Darum gehts
- Wer unter Schlafapnoe leidet, hat laut einer US-Studie ein erhöhtes Parkinson-Risiko
- In der Schweiz leiden etwa 150'000 Menschen an einer solchen Schlafstörung
- Eine frühzeitige Behandlung mit einer Atemmaske kann dem Parkinson-Risiko entgegenwirken
Im Schlaf wird das Immunsystem gestärkt, das Herz entlastet, und Zellen werden repariert. Die nächtliche Ruhe ist also essenziell, damit sich unser Körper erholen kann. Schlafstörungen sind deshalb nicht nur mental belastend, sondern können auch ernsthafte gesundheitliche Folgen haben.
Eine gross angelegte Beobachtungsstudie aus den USA hat untersucht, ob es einen Zusammenhang gibt zwischen Schlafapnoe und einem erhöhten Parkinson-Risiko, wie das Deutsche Gesundheitsportal berichtet. Die Wissenschaftler haben die Gesundheitsakten von mehr als 11 Millionen US-Veteranen ausgewertet, die über einen Zeitraum von bis zu 23 Jahren erhoben wurden. Bei Parkinson sterben im Gehirn nach und nach die Nervenzellen ab, die unsere Bewegungen steuern.
150'000 Menschen in der Schweiz betroffen
Zu Beginn der Beobachtungsstudie litt niemand der Teilnehmenden an Parkinson. Im Durchschnitt waren die Personen 60,5 Jahre alt, und knapp 10 Prozent von ihnen waren Frauen. Das Forschungsteam untersuchte, wie häufig Personen mit Schlafapnoe innerhalb von etwa fünf Jahren an Parkinson erkrankten. Dabei prüften sie auch, ob eine Behandlung der Schlafstörung den Ausbruch der Krankheit beeinflussen konnte.
Bei der Schlafapnoe entspannen sich die Muskeln im Rachenraum nachts so stark, dass die Atemwege blockiert werden. Betroffene schnarchen laut, und es kommt zu kurzen Atemstillständen. Tagsüber sind Betroffene extrem müde. Langfristig belastet eine Schlafapnoe das Herz-Kreislauf-System und das Gehirn. In der Schweiz sind schätzungsweise 150'000 Menschen davon betroffen.
Schlafapnoe führt zu mehr Parkinson-Fällen
Die Forscher kamen zum Ergebnis, dass Menschen mit einer unbehandelten Schlafapnoe ein deutlich erhöhtes Risiko haben, an Parkinson zu erkranken. Das Risiko blieb auch dann bestehen, wenn Faktoren wie Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Leiden oder Medikamente berücksichtigt wurden. Besonders auffällig: Bei Frauen ist der Zusammenhang zwischen den Atemaussetzern und Parkinson noch stärker ausgeprägt als bei Männern.
Ein gesünderes Leben beginnt im Kopf. Das belegen diverse Studien. Genau hier setzt der Longevity-Navigator an. Über zehn Wochen hinweg erhältst du wöchentlich Impulse und Hintergründe, wie du mit dem richtigen Mindset dein Wohlbefinden stärkst. Dazu gibt es praktische Alltagstipps, die nachhaltige Veränderungen ermöglichen – unterstützt vom Healthy Longevity Center der Universität Zürich.
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Die wichtigste Erkenntnis der Studie ist aber, dass Betroffene der Gefahr nicht schutzlos ausgeliefert sind. Mit einer frühzeitigen Behandlung der Schlafapnoe konnte das Parkinson-Risiko gesenkt werden. Am effektivsten bei schweren Fällen ist die sogenannte CPAP-Therapie. Dabei tragen die Betroffenen nachts eine spezielle Maske, die die Atemwege offenhält und dadurch die gefährlichen Aussetzer verhindert.