Die Trauben des Jahrgangs 2026 sind grösstenteils bereits geerntet. Der schneearme Winter, der warme Frühling und der heisse und staubtrockene Sommer haben die Reife auch hierzulande beschleunigt. Manche Reben kamen damit erstaunlich gut zurecht, andere zeigten Hitzestress. Die Erträge sind vielerorts kleiner ausgefallen. Und trotzdem können kleine, gesunde Beeren konzentrierte und charaktervolle Weine ergeben. Es wird sich also im Keller entscheiden, wie gut sich der Schweizer Weinjahrgang 2026 im Glas präsentieren wird.
Ernte im August
Die Weinlese war dieses Jahr in der Schweiz und in vielen europäischen Regionen rekordfrüh. Im Jura wurden bereits am 15. August die ersten Trauben gelesen. Die meisten Winzer haben die Ernte bereits Anfang oder Mitte September eingefahren. Auch im Elsass begann die Lese so früh wie noch nie. Erste Trauben für Crémant wurden bereits am 12. August gelesen. Zum Vergleich: Im nassen Jahr 2016 wurde noch bis zum 1. November geerntet.
Jede Rebsorte hat ihr eigenes Tempo
Rebsorten wie Pinot noir, Pinot gris oder Chardonnay werden vergleichsweise früh reif. Cabernet Sauvignon oder Mourvèdre brauchen länger. Dabei zählt nicht nur der Zucker. Auch Säure, Aromen, Kerne und Schalen müssen im Gleichgewicht sein. Gerade bei Hitze steigt der Zuckergehalt schnell, während der Säuregehalt sinkt. Eine Traube kann also süss schmecken und trotzdem aromatisch noch nicht ganz reif sein.
Der Kalender entscheidet nicht
Wann gelesen wird, bestimmen die Winzer nach Zuckergehalt, Säure, pH-Wert, Geschmack und Wetterprognose. Ein paar heisse Tage können die Reife beschleunigen, angekündigter Regen den idealen Erntezeitpunkt vorziehen. Ist die Traube perfekt, darf man nicht zögern.
Darum wird nachts geerntet
In heissen Regionen beginnt die Lese teilweise um Mitternacht oder um zwei Uhr morgens. Die Trauben gelangen dann kühl in den Keller. Das schützt vor Oxidation und bewahrt die feinen Aromen. Besonders Weisswein und Rosé profitieren davon. Eine Traube, die am Nachmittag 30 Grad oder mehr erreicht, ist deutlich empfindlicher.
Frische beginnt mit der Schere
Die Trauben werden schonend gelesen, in kleinen Kisten transportiert und rasch verarbeitet. Manche Betriebe kühlen das Lesegut zusätzlich. Ziel ist, die Beeren so frisch wie möglich zu keltern. Denn Qualität entsteht nicht erst im Keller, sondern bereits im Rebberg.
Trockenheit hat zwei Seiten
Trockenes Wetter während der Lese ist ein Vorteil. Die Trauben bleiben gesund und Pilzkrankheiten haben wenig Chancen. Genau das zeigt sich derzeit im Elsass. Zu viel Trockenheit setzt die Rebe allerdings unter Stress. Die Beeren bleiben klein, die Erträge sinken. In der Schweiz müssen einzelne Rebberge deshalb bewässert werden. Tiefgründige Böden und tief wurzelnde Reben kommen besser durch solche Phasen.
Regen kurz vor der Lese ist heikel
Regen kurz vor der Ernte kann Beeren aufplatzen lassen. Austretender Saft bietet Pilzen einen idealen Nährboden. Gefürchtet ist die Graufäule. Gefährdete Parzellen werden deshalb möglichst rasch gelesen, faule Beeren aussortiert. Eine lockere Laubwand hilft, Feuchtigkeit schneller abzutrocknen. Regen ist aber nicht grundsätzlich schlecht. Nach langer Trockenheit kann er der Rebe sogar guttun. Entscheidend sind Menge, Zeitpunkt und das Wetter danach.
Morgennebel kann erwünscht sein
Feuchtigkeit kann sogar erwünscht sein. Morgennebel fördert in manchen Regionen die Edelfäule. Botrytis entzieht den reifen Beeren Wasser, und Zucker und Aromen konzentrieren sich. So entstehen grosse edelsüsse Weine wie Sauternes oder Beerenauslesen. Feuchte Nächte und trockene, sonnige Tage sind ideal. Bleibt es dauerhaft nass, wird aus der Edelfäule schnell unerwünschte Graufäule.
Der Klimawandel verschiebt den Kalender
Die Rekordfrühreife ist kein Zufall. Höhere Temperaturen beschleunigen die Entwicklung der Rebe, gleichzeitig steigt die Verdunstung. Die Winzer müssen mit mehr Trockenstress rechnen, aber auch mit heftigen Niederschlägen. Viele suchen deshalb nach Rebsorten, die Trockenheit besser vertragen, und passen die Bewirtschaftung an.
Der Winter wirkt bis in die Weinlese
Was im August passiert, beginnt lange vorher. Wenig Niederschlag im Winter und eine geringe Schneedecke bedeuten weniger Wasserreserven für den Frühling und Sommer. Wegen der steigenden Temperaturen fällt zudem häufiger Regen statt Schnee, während die Schneedecke schneller schmilzt. Gerade in trockenen Weinregionen wird Wasser damit zum entscheidenden Faktor.
Da wir den neuen Jahrgang erst nächstes Jahr probieren können, möchten wir Ihnen verschiedene Weine aus dem grossen Sortiment von Coop präsentieren, die zum Herbst passen.
Ribera del Duero DO Tempranillo Roble Bela, für 14.95 Franken
In der Nase zeigt er reife dunkle Beeren, etwas Schokolade und feine Holznoten. Am Gaumen wirkt der Tempranillo saftig und füllig, mit schönem Schmelz, konzentrierter Frucht und gut eingebundenem Tannin. Harmoniert mit einer kräftigen Lammkeule aus dem Ofen mit Rosmarin.
Ribera del Duero DO Tempranillo Roble Bela, für 14.95 Franken
In der Nase zeigt er reife dunkle Beeren, etwas Schokolade und feine Holznoten. Am Gaumen wirkt der Tempranillo saftig und füllig, mit schönem Schmelz, konzentrierter Frucht und gut eingebundenem Tannin. Harmoniert mit einer kräftigen Lammkeule aus dem Ofen mit Rosmarin.
Mâcon-Uchizy AOC La Martine Domaine Thevenard, für 19.95 Franken
Das Bukett duftet nach reifen Äpfeln und Aprikosen, begleitet von floralen Noten. Am Gaumen präsentiert sich der Chardonnay buttrig und weich, bevor er mit einem langen, leicht würzigen Abgang auf der Zunge zergeht. Entkorken Sie ihn zu Bresse-Poulet mit einer cremigen Sauce.
Mâcon-Uchizy AOC La Martine Domaine Thevenard, für 19.95 Franken
Das Bukett duftet nach reifen Äpfeln und Aprikosen, begleitet von floralen Noten. Am Gaumen präsentiert sich der Chardonnay buttrig und weich, bevor er mit einem langen, leicht würzigen Abgang auf der Zunge zergeht. Entkorken Sie ihn zu Bresse-Poulet mit einer cremigen Sauce.
Cheyres AOC Chasselas Le Coup de Soleil, für 12.95 Franken
Dieser Chasselas aus dem Freiburger Drei-Seen-Gebiet duftet nach Zitronenzeste und Holunderblüten. Am Gaumen ist er elegant und ausgewogen, mit dezenter Frucht, mineralischen Anklängen und einem angenehm weichen Abgang. Eine schöne Begleitung zu einem knusprig gebratenen Felchen aus dem Neuenburgersee.
Cheyres AOC Chasselas Le Coup de Soleil, für 12.95 Franken
Dieser Chasselas aus dem Freiburger Drei-Seen-Gebiet duftet nach Zitronenzeste und Holunderblüten. Am Gaumen ist er elegant und ausgewogen, mit dezenter Frucht, mineralischen Anklängen und einem angenehm weichen Abgang. Eine schöne Begleitung zu einem knusprig gebratenen Felchen aus dem Neuenburgersee.
Valais AOC Dôle de Salquenen Les Dailles, für 13.95 Franken
In der Nase lockt der Dôle mit reifen Aromen von Himbeer, roter Kirsche und würzigen Nuancen. Am Gaumen zeigt er sich geschmeidig und mittelkräftig, mit guter Struktur, präsentem Tannin und einem würzigen Finale. Probieren Sie ihn zu einer Walliser Cholera mit Kartoffeln, Lauch und Käse.
Valais AOC Dôle de Salquenen Les Dailles, für 13.95 Franken
In der Nase lockt der Dôle mit reifen Aromen von Himbeer, roter Kirsche und würzigen Nuancen. Am Gaumen zeigt er sich geschmeidig und mittelkräftig, mit guter Struktur, präsentem Tannin und einem würzigen Finale. Probieren Sie ihn zu einer Walliser Cholera mit Kartoffeln, Lauch und Käse.
Malans AOC Completer Barrique, für 29.95 Franken
Der urchige Completer verbindet exotische Fruchtaromen von Grapefruit, Ananas und Passionsfrucht mit feinen Noten von Rosenblättern und Vanille. Am Gaumen ist er wuchtig, cremig und voll, mit samtiger Säure und langem, warmem Abgang. Er begleitet ein Bündner Kalbsfilet mit Rahmsauce besonders schön.
Malans AOC Completer Barrique, für 29.95 Franken
Der urchige Completer verbindet exotische Fruchtaromen von Grapefruit, Ananas und Passionsfrucht mit feinen Noten von Rosenblättern und Vanille. Am Gaumen ist er wuchtig, cremig und voll, mit samtiger Säure und langem, warmem Abgang. Er begleitet ein Bündner Kalbsfilet mit Rahmsauce besonders schön.
Ticino DOC Merlot Ticinello Vinattieri, für 18.95 Franken
Zwetschgen, Heidelbeeren und Walderdbeeren prägen die Nase, dazu kommen feine Noten von Zigarrenkiste und Vanille. Am Gaumen fliesst der Merlot weich und frisch, mit dezenter Würze und feinem Tannin. Dazu schmeckt eine Tessiner Luganighetta mit Polenta besonders gut.
Ticino DOC Merlot Ticinello Vinattieri, für 18.95 Franken
Zwetschgen, Heidelbeeren und Walderdbeeren prägen die Nase, dazu kommen feine Noten von Zigarrenkiste und Vanille. Am Gaumen fliesst der Merlot weich und frisch, mit dezenter Würze und feinem Tannin. Dazu schmeckt eine Tessiner Luganighetta mit Polenta besonders gut.
Valais AOC Cornalin Terrasses du Rhône Bibacchus, für 16.95 Franken
Der Walliser Cornalin duftet intensiv nach roten Beeren und zeigt sich ausgesprochen fruchtbetont. Am Gaumen ist er elegant und ausgewogen, mit feinem Tannin und einem langen Abgang. Servieren Sie ihn zu einem Walliser Rindsragout mit kleinen Kartoffeln.
Valais AOC Cornalin Terrasses du Rhône Bibacchus, für 16.95 Franken
Der Walliser Cornalin duftet intensiv nach roten Beeren und zeigt sich ausgesprochen fruchtbetont. Am Gaumen ist er elegant und ausgewogen, mit feinem Tannin und einem langen Abgang. Servieren Sie ihn zu einem Walliser Rindsragout mit kleinen Kartoffeln.
Dieser Artikel stammt von Tobias Gysi, Weinakademiker und Schweizer Weinsommelier. Er ist Autor der Rubrik «Château Gysi» für Mondovino.
Dieser Beitrag wurde vom Ringier Brand Studio im Auftrag eines Kunden erstellt. Die Inhalte sind redaktionell aufbereitet und entsprechen den Qualitätsanforderungen von Ringier.
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