Darum gehts
- Sommer belastet Körper durch Hitze, UV-Strahlen und Mineralstoffverlust
- Vitamin D oft unzureichend trotz Sonnenschein bei Innenaufenthalt oder Sonnenschutz
- Mineralstoffreiche Ernährung wichtig: Elektrolyte, Omega-3, Vitamine für Haut und Haare
Der Sommer tut vielen Menschen gut und wir freuen uns über sonnige Tage. Gleichzeitig stellt die warme Jahreszeit den Körper aber auch vor Herausforderungen. Hitze, starkes Schwitzen und intensive UV-Strahlung können Haut, Kreislauf und Stoffwechsel belasten.
Eine ausgewogene Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse bleibt die wichtigste Grundlage. Einige Nährstoffe verdienen in den Sommermonaten jedoch besondere Aufmerksamkeit.
Vitamin D: Nicht automatisch ausreichend vorhanden
Viele gehen davon aus, dass im Sommer automatisch genug Vitamin D gebildet wird. Das ist jedoch nicht immer der Fall. Wer sich tagsüber hauptsächlich in Innenräumen aufhält oder konsequent Sonnenschutz verwendet, kann trotzdem zu wenig davon produzieren.
Vitamin D spielt eine wichtige Rolle für Knochen, Muskeln und das Immunsystem. Gute natürliche Quellen sind fettreiche Fische, Eier und Pilze.
Vitamin A und E für die Haut
Intensive Sonneneinstrahlung setzt die Haut unter Stress. Vitamin A unterstützt die normale Funktion von Haut und Schleimhäuten. Es steckt unter anderem in Karotten, Peperoni und Süsskartoffeln.
Vitamin E wirkt als Antioxidans und hilft dabei, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Nüsse, Pflanzenöle und Samen liefern besonders viel davon.
Wichtig bleibt jedoch: Vitamine ersetzen keinen Sonnenschutz. Gegen Sonnenbrand helfen nur Schatten, Kleidung und Sonnencreme mit ausreichendem Schutzfaktor.
Elektrolyte: Was der Körper bei Hitze verliert
An heissen Tagen verliert der Körper über den Schweiss nicht nur Wasser, sondern auch Mineralstoffe. Besonders Natrium, Kalium und Magnesium sind wichtig für den Flüssigkeitshaushalt sowie die Funktion von Muskeln und Nerven.
Wer viel Sport treibt oder stark schwitzt, sollte ausreichend trinken und auf eine mineralstoffreiche Ernährung achten. Bei längeren Belastungen können elektrolythaltige Getränke sinnvoll sein.
Vitamin C unterstützt mehr als nur das Immunsystem
Vitamin C wird häufig mit der Erkältungszeit in Verbindung gebracht. Es spielt aber auch bei der Bildung von Kollagen eine wichtige Rolle. Kollagen ist ein wichtiger Bestandteil von Haut, Knorpeln und Bindegewebe.
Beeren, Zitrusfrüchte, Kiwi oder Peperoni liefern reichlich Vitamin C und passen perfekt auf den sommerlichen Speiseplan.
Zink und Selen für Haare und Haut
Sonne, Chlorwasser und Salzwasser können Haut und Haare austrocknen. Für die normale Erhaltung von Haut und Haaren sind unter anderem Zink und Selen wichtig. Diese Spurenelemente finden sich beispielsweise in Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten oder Nüssen.
Omega-3-Fettsäuren
Omega-3-Fettsäuren sind vor allem aus fettreichen Seefischen bekannt. Sie tragen zur normalen Herzfunktion bei und sind Bestandteil der Zellmembranen.
Wer selten Fisch isst, kann seinen Bedarf über andere Quellen wie Lein- oder Rapsöl teilweise decken.
Probiotika auf Reisen
Ferien bedeuten oft ungewohnte Speisen und andere Hygienestandards. Manche Menschen reagieren darauf mit Verdauungsproblemen.
Probiotische Lebensmittel wie Joghurt oder fermentierte Produkte können die Darmflora unterstützen. Ob zusätzliche Präparate sinnvoll sind, hängt von der individuellen Situation ab.
Braucht es überhaupt Nahrungsergänzungsmittel?
Für gesunde Menschen reicht eine ausgewogene Ernährung in vielen Fällen aus. Nahrungsergänzungsmittel können bei nachgewiesenen Mängeln oder besonderen Lebenssituationen sinnvoll sein. Wer regelmässig Präparate einnimmt, sollte die Dosierung beachten und sich im Zweifelsfall ärztlich beraten lassen.
Fest steht: Die wichtigste Sommerstrategie bleibt einfach. Ausreichend trinken, ausgewogen essen, die Haut vor UV-Strahlen schützen und auf genügend Erholung achten.
Dieser Artikel erschien erstmals auf Onet Kobieta, die Frauen- und Lifestyle-Rubrik des polnischen Nachrichtenportals Onet, welches zu Ringier Medien gehört.