Auch andere Faktoren spielen eine Rolle
Zu heisse Getränke verdreifachen Risiko von Speiseröhrenkrebs

Es wird kühler, und um warm zu bleiben, greift man gerne nach einem heissen Kaffee oder Tee. Aber Achtung: Zu heisse Getränke können das Krebsrisiko signifikant erhöhen. Auch bei anderen Faktoren ist Vorsicht geboten.
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Vorsicht bei heissen Getränken. (Symbolbild)
Foto: Getty Images/EyeEm

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • Zu heisse Getränke verdreifachen Speiseröhrenkrebs-Risiko laut globaler Studie
  • Empfehlung: Warten, bis Getränk angenehm trinkbar ist, statt heiss
  • WHO: 150–300 Minuten Bewegung senken Krebsrisiko deutlich
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Natalie ZumkellerRedaktorin News

Der Hitzesommer hat sich verabschiedet, der Herbst hält Einzug in der Schweiz. An die Stelle des erfrischenden Rivellas rücken nun der wärmende Kakao oder Kaffee. Doch dabei ist Vorsicht geboten: Wie die weltweit bisher grösste Studie zu diesem Zusammenhang im International Journal of Cancer zeigt, können zu heisse Getränke das Risiko von Speiseröhrenkrebs verdreifachen.

Je heisser und je höher die Anzahl der konsumierten Getränke, desto höher ist das Risiko, an einem Plattenepithelkarzinom (SCC) im Speiseröhrenbereich zu erkranken. Der bösartige Tumor sitzt auf den Schleimhäuten und ist eine Form des weissen Hautkrebses. «Der Konsum von Getränken mit einer ‹sehr heissen› im Vergleich zu einer ‹warmen› Temperatur war nach Bereinigung um die Konsumhäufigkeit mit einem dreimal höheren SCC-Risiko verbunden», so die Studien-Ergebnisse.

Warten, bis Getränk «angenehm» ist

Auf andere Krebsformen, wie etwa das Adenokarzinom, ein Drüsenzellen-Tumor, hat die Getränke-Temperatur keinen Einfluss. Eine genaue Temperatur, ab welcher die Konsumation sicher ist, sei schwer zu definieren. Die Forscherinnen und Forscher appellieren daher an gesunden Menschenverstand: «Wenn man Bedenken hat, empfehlen wir, einfach zu warten, bis das Getränk angenehm zu trinken ist, anstatt es zu trinken, solange es noch sehr heiss ist.»

Doch nicht nur zu heisse Getränke können das Krebsrisiko erhöhen. Auch anderen Faktoren tragen dazu bei – oder können es verringern.

Zu wenig Bewegung

Wer sich nicht ausreichend bewegt, ist anfälliger für Krebserkrankungen. Daher empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation WHO Erwachsenen, sich wöchentlich etwa 150 bis 300 Minuten moderater Bewegung hinzugeben – alternativ helfen auch bereits 75 bis 150 Minuten intensive Bewegung. Damit kann man das Risiko für Darmkrebs, Brustkrebs und Gebärmutterschleimhautkrebs bereits erheblich senken.

Zu wenig Tomaten

Es hört sich skurril an, ist wissenschaftlich aber mit gleich 119 Studien abgesichert: Tomaten lindern das Krebsrisiko. Das ergab eine Metaanalyse. Im Zentrum stand dabei der sekundäre Pflanzenstoff und Antioxidans Lycopin, der Tomaten nicht nur ihre rote Farbe gibt, sondern auch fleissig schädliche freie Radikale neutralisiert. 

Zu viel Radon-Strahlung

Das radioaktive Edelgas Radon ist von Natur aus überall – in hoher Konzentration kann es jedoch sehr schädlich sein. Nach Rauchen stellt es die häufigste Ursache von Lungenkrebs. Das Gas ist tückisch: Es kann aus dem Boden in Gebäude eindringen. Besonders Keller und Erdgeschoss-Räumlichkeiten sollten mit einem Messgerät auf ihre Radon-Belastung getestet werden. Auch regelmässiges Lüften hilft gegen eine schädliche Konzentration.

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