White Port
Schmeckt als Portonic oder solo

Lange galt White Port als nettes Extra der bekannten Portweinhäuser, das man in den Bars der Lodges in Vila Nova de Gaia trank. Mittlerweile hat sich der weisse Portwein zu einem vielseitigen Getränk für den Sommer gemausert.
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White Port gibt es in verschiedenen Qualitäten. Restsüsser und länger im Fass gereift, schmeckt er nach Orange, Honig und manchmal nach Kamillenblüten.
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Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft
  • White Port wird immer beliebter
  • Wegen verschiedener Süssegrade und Ausbauarten ist die Spezialität auch ein vielseitiger Speisenbegleiter
  • Die trockene Variante wird gerne für kreative Sommerdrinks verwendet
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Ursula GeigerRedaktorin Wein

Nichts ist stimmungsvoller als ein Glas Tawny Port, der im Sonnenuntergang wie Feuer glüht. In den Kneipen im Hafenviertel von Porto werden die Lichter angeknipst. Irgendwo wird Fado gesungen. Die wehmütigen Klänge wehen über den Douro nach Vila Nova de Gaia, wo alles ein wenig hipper ist. Auch die Drinks.

Ruby und Tawny haben Konkurrenz bekommen. Portwein aus weissen Trauben wird immer beliebter. Nicht nur, weil sich aus der Spezialität kreative Drinks mischen lassen, sondern auch, weil White Port ganz neue kulinarische Kombinationen erschliesst, denn Ruby oder Tawny passen weder zu Sushi, geräuchertem Fisch noch Zitronen-Desserts.

Kein Leichtgewicht

Für die Produktion sind die einheimischen weissen Sorten aus dem Douro-Tal zugelassen, wie Malvasia Fina, Rabigato, Viosinho und Códega, um nur ein paar zu nennen. Oft sind die Reben im Mischsatz gepflanzt und werden zusammen gelesen und gekeltert. Für mehr Aromatik wird ein Teil der Trauben auf den Häuten vergoren. Und wie bei den roten Portweinen wird die Gärung mit Benefício (Branntwein) abgestoppt, um den gewünschten Süssegrad zu erhalten.

Ein Leichtgewicht ist White Port nicht, aber Dry White Port mit weniger Süsse (rund 40 Gramm Restzucker/Liter) ist gekühlt ein herrlicher Aperitif oder die Basis für Portonic. Ein strenges Rezept gibt es nicht, denn erlaubt ist, was Spass macht.

Längst ein Klassiker: Portonic

Ob der White Port im Verhältnis 1:1 oder 1:2 mit Tonic gemischt wird, ist egal. Und ob Zitronenschnitze, Minze oder Rosmarin den Geschmack erweitern auch. Auf jeden Fall gehören Eiswürfel ins Weinglas, aber wer bei «Tonic» automatisch an «Gin» denkt: Lasst ihn weg, wäre schade um den White Port.

Ganz so einfach macht es uns die weisse Portwein-Welt nicht: Auch White Port kann jahrelang in Eichenfässern reifen oder ein wenig süsser sein als erwartet. Diese Qualitäten passen dann gekühlt – wärmer als 12 Grad sollte White Port nicht ins Glas kommen – und pur getrunken zu Salzmandeln, Rohschinken (Presunto) und Leberterrine. Oder zu Zitronen-Tarte und Orangensalat mit Minze und Datteln.

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