Darum gehts
- Argentinien und die Schweiz sind auch grosse Weinnationen
- Beide Länder haben Stärken und Schwächen
- Doch in einigen Punkten liegt die Schweiz klar in Führung
Grösse
Hier hat Argentinien klar die Nase vorn. Mit 199'954 Hektar Rebfläche ist es das siebtgrösste Weinbauland der Welt. Die Schweiz kann mit 14'431 Hektar nicht dagegenhalten.
Wer trinkt mehr Wein?
Innerhalb von 20 Jahren hat sich der Pro-Kopf-Konsum von Wein in Argentinien halbiert und lag 2025 bei 15,77 Litern. Ein historischer Tiefstand. In der Schweiz wurden 2025 pro Jahr und Nase 23,1 Liter Wein getrunken.
Vielfalt
Der Punkt geht an die Schweiz. In 14 von 23 Provinzen wird in Argentinien Wein angebaut, wobei 70 Prozent der Rebfläche in der Provinz Mendoza liegen. In der Schweiz wird in jedem der 26 Kantone Wein gekeltert.
Höhenmeter
Der höchstgelegene zusammenhängende Rebberg auf dem europäischen Kontinent erstreckt sich in Visperterminen VS von 650 bis 1150 Meter über Meer. Das toppt Argentinien locker. Der Weinberg Altura Máxima der Bodega Colomé liegt auf 3111 Meter im Calchaquí-Tal in der Provinz Salta.
Rebsorten
Traumtor für die Schweiz. Was die Sortenvielfalt anbelangt, kann – gemessen an der Rebfläche – kein Land der Schweiz das Wasser reichen: Arvine, Completer, Humagne und Räuschling sind anderswo unbekannt. In Argentinien dominiert die rote Sorte Malbec auf 47'000 Hektar, davon stehen über 84 Prozent in der Provinz Mendoza.
Klimazonen
Vom 23. bis zum 45. Breitengrad auf der südlichen Hemisphäre wachsen in Argentinien Reben. Von den hohen Lagen in Salta mit extremer Sonnenstrahlung über das extrem trockene Klima Mendozas bis zu den kühlen und feuchten Regionen in Patagonien hat das südamerikanische Land definitiv mehr zu bieten als die Schweiz.