Darum gehts
- Plane deinen Besuch auf Weinmessen, damit du wirklich davon profitierst
- Mach dir Notizen
- Stell Fragen zu An- und Ausbau des Weins
Wer kennt sie nicht, die lähmende Ratlosigkeit angesichts unzähliger verlockender Weine, die man gern verkosten würde? Oder den Ärger, wenn man bei einem Stand ansteht, sein leeres Glas flehend ausgestreckt, aber ohne jede Chance, an der Phalanx der «Jetzt sind wir dran»-Männer in der ersten Reihe vorbeizukommen? Nachfolgend ein paar Tipps, damit du dich bei Weinevents nicht blamierst.
Gute Vorbereitung lohnt sich
Du interessierst dich für eine bestimmte Rebsorte? Oder eine Weinregion? Mach dich vor dem Besuch der Messe schlau, wer was anbietet, und stell dir dein persönliches Degustationsprogramm zusammen. Alles schaffst du sowieso nicht, also wähl klug aus!
Die Sache mit dem Gedächtnis
Dein Gedächtnis funktioniert tadellos. Doch bereits beim vierten Wein erinnerst du dich möglicherweise nur noch vage an deinen Eindruck vom ersten. Also: Mach dir ein paar Notizen, zumindest zu den Weinen, die du bestellen möchtest. Es reicht auch ein Ausrufezeichen oder ein Smiley …
Spucken? Spucken!
Bisweilen lohnt es sich, die Profis zu kopieren. Denn für die heisst Degustieren nicht Trinken, sondern konzentriertes Verkosten. Und dann: ausspucken! Schade um den Wein, ja. Aber es wäre auch schade um die Leber und den klaren Verstand, der sich ab dem x-ten Wein zuverlässig verabschiedet. Also: Übe zu Hause das möglichst geräuscharme und gezielte Spucken in die dafür vorgesehenen Spucknäpfe oder Kartonbecher. Und spar dir das weisse Hemd, die weisse Bluse für einen anderen Anlass.
Ich kann dich (leider) riechen
Das wichtigste Organ beim Degustieren ist die Nase. Und die ist hochsensibel. Wenn du also nach teurem Parfüm oder Aftershave duftest, machst du deinen Mitverkostern keine Freude. Noch weniger, wenn du am Vorabend viel Knoblauch gegessen oder vor der Messe tüchtig geraucht hast. Glaub mir: Die Nebenfrau, der Nebenmann merkt es. Und ist alles andere als «amused».
Rücksicht ist eine Tugend
Gerade als Frau passiert es einem immer wieder, dass man ratlos hinter einer dicht gedrängten Gruppe gross gewachsener, laut redender Männer steht, die ihren Platz direkt beim Stand gepachtet zu haben scheinen. Deshalb: Lass dir deinen Wein ins Glas einschenken und mach dann ein paar Schritte zur Seite, damit auch andere die kostbaren Tropfen probieren können. Sie lassen dich dann nachher auch wieder an den Stand, versprochen.
Fragen über Fragen
Jetzt hast du endlich Gelegenheit, mit der Winzerin oder dem Winzer direkt in Kontakt zu treten. Gern beantworten sie dir deine Fragen zum Ausbau der Weine oder zur Arbeitsweise im Rebberg. Allerdings solltest du sie nicht zu sehr in Beschlag nehmen, die anderen Besuchenden möchten auch zum Zug kommen. Man kann sich auch sehr nett mit anderen Weinfreunden unterhalten. Gemeinsames Interesse verbindet!