Der einfache Esstrick
Warum du dein Essen neu sortieren solltest

Eine Studie zeigt: 80 Prozent der Menschen essen falsch. Wer erst Gemüse, dann Eiweiss und zuletzt Kohlenhydrate isst, bremst Blutzuckerspitzen und bleibt länger satt. Dieser einfache Trick verbessert die Gesundheit massiv, ist bisher aber nur jedem Fünften bekannt.
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Die Ernährungswissenschaftlerin Magdalena Kartasińska-Kwaśnik erklärt im Gespräch mit der Onet-Moderatorin Odeta Moro, dass «Übergewicht meist aus langfristigen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten entsteht».
Foto: Medonet

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Studie aus Polen: Essensreihenfolge beeinflusst Gesundheit und Blutzucker
  • 80 Prozent der Teilnehmenden kennen richtige Essensabfolge nicht
  • Schweiz: 43 Prozent Erwachsene übergewichtig oder adipös laut Bundesamt
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Gina Grace Zurbrügg

Wir achten auf Bio-Qualität, zählen Kalorien und diskutieren über Zucker – doch ein überraschend einfacher Faktor bleibt oft unbeachtet: die Reihenfolge, in der wir essen. Eine im März 2026 durchgeführte Studie des Instituts Kantar Polska mit 1000 Teilnehmenden aus Polen zeigt, dass genau dieser Aspekt einen messbaren Einfluss auf Gesundheit, Sättigung und Blutzucker haben kann. Und obwohl der Ansatz so simpel ist, kennt ihn bislang nur ein kleiner Teil der Bevölkerung.

Die Studienautorinnen empfehlen, zuerst Gemüse zu essen, danach Eiweissquellen wie Fleisch oder Eier, anschliessend kohlenhydratreiche Beilagen wie Kartoffeln und zum Schluss Obst.

Die Ergebnisse der Studie zeigen deutlich, wie gering das Bewusstsein für die richtige Reihenfolge beim Essen ist. Nur 17 Prozent der Befragten erkannten Gemüse korrekt als ersten Bestandteil einer Mahlzeit, und lediglich 44 Prozent platzierten Obst am Ende. Dabei wird empfohlen, Früchte aufgrund ihres natürlichen Zuckergehalts eher nach den übrigen Mahlzeitbestandteilen zu essen, um stärkere Blutzuckerschwankungen zu vermeiden. 21 Prozent halten die Reihenfolge grundsätzlich für unwichtig, während 16 Prozent die Regel gar nicht kennen.

So geht die richtige Reihenfolge auf dem Teller

Laut den Ernährungwissenschaftlerinnen Magdalena Kartasińska-Kwaśnik und Iwona Zmysło hat die genannte Abfolge zwei Vorteile. Sie sorgt für ein längeres Sättigungsgefühl und stabilere Blutzuckerwerte nach dem Essen.

Der Grund dafür liegt darin, dass die Ballaststoffe im Gemüse die Zuckeraufnahme verlangsamen, während Eiweiss zusätzlich sättigt. Erst danach folgen stärkehaltige Lebensmittel, die den Blutzucker stärker ansteigen lassen.

«Diese Empfehlungen sind den meisten Menschen entweder unbekannt oder schwer umzusetzen.» Gleichzeitig betont sie, dass zunächst grundlegende Gewohnheiten wichtiger bleiben: «Mehr Gemüse und Obst im Alltag.»

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Übergewicht durch Essgewohnheiten

Bis zu 80 Prozent der Befragten wissen demnach nicht, wie Lebensmittel idealerweise innerhalb einer Mahlzeit angeordnet werden sollten. Nur etwa jeder fünfte Pole ist mit dem Ansatz bereits vertraut – die grosse Mehrheit hingegen nicht.

Studienleiterin Kartasińska-Kwaśnik erklärt, dass «Übergewicht meist aus langfristigen Ernährungs- und Lebensgewohnheiten entsteht». Zudem betont sie, dass «nicht einzelne Mahlzeiten ausschlaggebend sind, sondern das gesamte Ess- und Lebensverhalten über einen längeren Zeitraum hinweg».

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, warum solche Ernährungsaspekte zunehmend Beachtung finden. Laut dem Bundesamt für Gesundheit sind rund 43 Prozent der Erwachsenen in der Schweiz übergewichtig oder adipös.

Blutzuckerspiegel im Mittelpunkt

Kartasińska-Kwaśnik weist zudem darauf hin, dass «die Reihenfolge der Mahlzeiten auch den Blutzuckerspiegel beeinflussen kann». So könne der Verzehr bestimmter Lebensmittel, etwa ballaststoffreicher Komponenten wie Gemüse, zu Beginn einer Mahlzeit dazu beitragen, Blutzuckerschwankungen nach dem Essen zu reduzieren. Kleine Anpassungen im Alltag könnten somit positive gesundheitliche Effekte haben, auch wenn sie keine alleinige Lösung für Gewichtsprobleme darstellen.

Dieser Artikel ist zuerst auf medonet erschienen. Die polnische Newsplattform gehört wie Blick zu Ringier. 

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