenschaftlerin Kristina Dahl von «Climate Central». Die US-amerikanische Non-Profit Organisation analysiert Klimawissenschaften und veröffentlichte kürzlich eine neue Studie, welche die Risiken für Schwangere durch den Klimawandel beleuchtet. Die Zahl der für Schwangere gefährlichen Hitzetage liege fast überall auf der Welt – und damit auch in der Schweiz – weit höher als sie ohne Erderwärmung wäre, so die Organisation.

Erhöhtes Risiko von Frühgeburten

Hitzetage erhöhen das Risiko einer Frühgeburt, heisst es in der Studie. In der Schweiz gab es laut «Climate Central» seit 2020 jedes Jahr knapp 30 solcher Hitzetage, die für Schwangere kritisch sein können. Als Hitzetag gilt in der Auswertung jeder Tag, an dem die Höchsttemperatur 95 Prozent der historisch lokal gemessenen Temperaturen übersteigt. 

Doch inwiefern ist der Klimawandel für diese Hitzetage verantwortlich? Um das zu bestimmen, berechneten die Forschenden ein theoretisches Szenario ohne Erderwärmung und verglich die tatsächlichen Hitzetage damit. Für die Schweiz berechneten die Wissenschaftler, dass 19 von den jährlichen 29 Hitzetage durch den Klimawandel verursacht werden.

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Die Studie untersuchte 247 Länder und Regionen. Bei 90 Prozent der Fälle lagen die als gefährlich eingestuften Hitzetage von 2020 bis 2024 mindestens doppelt so hoch, als ohne die Erderwärmung durch den Klimawandel. In einem Drittel der Gebiete gibt es klimawandelbedingt jedes Jahr einen ganzen Monat mehr Hitzetage.

Schwangere in Ländern mit schlechter Gesundheitsversorgung besonders betroffen

In Ländern, in denen die Gesundheitsversorgung grundsätzlich spärlich ist, sind Schwangere laut der Studie besonders gefährdet. Zum Besipiel in der Karibik, Zentral- und Südamerika, Südostasien und Subsahara-Afrika.

Aber nicht nur die Hitze bildet ein Risiko für Schwangere. Auch die durch den Klimawandel verursachte Häufung von Umweltkatastrophen wie Überflutungen, Waldbrände und weitere extreme Wetterereignisse stellen ein Gesundheitsrisiko dar. Sie führen zu einer schlechteren oder vorübergehend eingeschränkten Gesundheitsversorgung – gerade für Schwangere, die als besonders schutzbedürftige Gruppe der Gesellschaft gelten, kann dies prekäre Folgen haben.

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